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#1 Auftrag Nightmare TS von Judith 15.04.2012 00:25

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14.4.2012
Erster Bericht
Kennenlernen

Heute wollte ich mich mit der Jungstute Nightmare beschäftigen. Die Hannoveranerdame sollte von mir an Trense und Sattel gewöhnt werden, von Davi wusste ich, dass Nightmare sich zumindest beim Halfter nicht dumm angestellt hatte, also hoffte ich auf ein ziemlich unkompliziertes Lernen. Für heute stand zunächst nur ein erstes Beschnuppern der Trense auf dem Plan.
Nightmare war nicht schwer zu finden, der hübsche Rappe ließ den Kopf aus der Boxentür hängen und sah sich neugierig um. Vorsichtig entriegelte ich die Boxentür und blieb im Rahmen abwartend stehen, ich wollte das Nightmare zu mir kam, ich hatte nicht vor mich ihr aufzudrängen. Beim Aufschieben der Boxentür war Nightmare verständlicherweise zurück gewichen, aber nun kam sie neugierig näher und hatte nichts dagegen, dass ich ihr ein Leckerli gab und dann sanft ihren Hals streichelte. "Du bist wirklich ein kontaktfreudiges Pferdchen", stellte ich lächelnd fest und halferte Nightmare probehalber auf, um zu sehen, ob sie sich das von mir gefallen ließ. Für die Stute war das kein Problem und ich lächelte zufrieden und ging erst mal wieder weg, um eine Trense zu holen.
Wieder bei Nightmare stellte ich mich wieder in die Boxentür und wartete, bis der Rappe erneut zu mir kam. Sogleich untersuchte die Kleine das fremde Leder neugierig, tastete es mit den Nüstern ab und knabberte ein bisschen herum. Aber weder schien das Leder interessant zu sein, noch gut zu schmecken. Probehalber leckte Nightmare nochmal über das Gebiss, zuckte aber ein wenig aufgrund der Kälte des Metalls. Noch einmal ein bisschen geschnuppert und dann verlor Nightmare entgültig das Interesse an der Trense.
Zufrieden hängte ich die Trense über die Boxentür und testete erst mal, in wie weit Nightmare sich von mir anfassen ließ. Ich fuhr über ihren Rücken, ihre Beine entlang, über den Hals, massierte kurz den Ohrenansatz, strich dann über die Stirn bis hin zum Maul und liebkoste ihre Nüstern. Der Hannoveraner stand ganz ruhig dar, zappelte nur am Anfang ein wenig herum, aber alles in allem ließ sie sich alles gefallen. Davi hatte ganze Arbeit geleistet.
Der nächste und letzte Schritt für heute bestand darin, dass ich mir wieder die Trense griff, sanft nach Nightmares Nase griff und diese locker festhielt. Anschließend bewegte ich die Trense langsam nach oben, richtung Ohren, als wollte ich Nightmare Trensen. Die Stute zuckte ein wenig zusammen, als das Leder an ihrem Fell vorbei glitt, blieb aber stehen. "Brav", flüsterte ich leise und hielt die Trense dann - als es nicht mehr höher ging - mit einer Hand fest und führte das Gebiss langsam Richtung Nightmares Maul. Die Stute machte keinerlei Anstalten, das Gebiss anzunehmen, was mich aber auch kaum wunderte. Sanft übte ich ein bisschen Druck aus, aber als Nightmare ihr Maul weiter fest geschlossen hielt, ließ ich es gut sein. Ich hatte auch nicht erwartete, dass es direkt beim ersten Mal klappen würde, aber ein bisschen probieren schadet nie. Wichtig war nur, nichts mit Gewalt zu erzwingen.
Ich gab Nightmare ein kleines Leckerli und ließ den Hannoveraner nach einem freundlichen Halsklopfen wieder alleine. Für heute war genug getan.

#2 RE: Auftrag Nightmare TS von Nina 15.04.2012 00:50

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Super! ach ich glaub in de, Auftrag steht noch Remind me drin oder? Naja jedenfalls wurde der vorgestern verkauft und gehört nichtmehr zum Ausbildungsplan ;)

#3 RE: Auftrag Nightmare TS von Judith 15.04.2012 00:52

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15.4.2012
Zweiter Bericht
Honig um den Bart schmieren

"Hallo Nightmare" Ich begrüßte die Stute genauso zurückhaltend wie gestern, blieb an der Boxentür stehen und wartete, bis sie zu mir kam. Dann folgte ein bisschen Streicheln, Halsklopfen und wieder am ganzen Körper berühren. Heute zappelte das Stütchen noch weniger rum als gestern und zögerte noch kürzer als gestern, zu mir zu kommen. Das brachte ihr natürlich erst mal ein Lob ein, dann zauberte ich die mitgebrachte Trense hinter meinem Rücken hervor und ließ Nightmare wieder schnuppern. Interessant war die Trense auch heute nicht, nur einen kurzen Blick, ein prüfendes Abtasten, dann wandte Nightmare sich interessanterem zu.
Lächelnd verließ ich die Box wieder und beugte mich vor der Tür über zwei von mir vorher präparierten Eimern. In dem einen war ein bisschen lauwarmes Wasser, diesem Eimer widmete ich mich zuerst und tunkte das Gebiss vorsichtig in den Eimer, fühlte immer wieder mit dem Finger, bis das Metall eine angenehme Temperatur hatte. Anschließend ging ich zurück zu dem Hannoveraner und versuchte erneut, ob Nightmare das Gebiss so annahm. So richtig glaubte ich nicht daran, aber manchmal fanden Pferde das Gebiss weniger schlimm, wenn es eine normale Temperatur hatte. Nach einem Versuch stand fest, dass mein Schützling nicht dazu gehörte. Auch mit warmen Gebiss und sanften Druck wollte sie das Metallding nicht annehmen. "Macht nichts, Kleines", tröstete ich das Pferdchen und verließ erneut die Box. Heute war ich nur am hin und her rennen.
Jetzt kam der zweite Eimer zur Geltung, darin befand sich etwas Honig. Ich steckte meine Fingerspitze in das süße gelbe Zeug und streckte dann meinen Finger über die Boxentür, um zu sehen, was Nightmare von Honig hielt. Etwas stürmisch kam Nightmare angedackelt und biss beinah in meinen Finger bei dem Versuch, den Honig von dem selben zu bekommen. Doch dann fand sie schnell heraus, dass sie nur von ihrer Zunge Gebrauch machen musste und mein Finger blieb verschont. "Na, dass scheint dir ja zu schmecken", stellte ich grinsend fest und tauchte wieder ab. Neben dem Honigeimer lag ein Pinsel, den ich jetzt wie zuvor meinen Finger in den Honig tauchte und vorsichtig das Gebiss damit einstrich.
Zufrieden mit meinem Werk tappte ich zurück zu Nightmare in die Box, achtete dabei darauf, dass das Gebiss mit dem Honig nirgendwo kleben blieb. Als der Geruch des süßen Zeugs der Stute in die Nase zog, war sie sofort zur Stelle und versuchte, an das Gebiss zu kommen. Schnell hielt ich es außer Reichweite, ordnete mich und die Trense ein wenig und hielt Nightmare dann das Gebiss unter die Nase. Als sie mit dem Abschlecken anfing, schob ich das Gebiss langsam Richtung Maul und diesmal nahm der Rappe das gelbe Metall bereitwilligst an und manpfte zufrieden. In der Zeit zog ich die Trense hoch und flink über ihre Ohren.
Anschließend wartete ich geduldig, bis sie den ganzen Honig - so viel hatte ich extra nicht drauf geschmiert - von dem Gebiss herunter bekommen hatte. Erst dann schien der Hanno zu registrieren, was sie da im Maul hatte und schüttelte sich unwillig. Aber sie bockte nicht übermäßig, es schien ihr nur ein wenig ungewohnt zu sein, aber nicht zwingend unangenehm. Sanft kontrollierte ich, ob das Gebiss im Maul richtig lag und klopfte Nightmare dann ordentlich. Die Stute stand etwas verloren in der Box, schien nicht so ganz zu verstehen, was sie jetzt mit dem Ding in ihrem Maul anfangen sollte. Ich redete beruhigend auf sie ein und schloss vorsichtig den Kehlriemen. Kleines Zucken, sonst nichts. Dann schloss ich ebenso behutsam den Nasenriemen. Den Sperrriemen hatte ich vorher abgemacht, denn brauchten wir im Moment nicht. Nightmare stand immer noch stocksteif und verwundert da, entspannte sich aber etwas, als ich sie lobend klopfte.
"So, das reicht auch schon für heute", entschied ich wenige Minuten später, öffnete geschwind die Riemen und zog Nightmare sanft die Trense vom Kopf. Das Gebiss rückte der Rappe eher zögerlich raus, aber irgendwann hatte ich wieder die komplette Trense in meiner Hand und hängte sie an die Boxentür, während ich Nightmare gleichzeitig ein Leckerli ins Maul schob. Das hatte sie sich redlich verdient. Mit ein bisschen Schmusen verabschiedete ich mich von der Kleinen, räumte dann die beiden Eimer weg und wuscha das Gebiss gründlichst ab, bis sich keine Restbestände von Honig mehr zeigten. Als das erledigt war, ging ich nochmal zu Nightmare und sagte ihr entgültig Tschüss, steckte ihr noch ein kleines Leckerli zu und ging dann anderen Pflichten nach.


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Das mit Remind Me hab ich mir schon gedacht, hab auch eben Davi deswegen gefragt und die war sich nicht sicher, hätte morgen euch mal danach gefragt, aber wenn du es jetzt schon gesagt hast, ist das natürlich noch besser xD

#4 RE: Auftrag Nightmare TS von Judith 17.04.2012 20:40

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17.4.2012
Dritter Bericht
Kleine Fortschritte

Ich hatte meinem Schützling 2 Tage Pause gegönnt und hatte nur ein bisschen Zeit mir ihr verbracht, damit sie sich an mich gewöhnte. Jetzt war ich gespannt, wie sie sich nach zwei Tagen Pause machen würden. "Hallo Kleine, na, ausgeschlafen?" Es war noch relativ früh morgens, also war meine Frage gerechtfertigt und auch wenn Nightmare jetzt nicht direkt eine Antwort gab, machte einen wachen Eindruck. "Das nehme ich mal als Ja" Lächeln wartete ich, bis Nightmare zu mir kam, was innerhalb von Sekunden passierte und liebkoste sie erst einmal ein bisschen, ließ meine Hände über sie gleiten, zerzauste ihre Mähne ein bisschen und klaubte Strohhalme aus dem Schweif.
"So, wir haben genug geschmust", entschied ich dann schließlich, griff nach der hinter mir bereit hängenden Trense. Nightmare beguachtete das gute Stück uninteressiert, in ihren Augen blitzte das Wiedererkennen. Also hatte sie schon mal kein Alzheimer oder anderweitigen Gedächtnisverlust. Ich stellte mich neben den Rappen, schnappte mir die Nase der Stute und zog die Trense langsam an. Als es an das Gebiss ging, stellte Night auf stur, sie schüttelte protestierend den Kopf und wollte das schon vorher von mir angewärmte Metall nicht annehmen. "Okey, kein Problem" Ich ließ die Trense wieder sinken und verschwand kurz aus der Box, um das Gebiss mit Honig zu beschmieren. Mal sehen, was Night heute dazu sagte.
Doch auch der Honig wollte dem Hanno heute nicht so recht schmecken, ich musste schon ein bisschen Druck anweden, um das Gebiss in das Maul des Jungpferdes zu bekommen, aber es ging doch recht problemlos. "Immerhin kein Rückschritt, wir treten eben ein bisschen auf der Stelle, das macht nichts" Sanft schloss ich alle Riemen und wartete, bis Nightmare den Honig komplett vernascht hatte, einen kurzen Kampf mit dem Gebiss ausfocht und dann gemütlich die Nase senkte und sich an meinem Arm schubberte. "Süße, warte, ich kratzte dich, aber das tut weh mit deiner Trense!", erklärte ich dem Hanno und schob ihren Kopf weg, kratzte dann einmal kräftig. Damit schien die Sache auch erledigt zu sein. Zufrieden griff ich nach dem Strick hinter mir und klipste ihn in den Trensenring. Vielleicht würde Nightmare das Gebiss in Zukunft etwas bereitwilliger annehmen, wenn sie entgültig verstand, dass es ihr nichts böses wollte.
Deshalb schob ich die Boxentür auf und lockte Nightmare heraus - was nicht schwer war, sie war viel zu neugierig, um einfach drin zu bleiben. Ich zupfte ganz leicht an dem Strick und gab direkt wieder nach. Nightmare setzte sich etwas unsicher in Bewegung und trippelte die Stallgasse entlang, ich wurde noch etwas langsamer, um auf einer Höhe mit ihr zu sein und klopfte ihr ausführlich und lobend den Hals, während wir weiter liefen. Das schien dem Rappen etwas Sicherheit zu geben, ihre Schritte wurden ein bisschen ausgreifender und sie blickte sich interessiert um, wiehrte einmal schrill. "Och Süße, nicht in mein Ohr", grinste ich und führte Nightmare weiter bis zum Ende der Stallgasse. Dort begann jetzt der etwas schwierigere Teil, bis jetzt hatten wir die Trense mehr spazieren geführt, jetzt musste ich ein bisschen auf den Hanno einwirken, um ihm begreiflich zu machen, dass ich wenden wollte. Ich selber machte erst einmal einen Bogen und zupfte gleichzeitig an dem Strick. Nightmare schaltete jetzt auf stur, sie wollte wohl lieber aus der Stallgasse heraus und schritt weiter gerade aus. Das brachte die Trense zwangsläufig dazu, sich bemerkbar zu machen, denn der Strick war jetzt gespannt und ein kleiner Zug ließ sich nicht vermeiden. Ich ging einen mini schritt rückwärts, um den Strick zu lockern und zupfte dann nochmal aufmunternd dran. "Komm, große, rum!" Dazu drückte ich ein bisschen gegen Nightmares Seite und endlich endlich endlich bewegte sich das Stütchen in die richtige Richtung und ging brav mit mir zurück zu ihrer Box. Dort nahm ich sofort die störende Trense ab, stopfte Nightmare mit Leckerlis voll, knuddele ein wenig mit der Stute und ließ sie dann alleine. Sie hatte sich ihren Feierabend verdient.

#5 RE: Auftrag Nightmare TS von Nina 28.04.2012 00:50

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So ausfühliche Jobberichte hab ich noch nie gesehen O.O
Es ist toll das du dich da so reinhängst und auch das du deine eigene Art hast die Job-Beris zu schreiben.

#6 RE: Auftrag Nightmare TS von Nina 23.05.2012 18:39

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Judith ich bräuchte Night bald zur Zucht, wär gut wenn du sie bis zum 1.06. fertig hättest.
Ich weis es ist spät und du musst das auch nicht schaffen, wenn nicht dann verschieb ich die Zucht halt auf nächsten Monat ;)

#7 RE: Auftrag Nightmare TS von Judith 23.05.2012 20:07

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Ich kann gar nicht kürzer schreiben -.- Das is ja genau mein Problem :S :P Danke :)
Ich versuche es auf jeden Fall, aber versprechen kann ich nichts - man merkt ja vielleicht, dass ich im Moment viel um die Ohren habe ;)

23.5.2012
Vierter Bericht
Vorwärts

Heute kümmerte ich mich wieder um Night und ihre Gewöhnung an die Trense. Das Stütchen hatte sich schon ziemlich an mich gewöhnt und ließ sich zu einem leisen Brummeln verleiten. Auch wenn ich in letzter Zeit nicht viel mit ihr gearbeitet hatte, so hatte ich doch jeden Tag ein bisschen Zeit mit ihr verbracht, damit sie mir ihr Vertrauen schenkte und uns alles etwas leichter fiel.
"Hallo Dickerchen", begrüßte ich die Rappstute und klopfte ihr liebevoll den Hals. "Nett, dass du mich so leibevoll begrüßt" grinste ich dann und schob ihren Kopf weg, sie fing nämlich an, mein T-Shirt zu besabbern. Und das fand ich dann doch nicht so lecker. "Lust, ein bisschen was zu tun?", fragte ich lachend, verbrachte aber erst einmal ein paar Minuten damit, sie zu streicheln, ihr den Staub aus dem Fell zu klopfen und die Strohhalme aus Mähne und Schweif zu entfernen. Sie richtig zu bürsten hatte ich gerade keine Lust, auch wenn ich das die letzten Wochen statt arbeiten öfters gemacht hatte. "So, jetzt bist du immerhin wieder ein bisschen sauberer" informierte ich das Pferdchen, griff dann hinter mich und zauberte die Trense hervor. Night betrachtete diese gleichgültig, zuckte nicht der Wimper und wollte auch nicht schnuppern. Trense war uninteressant geworden.
Ich versuchte das Gebiss ins Maul kriegen heute mal sanft ohne Honig, denn ewig wollte ich der Stute keinen Honig um den Bart - oder besser gesagt aufs Gebiss - schmieren. Also übte ich sanften Druck auf ihr Maul aus, werkelte geschickt mit dem Daumen herum und ehe Night irgendwie etwas machen konnte, kaute sie schon hektisch auf dem Gebiss herum. Aber als sie merkte, dass es das doch schon ein bisschen vertraute Gebiss war, beruhighte sie sich wieder einigermaßen und ich konnte die Trense über die Ohren ziehen und die Riemen schließen. Wunderbar.
Ich ließ dem Stütchen Zeit, sich wieder an die Trense zu gewöhnen, dann öffnete ich die Boxentür und führte Nightmare auf die Stallgasse hinaus. Der Rappe folgte mir brav und am durchhängenden Zügel, das war also soweit kein Thema. Ich musste keinn Druck auf die Trense ausüben und Night spürte praktisch gar nichts von der Anwesenheit des guten Stücks.
Doch als wie beim letzten Mal die böse Kurve kam, wurde es dann doch etwas problematischer. Wieder drehte ich mich zuerst und zupfte dann ganz sanft am Zügel. Night machte einen kleinen Schritt nach vorne, merkte dann, das sie sich drehen musste, wenn sie mir hinterher wollte und man konnte einige Sekunden wirklich sehen, wie es hinter ihrer Stirn rattere, als sie überlegte, ob sie jetzt wirklich mit mir da lang gehen wollte. Zum Glück fiel die Entscheidung offenbar zu meinen Gunsten aus, denn als ich erneut leicht am Zügel zupfte, bewegte sie sich langsam und wendete auf der schmalen Stallgasse mehr oder weniger geschickt. Ich war froh, nicht viel Druck ausüben zu müssen, zupfte nur noch einmal am Zügel, als Night neben mir stand und wir uns wieder in Bewegung setzen und dann gingen wir den ganzen "langen" Weg zurück zu Nights Box, ohne dass ich nochmal auf sie Einwirken musste.
Zurück in der Box nahm ich ihr die Trense ab, belohnte sie mit viel Schmusen & Knuddeln und auch ein paar Leckerbissen und fuhr jetzt doch mit der Kardätsche über ihr Fell, dass sie wenigstens ein bisschen sauberer war. Schließelich verabschiedete ich mich mit einem kleinen Klaps von der holden Dame und ging meine Wege.


#8 RE: Auftrag Nightmare TS von Nina 23.05.2012 20:21

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Ja man merkts, desswegen will ich dich ja auch nicht hetzen, übrigens DANKE das du schonmal weiter gemacht hast ;D
Find ich toll wenn jemand so fleißig ist ;)

#9 RE: Auftrag Nightmare TS von Judith 25.05.2012 22:49

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25.5.2012
Fünfter Bericht
Zicke

Ich hatte Night gestern wieder einen Tag Pause gegönnt, sie nur gründlich geputzt und wollte heute mit dem an die Trense gewöhnen weiter machen. Würde es weiter so gut laufen, würde ich bald mit dem Sattel anfangen können. Nightmare hatte heute kein Brummeln für mich übrig, ließ sich aber gerne streicheln und ich nahm mir die Zeit, sie gründlich zu putzen, denn sie war ziemlich dreckig. Erst als ich damit fertig war, holte ich die Trense hinter meinem Rücken hervor und wagte mich mit dem Gebiss in Richtung von Nights Maul. Das Stütchen schien eher weniger Lust zu haben, aber dank meines Daumens kriegte ich das Gebiss da hin, wo es hingehörte. Langsam schloss ich alle Riemen und gab Night die Zeit die sie brauchte, um sich wieder mit dem Metall zu arrangieren. Ich wärmte das gute Stück immer noch vor der Arbeit mit der Stute an, um es ihr leichter zu machen und so dauerte es auch heute nicht sehr lange, bis sie das hektische Kauen einstellte und mich gelangweilt anstupste. Also schnappte ich mir ihre Zügel und verließ wie so oft schon die Box.
Night folgte mir brav und freute sich sichtlich, dass ich heute mal einen längeren Weg einschlug und die Stallgasse verließ. Draußen lockte natürlich direkt das Gras und alles und Night begann, mich überall hinzuzerren. Auch wenn ich es eher ungern tat, hielt ich dagegen. Ich hatte keine Ambitionen, zu großen Druck auf die Trense auszuüben, musste ich doch zusehen, dass ich Night von dem Gras weg hielt und wieder Richtung Stallgasse befördert bekam. Das Stüchen hatte etwas andere Pläne und so wurde ich immer energischer, bis die Zicke sich endlich beruhigte, nachgab und mir wieder auf die Stallgasse folgte.
Immerhin hatte mein energischeres Einschreiten sie nicht komplett sauer gemacht und sie schien auch den Druck auf die Trense nicht allzu schlimm gefunden zu haben. Trotzdem war ich erleichtert, als ich sie wieder in die Box stellen konnte und ihr die Trense auszog. Ein kleines Leckerli verschwand in ihrem Maul und ich lobte sie kurz, auch wenn zufrieden vielleicht etwas anderes war. Dann verabschiedete ich mich von ihr und ging das Gebiss abwaschen.

#10 RE: Auftrag Nightmare TS von Judith 27.05.2012 13:25

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27.5.2012
Sechster Bericht
Guter Tag


"Dickes Pferdchen!" Auf meinen Ruf hin schoss Nights Kopf aus der Box heraus und ich trat lachend zu ihr hin, klopfte ihren Hals. "Da hat aber jemand ein verzerrtes Selbstbild. Du bist nicht dick!" erklärte ich dem Stütchen und betrat ihre Box. Ein bisschen Schmusen, ein bisschen Putzen, ein bisschen Erzählen - so sah die erste halbe Stunde bei Night aus. Und ich muss sagen, dass ich das sehr genoss. Night war eine tolles Pferdchen und es machte Spaß, mit ihr zu arbeiten - auch wenn sie vorgestern etwas zickig gewesen war. Das Gras hatte eben gelockt.
Nightmare ließ die Liebkosungen freudig über sich ergehen und gab mir auch einiges zurück, sabberte an mir herum und drückte ihre Dickkopf gegen meinen Bauch. Juhu! Als wir dann unserern Kuschelbedarf gedeckt hatten und ich Night auch ein bisschen gesäubert hatte - vor allem am Kopf wegen der Trense - nahm ich das gute Stück in die Hand und schob Night das Gebiss ins Maul. Das ging auch wirklich schon ohne große Probleme, ich schien alles richtig mit der Gewöhnung gemacht zu haben. Ruhig schloss ich alle Riemen und lobte Night dann kräftig. Langsam aber sicher arrangierte sie sich wirklich gut mit der Trense, zuckte nicht mehr wenn ich die Riemchen schloss, blieb immer brav stehen beim Trensen und versuchte auch nicht, das Gebiss los zu werden. "Du bist eine ganz Tolle", lobte ich sie, fuhr zärtlich mit den Händen unter ihre Mähne und streichelte ihren Hals.
Schließlich zog ich ihr die Zügel über den Kopf und verließ die Box. Night folgte mir brav, immer schön auf einer Höhe aber nie vor meiner Schulter. Gutes Pferdchen. Genau aus diesem Grund hatte ich zwischendrin eine gute Portion Bodenarbeit statt Trensentraining gemacht. So hatten wir die Rangordnung geklärt, Night hatte Vertrauen zu mir und damit hatten wir eine super Grundlage für das weitere Training.
Der Weg bis nach draußen ließ unkompliziert am durchhängenden Zügel ab. Als es dann aber nach draußen ging, ging der Kopf von Night direkt etwas mehr in die Höhe, sie wurde etwas schneller. Als wäre das eine Bodenarbeitsübung blieb ich stehen, wartete, bis der kleine Ruck an der Trense Night auch zum Stehen veranlasste und schob dann den Hannoveraner ein bisschen rückwärts, bis sie wieder hinter mir stand. Die Zügel fasste ich etwas kürzen und machte dann einen erneuten Versuch, weiter zu gehen. Als Night sich an mir vorbei drängeln wollte, wehrte ich sie mit dem Arm ab, was sie auch zu verstehen schien. Zusätzlich schritt ich unverdrossen vorwärts, ließ nicht zu, dass Night zu dem Gras hin abdriftete und war zufrieden, dass Night gut auf den leichten Druck auf ihr Maul reagierte und sich nicht aufregte. Wir drehten draußen eine ganz kleine Runde, es wurde mit jedem Schritt entspannter und kurz bevor wir die Stallgasse erreichten, folgte Night mir wieder brav wie am Anfang am durchhängenden Zügel. Perfekt. Der Weg zurück zur Box war dann wirklich nur noch ein Kinderspiel.
Zurück in ihrer Behausung zog ich der Stute die Trense aus, fütterte sie mit Leckerlis und verbrachte noch etwas Zeit mit ihr. Würde das beim nächsten Mal wieder so gut klappen, würde ich mich allmählich mit dem Sattel beschäftigen. Zufrieden mit dem Rappen und mir verabschiedete ich mich von Night und verließ dann die Box.

#11 RE: Auftrag Nightmare TS von Judith 31.05.2012 20:57

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31.5.2012
Siebter Bericht
"Was ist das da auf meinem Rücken?"

Es war schönes Wetter und aus diesem Grund durfte ich Night heute von der Weide anfangen. Was für ein Glück, dass der Hannoveraner mittlerweile recht gut auf meine Stimme hörte und ich nicht wie blöd über die ganze Weide laufen konnte, sondern rufen und dann bequem warten, bis die Stute bei mir war.
Als erstes halfterte ich Night auf und brachte sie in den Stall. Die Stute lief brav neben mir her, schielte noch nicht mal Richtung Gras - ich hatte in den letzten Trensenfreien Tagen nochmal intensiv Gehorsamkeitstraining gemacht und auch geübt, der Grasversuchung zu wiederstehen.
In der Stallgasse angebunden band ich Night sorgfältig fest und putzte sie dann über. Besonders Wert legte ich auf Sattellage und Kopf - je nachdem wie es heute laufen würde, kamen wir vielleicht sogar noch bis hin zum Satteltraining.
Bald war Nightmare sauber und ich konnte sie trensen. Das Stütchen regte diese Prozedur gar nicht mehr auf, sie akzeptierte das Gebiss wiederstandslos und schien bald zu vergessen, dass es das Ding in ihrem Maul überhaupt gab. Wir drehten eine lockere Runde um den Hof und auch wenn ich mehrmals sanften Druck auf die Zügel und damit auf das Gebiss ausüben musste, blieb Night ruhig und entspannt, wenn auch sehr neugierig. Aber sie hatte es geschafft, sie hatte es wirklich gelernt!
Zufrieden kehrten wir in die Stallgasse zurück, ich nahm Night die Trense ab und halfterte sie wieder auf. Augenblicklich begann die Stute zu dösen. Perfekte Voraussetzungen.
Spontan raste ich in die Sattelkammer und schnappte mir eine Schabracke, legte sie vorsichtig auf Nights Rücken und strich sie sanft glatt. Der Rappe erwachte aus ihren Träumen, sah sich neugierig um und spannte sich ein bisschen an, blieb aber stehen, ohne sich aufzuregen. Eine Schabracke auf dem Rücken zu haben war ja auch noch nicht so schrecklich schlimm. Ich lobte Night, steckte ihr ein kleines Möhrchen zu und als sie sich völlig entspannt hatte, nahm die Schabracke wieder runter, verschwand erneut in der Sattelkammer.
5 Minuten später stand ich mit einem Westernpad in der Hand wieder vor der Stute. Das Pad war ein bisschen schwerer als die Schabracke und der letzte Schritt für heute war, Night auch das Westernpad zu zeigen. Zwar würde sie wahrscheinlich nicht Western ausgebildet werden, aber so konnte sie sich schon mal an etwas mehr Gewicht auf ihrem Rücken gewöhnen. Zuerst zeigte ich der Stute das Pad. Ein bisschen schnuppern, einmal probeweise reinbeißen - unterinteressant. "Klar, friss es auf!", grinste ich, nachdem Night ihre Zähne in das Ding gehauen hatte. Aber da es uninteressant war, blieb das arme Pad verschont. "Schmeckt nicht, hm?", fragte ich lachend und ging langsam Richtung Rücken nach hinten.
Night verdrehte etwas ihren hübschen Kopf, um mich im Auge zu behalten. "Alles ist gut, Mädchen", murmelte ich leise und hielt das Pad über ihren Rücken. Keine Veränderung bei Night bemerkbar. Langsam legte ich das Pad ab. Die Stute zuckte zusammen, blähte die Nüstern und blieb stocksteif stehen. "Ruhig", murmelte ich leise. Night sah mich an nach dem Motto "Was ist das da auf meinem Rücken?" Das Pad war wohl doch deutlich gewichtiger als sie und ich angenommen hatten. Sanft streichelte ich den Hals der Stute, massierte ihn und wanderte dann hoch zu ihrem Kopf, massierte den Ohrenansatz. Schon bald entspannte Night sich sichtlich und es dauerte nicht lange, bis die Ohren entspannt baumelten und Night leicht die Augen schloss. Ich klopfte ihr lobend den Hals, steckte ihr wieder ein Möhrchen zu und entfernte dann meine Hände von ihrem Körper. Night öffnete die Augen wieder, blieb aber entspannt. Ich lobte sie erneut, nahm dann das Pad von ihrem Rücken und brachte es wieder weg.
Da es für heute genug war, putzte ich den Hannoveraner nochmal, kratzte die Hüfchen aus und stopfte Night dann noch mit einem Apfel voll. Zum Schluss gabs noch ein bisschen Knuddeln gratis und ich brachte Night wieder auf die Weide - den Feierabend hatte sie sich verdient.

#12 RE: Auftrag Nightmare TS von Nina 01.06.2012 22:41

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Richtige Fortschritte, Toll. :D

#13 RE: Auftrag Nightmare TS von Judith 24.08.2012 18:17

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24.8.12
Achter Bericht
Es geht voran

Ein neuer Tag wartete auf mich und das hübsche Hannoveranerstütchen Nightmare. Man sollte es nicht glauben, aber ich hatte das Dickcherchen richtig ins Herz geschlossen, war die letzen Monate ständig bei ihr gewesen und hatte mir viel Zeit für sie genommen. Wir hatten immer weitere, kleine Fortschritte gemacht, aber im Wesentlichen hatte ich alte Sachen gefestigt. Nightmare war nicht das erste Pferdchen was ich ausbildetete und ich hatte die Erfahrung gemacht, dass es Pferden gut tut, wenn man ein paar Monate lang mal nur auf der Stelle trampelt. Vor allem da es vorher richtig rasch vorwärts gegangen war. So hatte ich mit der Rappstute lange, ausgedehnte Spaziergänge an der Trense unternommen, nebenbei schon mal ein bisschen die Straße einfließen lassen - aber nur so weit, dass sie Night keine Angst einjagte - hatte weiter das "Du darfst nicht fressen wenn es dir nicht erlaubt wird, es sei denn du stehst auf der Weide" mit ihr geübt, ihr in regelmäßigen Abständen das Pad auf den Rücken geladen, ein bisschen Scheutraining gemacht und die letzten Wochen hatte ich es sogar gewagt, meinen Schützling ein paar Schrittchen mit Pad zu führen. Das war auch heute wieder dran, aber wenn Night sich weiter so gut anstellte, konnte ich morgen schon was neues ausprobieren.

Aber zuerst einmal langsam anfangen. Night graste seelenruhig auf der Weide, aber ich sie leise rief, kam sie sofort angedackelt. Sie war wirklich süß. Ganz brav ließ sie sich aufhalftern und ich brachte sie auf die Stallgasse. Zwar war es mehr als nur schönes Wetter genug um draußen zu putzen, aber ich hatte lieber etwas Ruhe mit der Kleinen und am Putzplatz war ziemlich viel los. Night wehrte sich auch nicht dagegen, ließ sich in der Stallgasse ohne Aufregung anbinden und genoß es, dass ich anfing sie zu putzen. Langsam begriff der Hannoveraner, dass Putzen eigentlich eine schöne Massage war und auch wenn sie sich nie dagegen gewehrt hatte, hatte man jetzt so langsam den Eindruck als würde es ihr auch gefallen, denn sie fing sofort an zu dösen.
Erst als ich ihr an die Hufe musste unterbrach sie etwas widerwillig ihren Halbschlaf und sah mich vorwurfsvoll an. "Mecker nicht rum, freu dich lieber, dass ich dir das komplette Putzprogramm hab zukommen lassen und das ich nicht nur deine Hufe, dein Gesicht und deine Sattellage geputzt habe" schimpfte ich angesichts der beleidigten Leberwurst. Night beeindruckte meine Großzügigkeit wenig, sie sah weiter eingeschnappt die Wand an. "Jaja, sei du nur beleidigt",brummelte ich und entfernte mich nach dem Säubern des letzten Hufes Richtung Sattelkammer, um das obligatorische Pad zu holen.
Für das Pad hatte Night keinen Blick mehr ürbig, das kannte sie mittlerweile schon gut genug. Zufrieden legte ich ihr dasselbige auf den Rücken und zog sanft den mitgebrachten Longiergurt fest, damit das Pad auch hielt. Night interessierte das alles kein Stück, erst als ich sanft an ihrem Strick zupfte kam wieder Bewegung in den jungen Hüpfer und gemeinsam schritten wir die Stallgasse entlang. Dabei beobachtete ich Night intensiv, aber die Stute zeigte keinerlei Bewegungseinschränkungen. Sie schritt munter und locker neben mir her, als gäbe es das Pad gar nicht. "Super, Süße!", flüsterte ich leise und führte Night aus dem Stall heraus Richtung Sattelkammer. Bevor ich mit dem Sattel anfangen würde wollte ich mir sicher sein, dass Night so weit war.

Aus der Sattelkammer besorgte ich flink Longe, Kappzaum und Peitsche, dazu Gamaschen. Night wartete derzeit geduldig bei Davi, die praktischerweise vorbei gekommen war und sich erbarmt hatte, das Stütchen kurz festzuhalten. Zu faul, um wieder in die Sattelkammer zu entschwinden brachte ich Night zum Putzplatz. Davi sah mich aufmerksam an. "Ihr seht schon weit aus" "Wir machen Fortschritten", grinste ich. "Kannst du so lieb sein und mir eben meine Handschuhe holen? Ich hab die volkommen vergessen" Natürlich konnte Davi und so widmete ich mich in aller Ruhe Night. Legte ihr sanft Gamaschen, die sie auch schon teilweise gewöhnt war, an. Tauschte Halfter gegen Kappzaum. Klipste die Longe in den Kappzaum. Zog mir die Handschuhe über die Finger. "na dann wollen wir mal sehen, Süße", flüsterte ich leise. Davi hatte mir auf meinem Wunsch auch noch Nights Trense und Dreiecker gebracht. Wenn die Stute den Kopf zu hoch oben tragen würde, musste ich eben etwas umdisponieren. Zwar hatte ich Night auch schon so longiert und sie hatte ihren Weg nach unten einigermaßen gut für ihr Alter gefunden, aber mit Pad war nochmal mehr Ablenkung da und ich wollte nicht riskieren, dass Night sich an die falsche Kopfhaltung gewöhnte.
Im Roundpen angekommen schickte ich Night mit einem deutlichen "Raus", nach außen und gab ihr genügend Longe. Immerhin schlug ich nun zwei Fliegen mit einer Fliege, konnte mit Night das manchmal noch etwas holperige longieren üben und gleichzeitig feststellen, ob die Kleine wirklich bereit für den Sattel war. Im Schritt war das alles kein Problem, Night schritt munter vorwärts, reagierte sogar ein bisschen auf meine deutlichen Impulse mit der Longe, wenn sie langsamer werden sollte und ließ auch den Kopf halbwegs unten. "Hier stört das Pad wohl nicht", stellte ich fest , ließ Night aber natürlich noch weiter im Schritt laufen, bis sie etwas wärmer war. Erst dann schnalzte ich mit der Zunge, sagte laut und deutlich "Trab" und sah zufrieden zu, wie der Hanno sich in Bewegung setzte.
Zunächst eierte der Rappe etwas umher, suchte nach Gleichgewicht und schien sich etwas an dem Pad zu stören, aber nach ein paar Runden wurden ihre Bewegungen flüssiger, ihr Trab raumgreifender, ihr Kopf ging wieder etwas nach unten - sie brauchte ihn nicht mehr zum ausbalancieren - und das ganze Pferd entspannte sich. Von Runde zu Runde wurde es besser und besser, bis ich den Eindruck hatte, dass das Pad kein Hindernis mehr darstellte. So schwer war es ja auch eigentlich gar nicht, aber ich konnte schon verstehen, dass Night sich etwas schwer tat. Es gab eben Pferde, denen das viel machte und solchen, denen es weniger machte. Und Night war bei der Trense eine von der schnellen Sorte gewesen, da war es vällig legitim, dass sie für das Gewicht auf ihrem Rücken mehr Zeit brauchte.
Als es sich soweit eingespielt hatte, wechselte ich auch mal die Hand und spielte ein bisschen mit dem Tempo. Night neigte vor allem zu einer etwas überhöhten Geschwindigkeit, was es immer wieder zu kontrollieren gab. "Ich denke, es wird richtig Spaß machen, dich irgendwann mal zu reiten", sinnierte ich leise und hoffte, dass ich vielleicht beim Einreiten helfen konnte. Night war mir ans Herz gewachsen.

Im Trab klappte es mittlerweile auf beiden Händen und auch das Tempo war ok, also ging ich langsam in die Galopparbeit über. Hier tat Night sich Anfangs wieder ziemlich schwer, galoppierte sehr komisch, weil sie ein paar Probleme mit allem hatte, aber sie fing sich recht schnell wieder und zeigte ihre traumhafte Galoppade. Ich achtete darauf, die Stute nicht zu schnell werden zu lassen, wechselte auch einmal brav die Hand und ließ Night dann noch etwas austraben. Für heute reichte es mit der Arbeit, morgen würde es anstrengend genug werden. Also nahm ich Night das Pad vom Rücken, nahm die Gamaschen ab machte jetzt doch von der Trense Gebrauch. Den nicht mehr benötigten Kappzaum legte ich mit dem Pad und den Gamaschen sowie der Longe, der Peitsche und meinen Handschuhen auf die Bande. Die würde ich gleich weg räumen.

Zum Abschluss des Tages und zum Trocken werde drehte ich eine kleine Runde mit Night durch den Wald. Die Stute hibbelte zwar ganz gut, ließ sich aber immer wieder bereitwillig in ihre Schranken weißen. Sie wusste mittlerweile genau, wie weit sie gehen durfte. Wieder zurück auf dem Hof putzte ich meinen Schützling nochma kurz über, steckte ihr einen Apfel zu und ließ auch das tägliche Schmusen nicht ausfallen. "Hast du heute wieder mal super gemacht, ich bin sehr stolz auf dich!", flüsterte ich zum Abschied, gab Night noch einen liebevollen Klaps und widmete mich dann ihrer Ausrüstung, die dringend weggeräumt werden wollte. Morgen war auch noch ein Tag mit Night.

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Soorryy für die lange Pause, es hat einfach zeitlich nicht gepasst... -.- hoffe ist ok so, sonst kannst du ruhig meckern ;)

#14 RE: Auftrag Nightmare TS von Judith 27.08.2012 21:12

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27.8.12
Neunter Bericht
"Hallo Sattel, wer bist denn du?"

"Dickerchen!" gut gelaunt rief ich das Stütchen, dass wenige Meter von mir entfernt graste zu mir heran. Erstaunlicherweise hörte Night sogar auf den Namen Dickerchen. "Na Kleine, bist du auch mit den normalen Problemen von Frauen gesegnet und fühlst dich zu dick oder warum reagierst du auf den Namen?", grinste ich, gab der Kleinen aber zur Begrüßung ein Leckerli damit sie noch dicker wurde und stülpte ihr dann das Halfter über den Kopf. Es machte mich immer noch glücklich und auch stolz, dass Night so tolle Fortschritte machte und die Trense mittlerweile als normalen Teil ihres Lebens akzeptierte, so wie sie es auch mit dem Halfter machte. Es würde mir schwer fallen, die Stute bald wieder zu verlassen, aber soweit ich wusste, war sie zur Zucht eingeplant. Und für mich würde es ein neuen Pferdchen geben, dem ich mein Herz schenken konnte.

Routiniert hatte ich Night wie immer auf der Stallgasse angebunden und fing nun an, sie zu putzen.Dabei dachte ich nach. Für mich hatte es auch durchaus einen großen Reiz, mir bald mal ein eigenes Jungpferd oder Fohlen zu kaufen, auch wenn daran im Moment wegen Bad Romance nicht zu denken war. Er forderte all meine Aufmerksamkeit. "Ich bin froh, dass ich dich habe, Night", flüsterte ich leise. Die gelehrige junge Stute war irgendwie ein Geschenk des Himmels. Die letzten Tage hatte ich doch noch nur mit Pad longiert und wollte mich erst heute mit Night an den Sattel wagen.

Bald war das Putzen erledigt. Der Hanno machte wie immer einen sehr entspannten Eindruck und da das Longieren die letzten Tage wirklich sehr gut geklappt hatte, sprach heute nichts mehr gegen den Sattel. Natürlich hatte die junge Stute noch keinen eigenen, aber Nina hatte mir einen anderen Sattel gegeben, von einem ehemaligen Pferd, der zwar kein Hanno gewesen war aber ungefähr Nights Größe und Statur hatte. Perfekt für meine Zwecke also. Ich kontrollierte noch einmal genau, ob die Sattellage wirklich frei von auch kleinen Dreckpartikeln war. Als das sicher gestellt war, nahm ich die schon bereit gelegte Schabracke in einem zugegeben etwas hässlischem Gelb - aber hauptsache sie erfüllt ihre zwecke - zur Hand, legte sie auf Nights Rücken und strich sie glatt. Für die Hannodame bedeutete das kein großes zusätzliches Gewicht, sie zuckte nur einmal ganz kurz und fast unmerkbar, stand aber weiter brav still und entspannt da. Zufrieden streichelte ich ihren Hals, lud mir dann den Sattel auf die Arme und trat nach vorne an Nights Kopf. Ich ließ die Stute das neuartige Ding beschnuppern, auch mal probehalber reinbeißen wie in eigentlich alles, was ich ihr bis jetzt neu gezeigt habe, und ging dann in einem großen Bogen zu ihrem Rücken, stellte dabei sicher, dass Night mich beobachten konnte, was sie auch tat. Ich hatte ihre Neugier geweckt. Langsam und vorsichtig blieb ich neben dem Widerrist stehen, hob langsam den Sattel höher. Als der Sattel sie berühte, spannte Night sich an, ließ aber stocksteif geschehen, dass ich den Sattel ganz auf sie absenkte - natürlich etwas weiter vorne als normal und dann vorsichtig nach hinten zog. Noch trug ich einen Teil des Gewichts des Sattels und trotzdem war Night angespannt wie nie, deshalb nahm ich den Sattel nochmal weg, massierte das Stütchen bis sie sich mehr entspannte, laberte beruhigend auf sie ein und versuchte es dann nochmal. Ein bisschen weniger angespannt war Night dann wirklich und ich riskierte es einfach und nachdem der Sattel in seiner normalen Position war, ließ ich das Gewicht ganz auf Nights Rücken ab.

Die Stute war gerade echt eine Mischung aus lustig und mitleiderweckend anzusehen, wie sie mit verwirrtem Gesicht und hart wie ein Brett in der Stallgasse stand und nicht traute, sich zu bewegen. Ich trat an ihren Kopf heran, gab ihr ein Leckerli, dass sie ganz vorsichtig zerkaute, massierte ihren Ohrenansatz und wanderte dann den Hals herunter, bis ihre verspannten Muskeln sich unter meinen Fingern zu locker begannen. Irgendwann, nach einer schier endlosen Zeit hatte ich dann wieder das gewohnt entspannte Pferd unter mir und atmete erleichtert auf. Erste Hürde geschafft. Einen kleinen Schritt wollte ich heute noch weiter gehen. Also ging es wieder zurück zum Sattel, ich fummelte vorsichtig die Schabracke fest, angelte dann nach dem Sattelgurt, wo bei ich peinlichst darauf achtete, dass der Gurt nicht gegen ihre Beine schlug. Dann, ganz sanft, zog ich den Gurt etwas stramm und zog ihn ins erste Loch, wo er noch ganz locker war. Night rührte sich nicht. Sanft zog ich noch etwas weiter, bis der Gurt in drittem Loch und damit schon recht gespannt und Night wieder angespannt war. Also nahm ich mir wieder Zeit, sie zu entspannen und zu beruhigen und zog erst dann noch ein Loch enger, bis der Gurt auf Reitenge war. Wieder einmal hieß es danach Night entspannen, was aber dieses Mal recht schnell ging. Langsam arrangierte das Hannodämchen mit dem Sattel und ich war sehr zufrieden mit ihr und stopfte ihr erst einmal ein Leckerli ins Maul, bevor ich nach ihrem rechten Vorderbein griff und es vorsichtig nach vorne zog, es dann abstellte und das gleiche mit dem anderen Bein wiederholte. Sollte der Hanno sich mal besser direkt mal dran gewöhnen, denn eigentlich macht man das so nach dem aufsatteln, um Falten vorzubeugen und das Pferd dazu zu zwingen, noch etwas Luft abzulassen. Mir war zwar klar, dass das nicht jeder Reiter so handhabte, aber das als selbstverständlich zu betrachten konnte für Night nur Nutzen bringen.

Ich hatte gerade wieder ein tiefenentspanntes Pferd vor mir, das sich auch nicht aufregte, als ich den Gurt noch ein Loch enger machte und deshalb wollte ich noch eine klitzekleine Sache riskieren, wirklich das Letzte für heute. Ich löste Nights Strick vom Anbindehaken, zupfte leicht daran. Night zögerte. "Komm, Süße, Vertrau mir", säuselte ich und tatsächlich machte die Stute einen kleinen Schritt in meine Richtung. "Du läufst wie auf rohen Eiern!", grinste ich. Night bewegte sich wirklich nicht sehr elegant, der Sattel störte bei der Bewegung wohl gerade etwas. "Nun kaum", lockte ich weiter und zupfte noch mal. Gaaanz langsam und gaaaanz vorsichtig schlichen wir die Stallgasse entlang, ich unanblässig auf das Pferd auf meiner Seite einquatschend, dieses schwer damit beschäftigt möglichst blöd auszusehen. Die Wendung am Ende der Stallgasse forderte nochmal allerhöchste Konzentration, aber danach hatte ich das Gefühl, dass es etwas besser wurde. Zwar war Night noch Meilen entfernt von ihrem gewohnten entspannten und schönem Gang, aber die rohen Eier schienen sich langsam in gekochte zu verwandeln, sie entspannte wieder mehr und ging nicht mehr ganz so, als fürchtete sie, dass das Gewicht des Sattels sie jeden Moment erdrücken könnte.

Trotztdem war ihrem Pferdegesicht so etwas wie Erleichterung anzusehen, als wir ihre Box wieder erreichten, ich sie festband und mich an ihrem Sattel zu schaffen machte. Sanft löste ich den Gurt, dann die Schabracke vom Sattel und entfernte dann den Sattel von ihrem Rücken. "Besser?", fragte ich grinsend, legte den Sattel ab und legte die kurz danach abgenommene Schabracke direkt auf den Sattel drauf. Das würde ich später wegräumen. Erst einmal wurde Night ausführlich belohnt und beschmust, ich putzte noch einmal ihr doch etwas von Sattel und Schabracke aufgerauhtes Fell, suchte auch vorsichtshalber nach nicht vorhandenen Druckstellen, und beschmuste meinen Schützling dann noch ein bisschen weiter. "Du bist echt toll, Night" flüsterte ich leise, schob ihr noch einen Apfel zu und brachte sie dann auf die Weide - wieder im gewohnten Tempo, im gewohnten schwungvollen Gang und mit gewohntem Temperamt. Denn ein bisschen Tänzeln konnte sich die Dame nicht verkneifen. Seufzend entließ ich sie auf die Weide, räumte dann ihre Ausrüstung und den Putzkasten weg und freute mich jetzt schon mal auf das nächste Training mit der Rappdame.

#15 RE: Auftrag Nightmare TS von Judith 28.08.2012 19:49

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28.8.12
Zehnter Bericht
Überraschung

Gähnend streckte ich mich. Nachdem mich gerade Bad Romance fertig gemacht hatte, durfte ich mich nun mit Night rumschlagen. Nur das Night um einiges weniger Probleme machen würde, auch wenn sie sich gerade erst an den Sattel gewöhnte. Da es heute nieselte, stand die hübsche Stute in ihrer Box und döste. Erst als ich leise ihren Namen rief, hob sie den Kopf und brummelte kurz, döste dann weiter. Ich war wohl nicht mehr so richtig interessant. Grinsend betrat ich ihre Box, halfterte sie auf und führte sie raus auf die Stallgasse. Die Stute trippelte ein bisschen und wollte schneller als ich. Seit sie an die Trense gewöhnt war und wir aus diesem Grund keine ellenlangen Spaziergänge mehr unternahmen, schien ihr echt etwas zu fehlen. "Wenn es gleich aufhört zu nieseln, drehen wir noch eine kleine Runde draußen vor dem Satteltraining", versprach ich dem Hanno, während ich ihre leichte Stalldecke abnahm und mit dem Putzen begann. Zwar war Nightmare durch die Decke an der Sattellage nicht dreckig, sondern staubte nur ein bisschen, aber auch ihre Beine und ihr Kopf sowie das Langhaar wollten gepflegt werden und auch so gehörte das Putzen zu unserem Ritual. Ohne dieses würde auch was fehlen.

30 Minuten später sah Night richtig schick aus, ich hatte mir auch mit dem Langhaar sehr viel Mühe gegeben und alles mal wieder ordentlich verlesen. Und tatsächlich waren die Regentropfen, die bis vor 5 Minuten noch leise aufs Dach geplätschert hatten, mittlerweile verstummt, so das ich schnell Nights Trense holen ging und eine kleine Runde mit ihr draußen drehte.

Knapp 45 Minuten danach standen wir wieder in der Stallgasse. Night machte einen ausgeglicheneren Eindruck, ihre Augen glänzten und die Trense hatte sie wie immer kein bisschen gestört. Zufrieden tauschte ich Trense wieder gegen Stallhalfter und putzte Night nochmal kurz über - so ganz sauber war es draußen ja nun nicht. Dann verließ ich meinen Schützling für ein paar Sekunden, um den VS Sattel und die gelbe Schabracke aus der Sattelkammer zu holen. Die Hannostute wartete ganz geduldig und ließ anaufgeregt zu, dass ich die Schabracke auf ihrem Rücken ausbreitete. Mit dem Sattel war ich wieder etwas vorsichtiger, legte nicht direkt das ganze Gewicht auf Nights Rücken ab und war auch so sehr vorsichtig. Zwar zwar Night wieder etwas verspannt, aber es war zu meiner großen Überraschung deutlich weniger als gestern und als ich die Stute ein bisschen tätschelte und streichelte, entspannte sie sich direkt und ließ ohne Probleme zu, dass ich idie Schbracke festmachte und hren Gurt schrittweise festzog. Natürlich ging auch das nicht ohne Verspannung über die Bühne, aber es war weniger als noch am Vortag und ich war richtig stolz auf Night, als ich sie wieder locker gequatscht hatte. Vorsichtig zog ich auch heute wieder ihre Vorderbeine nacheinander nach vorne, gurtetete dann noch zwei Löcher nach und griff nach Nights Griff.

Es begann erneut der rohe Eier Gang, nur das Night dieses Mal schneller zu den gekochten Eiern zurück fand und nach der Wendung sogar annähernd so vor sich hin schritt, wie sonst auch. "Klasse!", lobte ich überrascht. Ich führte sie noch einmal auf und ab und beobachte erstaunt, wie Night zu ihrem gewohnten Gang zurück fand. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Es hatte so lange gedauert, Night an das Pad zu gewöhnen, dass ich bei dem Sattel mit deutlich mehr Problemen gerechnet hatte. Kurzentschlossen band ich Night wieder an und eilte erneut in die Sattelkammer, suchte mir da Gamaschen, Longe, Peitsche und Dreiecker raus, auch wenn ich die Dreiecker sicher nicht benutzen würde. Zurück bei der Rappstute legte ich geübt die Gamaschen an, trenste wieder auf, hakte die Longe ein und ging mit ihr in den Roundpen.

Der Weg über dne Hof hatte ganz gut geklappt, Night hatte sich von ihrem schwungvollen Gang nicht mehr abbringen lassen und lief auf jetzt schwungvoll im Kreis um mich herum. Ich musste nur ab und zu etwas mit einem Zungenschnalzen motivieren, aber für das erste Mal mit Sattel longieren lief Night sehr lockerflockig. Auch bei Handwechseln änderte sich nichts dran. "Liegt das daran, dass du dich jetzt so umfassend an das leichte Pad gewöhnt hast, dass dir der Sattel nichts mehr macht, nach der ersten Gewichtsveränderung?", fragte ich irgendwann perplex, wohlwissend, dass ich keine Antwort kriegen würde. Eine Sache wollte ich dann doch noch versuchen. Ich schnaltzte auffordernd mit der Zunge, schickte ein gedehntes "Traaaab", hinterher und als sich nicht viel tat, ließ ich einmal die Peitschne knallen. Das wirkte. Holperig trabte Night an. Kopf natürlich viel zu weit oben, aber im Moment war das Stütchen ja auch etwas unkoordiniert, sei es ihr also verziehen. Erst nach ein paar Runden wurde es besser, der Kopf blieb allerdings oben. "Du bist jetzt ausbalanciert, junge Dame, nimmst du bitte also den Kopf wieder runter?", witzelte ich und versuchte erst, Night mit der Longe etwas tiefer einzustellen, aber dazu war dann erstens eher eine Doppellonge und zweitens eher ein besser ausgebildetetes Pferd geeignet. Also Pferdi angehalten, Dreieckeszügel ganz locker verschnallt, sodass sie zwar beim Weg in die Hilfe halfen, aber nichts erzwangen, wieder angetrabt und zufrieden das Ergebnis begutachtet. Denn nach ein paar Minuten einfummelungszeit, warf Night ihre langen Beine schwungvoll, trabte locker vor sich hin und trug den Kopf sehr schön. Sattel schien nicht mehr zu stören. Trotzdem wollte ich mein Glück nicht überstrapazieren, parierte bald wieder zum Schritt durch, nahm die Dreicker ab und ließ Night im Schritt etwas trockendümpeln.

Wieder in der Stallgasse kam die ganze Ausrüstung ab, Night wurde nochmal ordentlich geschrubbt, belohnt und beschmust. Anschließend verabschiedete ich mich von ihr und brachte die Ausrüstung weg.

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