#1 Bericht Verwirrender Tag von Davina 25.05.2012 19:32

avatar

Ich stand mitten auf dem Hof. Ganz alleine. Bis ein großer Pferdetransporter auf den Hof fuhr. Nina saß drin. Julia, Chris und eine, die ich nicht identifizieren konnte kamen zum Hänger. Wie angewurzelt stand ich da und beobachtete alles. Nina stieg aus, redete mit den dreien und öffnete dann den Transporter. Jeder nahm ein Pferd. Es waren vier Friesen, einer hübscher als der andere. Doch irgendwas war komisch. Ich schaute genauer hin. Die Pferde schienen zu schweben. Fast wie schwarze Engel. Schon irgendwie gruselig, dass aus einem Transporter 4 wunderschöne, kräftige, schwebende Friesen rauskamen. Doch der letzte imponierte mir am meisten. Er hatte den Kopf erhoben, sah aufgeregt aus und atmete schwer. Er war kräftig und sah sehr elegant aus. Die vier wurden in den Stall geführt. Nina und Julia kamen wieder raus. Chris und die andere nicht. Irgendwas zog mich da hin, also setzte ich mich in Gang. Als ich die Stallgasse betrat, sah ich sie. Chris lehnte an der Wand und die andere stand dicht vor ihm. Die ganze Zeit schaute er sich um. Doch er schien mich nicht zu sehen. Als er sich sicher war, dass keiner mehr da war, wurde er ruhiger und unterhielt sich mit der Frau. Doch sie legte ihm nur den Finger auf den Mund und starrte ihn an. Dann fuhr ihre Hand durch seine Haare und sie wollte ihn küssen. Meine Hände verkrampften sich. Doch die rechte Hand fühlte sich komisch an. Ich blickte runter und sah die Klinge des Messers funkeln. Mir war nicht aufgefallen, dass ich schon die ganze Zeit mit dem Messer da stand. Als sie ihn dann küsste schrie ich:“Stopp!“ doch keiner schien mich zu hören. Ich hob meine Hand und ging auf die beiden zu. Keiner bemerkte mich. Warum? Ich machte mir keine Mühe leise zu sein aber irgendwie bemerkte mich keiner. Dann hob ich meine Hand und stach auf die Frau ein. Sie krümmte sich vor Schmerz. Chris schaute verwirrt und versuchte ihr zu helfen. Ich war anscheinend sowas wie ein Geist und keiner sah mich. Mehrmals stach ich zu, bis sie sich nicht mehr bewegte. Oh Gott was hatte ich getan. Ich war ein Mörder ich hatte sie umgebracht. Chris wusste nicht, was er machen sollte. Irgendwann sprang er auf und wollte wohl Hilfe holen. Doch ich war so sauer, das ich auch auf ihn einstach.

Kerzengrade saß ich im Bett, total verspannt und schwer atmend. Was war das für ein Traum gewesen? Ich fühlte mich, als hätte ich einen Marathon hinter mir und hätte dabei etwas sehr schreckliches gesehen. Naja, hatte ich sozusagen ja auch. Ich war immer noch geschockt, als es zaghaft klopfte.
„Ja?!“ es war ein sehr leises und eher monotones ´ja´.
„Ist alles ok?“ die Tür öffnete sich einen Spalt und Judith schaute rein.
„Warum fragst du?“ ich versuchte mich langsam umzudrehen.
„Du hast geschrien und da dachte ich, irgendwas ist passiert…“ Ich hatte es geschafft mich umzudrehen und sah wie Judith mich leicht entsetzt ansah. Sah ich so grausig aus?
„Ja, ich hatte einen Alptraum. Aber nett, dass du dir Sorgen machst.“ Erklärte ich und versuchte zu Lächeln, klappte aber nicht.
„Du siehst aber echt nicht gut aus… soll ich dir was zu trinken holen?“ fragte sie nett.
„Ja, das wär nett!“ erwiderte ich nur.

Judith verschwand und kam mit einem Glas Wasser wieder. Mittlerweile kannte sie sich ja in der Wohnung aus. Sie gab es mir und fragte nochmal, ob ich noch was bräuchte. Ich schüttelte den Kopf und Judith ging. Ich trank nur ein paar Schlucke und stellte das Glas bei Seite. Ich rieb mir noch einmal die Augen, schüttelte den Kopf und schlich ins Bad. Dort haute ich mir erst mal einen Waschlappen mit kaltem Wasser ins Gesicht, um wach zu werden. Fürs Duschen war ich jetzt zu schlapp, also wollte ich das heute Abend machen.

So langsam bekam ich auch wieder eine normale Gesichtsfarbe und hatte auch die Kraft in meine Stallklamotten zu schlüpfen. Dann ging ich in die Küche und nahm mir eine Schüssel Cornflakes und setzte mich ohne zu bemerken, dass Judith da saß.
„Geht’s dir besser?“ fragte sie und ich blickte von meiner Schüssel auf.
„Ja, danke ist alles in Ordnung.“ Nein, nichts war in Ordnung. Ich war ein Chaos, ein Innerliches Chaos. Wieso hatte ich so einen komischen Traum gehabt, warum?!
„Du siehst auch schon besser aus.“ Versuchte sie zu trösten. Ich aber reagierte da gar nicht mehr drauf und aß weiter.
„Nehm es mir nicht übel, aber ich geh jetzt ein bisschen mit Karlos Ausreiten um das zu vergessen.“ Ich stand auf, stellte meine Sachen in die Spüle und lies Wasser in die Schale laufen.
„Kein Problem, versteh ich!“ meinte Judith. Nachdem ich abgespült, abgetrocknet und meine Sachen weg geräumt hatte suchte ich mir den restlichen Krempel und ging raus. Die Tür zog ich hinter mir einfach nur zu.

Auf dem Hof angekommen suchte ich mir eine geeignete Stelle und kettete mein Fahrrad an. Dann schaute ich mich kurz um, keiner war zu sehen. Grade als ich los gehen wollte hörte ich ein größeres Auto hinter mir. Ich blieb stehen und drehte mich um. Ich erblickte einen großen Pferdelaster, der von Nina gefahren wurde. Sie hielt auf dem Hof und sofort eilten Julia, Chris und eine Frau, die ich nicht kannte. Mir lief es kalt den Rücken runter als ich sah was die vier aus dem Hänger holten. Es waren 4 wunderschöne Friesen, stolz und mächtig. Es war wie in meinem Traum, nur das die Pferde nicht wie Engel schwebten, sondern auf dem Hof rumtänzelten und man meinen könnte es wären mindestens 20. Die vier wurden in den Stall geführt. Und als hätte ich es gewusst, kamen nur Nina und Julia raus.
Ich betrat den Stall und sah die beiden hinten stehen. Chris lehnte an der Wand und schaute sich um. Mehr konnte ich nicht erkennen. Ich schlich hinter einen Strohballen, der in der Stallgasse stand und versteckte mich dahinter, dass ich sie sehen konnte, die beiden mich aber nicht. Chris schaute sich hektisch um und die andere redete die ganze Zeit auf ihn ein. ´Bitte nicht!´ dachte ich, doch zu spät. Chris grinste und die Frau küsste ihn.
Okay… mein Traum wurde wahr. Gerade als ich dachte ich könnte das am stall vergessen, wurde der Traum war und verschlimmerte nur noch alles. Ich bemerkte erst, als eine Träne auf meine Hand tropfte, dass ich auf dem Boden saß und weinte. Ich blickte noch mal zu den beiden, die immer noch nicht voneinander abließen. Ich wischte mir einmal meine Tränen weg, stand dann auf und ging auf die beiden zu. Ich hätte sie ermorden können, nein, nicht nur sie, auch ihn! Aber nein, das ging ja nicht. Schade aber auch. Als Chris mich sah, schob er die Frau beiseite und kam auf mich zu.
„Eh Davina, Es ist…“ versuchte er anzufangen.
„Jaja, es ist nicht so wie es aussieht, es ist ganz anders, blah blah…. Es ist nicht so, dass du deine Zunge in andere reinsteckst, nein, es ist ganz anders. Sie hatte nur was zwischen den Zähnen, das wolltest du wegmachen, oder wie war es?“ unterbrach ich ihn.
„Es ist, ehm… ach man, ja es ist so, wie es aussieht.“ Ihm fiel wohl keine Ausrede mehr ein.
„Ihr seid doch alle gleich, wer ist das überhaupt?!“
„Das ist Caroline Neumeyer, ab jetzt mit ihrer Schwester Turnierreiterin auf dem Hof.“ Carolin stand da und grinste spöttisch.
„Ja dann, viel Spaß mit ihr!“ meine Augen funkelten vor Wut und ich ging in Richtung Karlos.

Ich verdrängte einfach alles und machte noch einen Zwischenstopp in der Sattelkamer, wo ich mir Helm, Einohrtrense und meine Sporen. Karols war im Moment ein wenig faul, also nahm ich mal lieber Sporen mit, um ihn zu unterstützen. Nicht um ihm die Sporen in den Bauch zu rammen, wie manche andere. An meinem alten Hof war es Gang und gebe, seine Pferde mit den Sporen zu quälen, bis zum Blut. Ich hatte versucht sie davon abzuhalten, aber dann wurde mir nur gesagt, dass ich eine schlechte Reiterin wär und mein Pferd ein lahmer Gaul. Ich hatte mit Nemo, meinem Friesen, ja nicht als einzige S Dressuren gewonnen, nein ich war ja die Schande für den Hof. Als Nemo sich dann das Bein gebrochen hatte, ging ich vom Stall und war auch froh da weg zu sein. Ich wär auch schon früher gegangen, wenn Nemo da nicht seinen besten Kumpel gehabt hätte und er war ein sensibelchen, also wollte ich ihn nicht aus seiner gewohnten Umgebung reißen.
Jetzt war ich hier, hatte 2 Freizeit und 1 Western Pferd und mit meiner Dressurkarriere war es nach Nemo vorbei gewesen. Ich trauerte der Schwarzen Perle Jahre nach, bis ich begriff, dass ich so ein tolles Pferd nie wieder finden würde.

Jetzt widmete ich meine Aufmerksamkeit voll und ganz auf Karlos der mir entgegen wieherte. Es hörte sich aber mehr danach an, dass er grade abgeschlachtet wurde. Meine restlichen Gedanken und vor allem mein innerliches Chaos schob ich beiseite. Das konnte ich sehr gut. Naja, für eine gewisse Zeit. Nachdem Lukas mich so verletzt hatte, aber auch Marko und Anna, hatte ich gelernt damit umzugehen und das weg zu schieben.
Karlos stupste mich erwartungsvoll an, als ich die Box betrat und einen Schritt auf ihn zu ging. „Ich muss dich enttäuschen, ich habe nichts.“ Ich hatte echt kein Leckerli oder etwas für ihn. Naja, ist auch so dick genug. Es war ein wenig kälter, deswegen hatte er eine Decke auf, die ich ihm abnahm und positiv überrascht war. Er war komplett sauber. Also konnte ich mir das putzen Sparen. Bevor ich ihn trenste, machte ich mir meine Sporen dran und erst dann trenste ich ihn. Mit einem, naja eher weniger, motivierten Kaltblut im Schlepptau ging ich zur Sattelkammer, bzw. zum daneben liegenden Anbinde Platz. Ich knotete die Zügel geschickt fest, legte meinen Helm beiseite und ging zur Sattelkammer. Dort holte ich den Westernsattel und schleppte ihn zu Karlos. Erst legte ich ihm das Pad auf den Rücken, dann den Sattel. Der Sattelgurt wollte erst nicht richtig fest gehen, doch dann hatte ich es geschafft, konnte meinen Helm aufsetzen, Karols abbinden und losreiten.

Ich ritt den Weg in Richtung Wald entlang, weil ich mir dachte, wenn es regnet würde ich unter den Bäumen nicht so nass werden. Naja, es sollte sich das Gegenteil beweisen… Karlos war echt faul und es war auch ungewohnt auf ihm mit Westernsattel zu sitzen. Ich hatte ihn bis jetzt ja nur mit Dressursattel, oder gar ganz ohne geritten. Als wir dann im Wald waren wollte ich auf einem Waldweg antraben. Karols wollte erst nicht, doch nach ein bisschen Motivation und genug treiben trabte er dann auch. Er war echt gut mit Westernsachen zu reiten und auch sehr bequem. Naja, er war aber eh immer bequem.
Irgendwann kam eine Kreuzung, wo ich kurz durch parierte, guckte ob keiner kam oder ich irgendwen gefährden könnte und trabte dann weiter. Als der Weg zu einem breiten Sandweg wurde, gab ich die Galopphilfe, lies die Zügel an und Karlos galoppierte nach einem kleinen Buckler los. Es war wirklich ein niedlicher Buckler und ich musste echt lachen. Karlos lies sich nicht irritieren und gab Gas. Jetzt auf einmal konnte er rennen, wie ein Irrer.
Als der Weg härter wurde parierte ich zum Trab und kurz vor einer Kurve ging ich in den Schritt. Ich wusste, dass nach der Kurve ein kleiner Weg rechts rum zu einem Feld führte, was wieder in Richtung Hof führte. Diesen Weg ging ich in einem lockeren Schritt zurück. Ich hatte noch ein Jungpferd, was ich trainieren musste und mit Milford musste ich üben, weil wir ja schon bald ein Turnier in Amerika haben werden. Deswegen kam Karlos ein wenig zu kurz… Aber bald hätte ich wieder mehr Zeit und dann würde ich mich auch wieder mehr um ihn kümmern.

Als ich darüber nachdachte, war ich schon wieder auf dem Hof und Karlos schnaubte ganz zufrieden. Ich glaub er verstand mich… Dafür liebte ich ihn. Und bis wir vor dem Putzplatz standen knuddelte ich ihn. Als wir standen, stieg ich ab, knotete den Zügel wieder an der Anbindestange fest und machte den Sattel ab. Diesen brachte ich schon mal weg, genau wie meinen Helm.
Karlos folgte mir brav in die Box und ich kontrollierte noch schnell die Hufe. Nichts zu sehen… gut so! Ich legte ihm noch seine dünne Stalldecke über, da es zwar nicht regnete oder so, aber es auch nicht grade warm war.
„So dicki. Sorry das ich nicht so viel Zeit für dich habe… Aber bald wieder!“ verabschiedete ich mich, drückte ihm einen Kuss auf die Nase und zog ihm die Trense vom Kopf. Dann schloss ich die Tür und ging zur Sattelkammer. Dort hängte ich Karlos Trense weg und nahm mir die von Espoir.

Siehe Training!

In der Sattelkammer räumte ich die Trense weg und nahm mir dieses mal die Putzkiste und Milfords Trense.
Milford stand in seiner Box und döste. Ich stellte die Putzkiste an die Seite, nahm mir das Halfter und hängte die Trense vor die Box. Dann öffnete ich die Box und erst jetzt schaute er auf und brummelte leise. „Na kleiner!“ begrüßte ich den Wallach und kraulte seine Stirn. Seit er meiner war, hatte ich fleißig mit ihm trainiert, weil ich mich auf meinem ersten Turnier, das auch noch ein sehr großes in Amerika war, nicht blamieren wollte. Er war echt super zu reiten und arbeitete auch immer fleißig. Er lies sich nicht von anderen Pferden oder irgendwelchen Geräuschen aus der Ruhe bringen und war voll konzentriert.
Ich hatte Milford auf gehalftert und vor der Box auf der Stallgasse angebunden und angefangen ihn zu putzen. Da er nicht dreckig war, nahm ich nur die Wurzelbürste, bürstete Körper und Beine damit, den Kopf mit einer weichen Bürste, kämmte Mähne und Schweif und kratzte noch die Hufe aus. Fertig! Jetzt fegte ich noch alles weg und dann tauschte ich Halfter mit der Trense und führte Milford zum Putzplatz, wo ich ihn kurz anband, in der Sattelkammer verschwand und mit Bandagen, dem Pad und Westernsattel kam ich wieder. Ich legte das Pad auf seinen Rücken, dann den Sattel, ruckte alles zurecht und zog den Gurt fest. Und schnappte mir die Gamaschen. Die schwarzen Bandagen waren schnell um seine Beine gewickelt und ich war zufrieden mit meinem Werk.
Dann band ich ihn los und ging zur großen Halle. Meine Sporen hatte ich vergessen nach Karlos abzumachen, fand ich auch gut. Musste ich diese nicht noch holen.

Auf dem Platz gurtete ich nochmals nach und schwang mich dann auf mein Pferd. Ich lies die Zügel lang und Milford trottete durch die Halle. Den Sliding stop konnte ich heute leider nicht üben. Milford hatte nicht die richtigen Hufeisen und wenn man dann einen Sliding Stop machen würde… Das wäre nicht so gut für Sehnen und Hufe.
Nach 10 min. Schritt nahm ich die Zügel in eine Hand (in die rechte) und die linke hing an meiner Seite runter. Dann trabte ich ihn mit einem kleinen Impuls an. Er hörte super auf kleine Schenkel und Gewichtshilfen. Erst mal trabte ich so ein paar Bahnfiguren, das er sich lockern konnte. Er lief schön mit gesenktem Hals und wurde auch nicht langsamer als ich einfach nur auf ihm saß und nichts tat.
Als er locker war, galoppierte ich in einem ruhigen Tempo an und machte mich sofort die an die erste Übung. Beim Reining werden immer 2 große, schnelle Galoppzirkel und ein kleiner, langsamer Galopp-Zirkel verlangt und das auf jeder Hand. Ich war grade auf der rechten Hand, trieb Milford in einen schnellen Galopp und ritt 2 Zirkel. Dann wurde ich langsamer und verkleinerte den Zirkel. Dann galoppierte ich ganze Bahn, machte durch die Bahn wechseln und mit einem fliegenden Wechsel war ich im Linksgalopp. Auch auf der Hand versuchte ich ohne sichtbare Hilfen auf einem großen Zirkel schneller zu galoppieren, als auf dem kleinen. Es ging recht gut und ich brauchte nur mein Gewicht zu lagern.
Nach dieser Übung wollte ich einen Spin machen. Genauer gesagt 4 zu einer Aufgabe gehörte immer ein Spin, dass heißt das Pferd macht auf der Hinterhand eine 360° Drehung, wobei das Pferd sein Gewicht auf das innere Hinterbein (wenn sich das Pferd nach rechts dreht das rechte Hinterbein, nach links das linke), das die Drehachse bilden soll und idealerweise während der Drehung nicht mittreten, sondern ruhig am Boden mitdrehen soll. Ich bog also auf die Mittellinie ab, hielt in der Mitte, gab leichte Hilfen und Milford verstand und drehte sich, Es war echt eine der schwierigsten Aufgaben, weil einem erstens nicht schwindelig werden durfte und zweitens musste man das Pferd genau nach 4 Drehungen wieder zum stehen bekommen. Nach 4 Runden schaffte ich es, Milford stand, zwar nicht perfekt aber ich konnte wieder geradeaus galoppieren.
Dann kam der Roll Back. Hierbei musste ich mit Milford galoppieren (wie in allen Übungen beim Reining) und dann stoppen und ohne einen längeren Halt muss er auf der Hinterhand eine 180° Drehung machen, die gesprungen wird, dann muss man auf der anderen Hand weiter galoppieren. Also muss man sich das so vorstellen: Der Reiter galoppiert, stoppt, macht aus der Stoppbewegung heraus (ohne Stillstand nach dem Stopp) eine gesprungene Hinterhandwendung und galoppiert auf der anderen Hand wieder an und das am besten auf der Spur, die das Pferd beim hin reiten selbst hinterlassen hat. Ich galoppierte Milford auf der linken Hand und wollte grade starten, doch da hörte ich eine Stimme:“Tür frei bitte!“ ich stoppte, schaute zur Tür und erblickte Nina mit Majestro.
„Ist frei!“ rief ich und wartete bis beide drin waren. „Stört es dich wenn ich ein wenig Western übe? Ich muss noch für das große Turnier üben.“ Fragte ich und blickte zu Nina.
„Ne stört mich nicht! Ich guck dir gerne zu!“ sie lächelte und ging in die Mitte. Ich nahm die Zügel wieder richtig und galoppierte an. An der nächsten langen Seite setzte ich mich tief in den Sattel und unterstützte Milford mit Stimme, Gewicht und Zügeln. Dann hielt er an, machte eine saubere gesprungene Hinterhandwendung und galoppierte geradeaus. Er konnte das so gut. Wir waren wieder genau auf der Spur auf der wir gekommen waren. An der anderen langen Seite machte ich das Ganze noch mal.
Danach parierte ich zum Trab, dann zum Schritt und ich fiel dem Wallach um den Hals. Er hatte das alles so toll gemacht. Nur noch das schnelle Rückwärtsrichten und den Sliding Stop musste noch üben. Aber für den Sliding Stop brauchte ich andere Hufeisen und fürs Rückwärtsrichten hätte ich ihn einflechten müssen.
„Das sah echt gut aus!“ lobte Nina mich und mein Gesicht wurde von einem Lächeln durchzogen.
„Danke. Ich freu mich schon riesig auf das Turnier.“
„Das denk ich mir.“
„Naja ich bin dann mal das Pferdchen wegbringen!“ meinte ich, stieg ab und ging zur Tür.
„Ich wünsch dir noch viel Spaß.“

Dann war ich aus der Halle raus und ging zu Milfords Box, wo ich Trense gegen Halfter tauschte und ihn vor der Box anband. Ich löste den Gurt, aber machte erst die Bandagen ab, die ich sofort aufrollte. Dann nahm ich den Sattel ab und legte ihn an die Seite. Milford ging brav in seine Box. Ich kraulte ihn kurz, schloss dann die Box und nahm mir alle Sachen.
Vollbepackt kam ich an der Sattelkammer an, wo ich alles verstaute und auch meine Sporen abnahm. Ich sah noch einmal prüfend in den Spind und machte ihn zu.

Als ich raus kam stand Chris ein Stück weiter weg. Na toll… Er hatte mcih gesehen und kam geradewegs auf mich zu. Eigentlich wollte ich gehen, doch dann hätte ich genau an ihm vorbei gemusst. Also steuerte ich auf eine Stallgasse zu. Ich ging rein und merkte, dass Chris immer noch hinter mir war. Ich schaute die Pferde alle kurz an, um mich ein bisschen abzulenken, doch es waren mehr Schatten als richtige Umrisse. Es klappte einfach nicht.
Bis ich auf einmal geschockt stehen blieb und mich zu einer Box drehte. Dieses Pferd war wieder deutlich zu sehen und meine Umwelt wurde sozusagen abgeschaltet. Ich nahm nur noch dieses Pferd war. Es war wie ein Abbild von Nemo. Ganz langsam ging ich auf die Box zu und öffnete sie, wie als wenn mich jemand steuern würde. Der Friese schaute nicht grad freundlich, doch davon lies ich mich nicht abhalten. Ich streckte meine Hand aus und lies ihn daran schnuppern. Anscheinend war es ein Hengst. Und ein nicht gut gelaunter zugleich. Er legte die Ohren weiter an und schnappte nach mir. Doch ich wich nicht zurück. Als er nochmal nach mir schnappte, wurde ich zurück gezogen und die Boxentür ging zu.
Ich blinzelte und erblickte Julia. Wo Chris hin war wusste ich nicht.
„Hey, alles okay?“ fragte sie und schaute mich direkt an.
„Ja, ja ich glaub schon!“
„Was war das gerade?“
„Ich weiß es nicht. Er hat mich ziemlich an Nemo erinnert und da hat es mich einfach gefesselt und alles war wie ausgeschaltet.“
„Nemo?“ fragte Julia, sie wusste anscheinend nicht wen ich meinte.
„Nemo war vor ein paar Jahren mein Pferd. Ein Friese. Nemo und er…“ ich deutete auf den Hengst:“sehen sich ziemlich ähnlich.“
„Achso, jetzt versteh ich. Das ist übrigens Navarro.“ Sie deutete auf den Friesen.
„Du sag mal, dürfte ich mal ein wenig mit ihm spazieren gehen, fals er mich an sich ran lässt?“ sagte ich nach kurzer Überlegung. Ich konnte einfach nicht anders, ich wollte unbedingt was mit ihm machen.
„Also ich hab da nichts gegen… Aber pass bitte auf. Er ist erst seit heute hier und kommt direkt aus Friesland.“
„Ja, ich weiß ich hab euch heute Morgen gesehen.“ Meinen Traum verschwieg ich ihr. Denn auch in meinem Traum fand ich einen ja schon toll und das war anscheinend er.
„Ja okay. Dann wünsch ich dir viel Spaß und pass um Gottes Willen auf! Ich muss jetzt noch Papierkram erledigen!“ Wir verabschiedeten uns und ich nahm das Knotenhalfter, das vor seiner Box hing.
Ich öffnete wieder vorsichtig die Box und ging zu ihm. Ohne mich von seine angelegte Ohren zu stören halfterte ich ihn, führte ihn aus der Box und dann auf den Hof.

Navarro schaute sich aufgeregt um und tänzelte auf und ab. „Ist doch gar nicht schlimm. Hier sind alle lieb.“ Versicherte ich Navarro und lief mit ihm über den Hof. Es war wie bei Nemo. Als ich ihn bekam war er genauso, hat nach mir geschnappt ist wie ein irrer auf und ab getänzelt und hat sich richtig aufgeregt. Es war, als kannte ich Navarro schon ewig. So war es zwar nicht, aber so kam es mir vor. Ich ging mit ihm zur Halle, lies ihn sich alles betrachten, ging dann zum Platz, dann zum Springplatz und noch zur kleinen Halle. Zum Schluss kam noch das Pferdeschwimmbecken. Er hatte tierische Angst davor. Weil er sich so aufgeregt hatte, war er schon ganz geschwitzt und ich brachte ihn zu seiner Box.
Er schnaubte einmal und war schon nicht mehr ganz so böse zu mir. Ich konnte ihn sogar noch mal kraulen. Dann verlies ich die Box und hängte das Halfter weg.
In Gedanken versunken ging ich über den Hof. Chris war nicht mehr zu sehen. Zum Glück. Ich schloss mein Fahrrad auf und fuhr nach Hause.

Zu Hause wartete Judith schon:“Hey, na wie wars?“
„Die Pferde haben super mitgemacht! Bin voll zufrieden. Und wie war dein Tag?“ Ich erzählte nur das Nötigste. Eigentlich wollte ich nur was essen und dann ins Bett.
„Ach ich hab so dies und das gemacht, nichts spannendes. Ach, ich hab schon gegessen, weil ich nicht wusste wann du kommst, also müsstest du dir was machen.“ Erklärte Judith.
„Klar, kein Problem.“ Meinte ich und kramte mir eine Suppe aus dem Schrank. Ich schüttete sie in einen Topf und wärmte sie auf. Judith war in ihr Zimmer gegangen. Wir waren beide eher die, die nicht so viel redeten. Als die Suppe warm war, schüttete ich sie um und nahm den Teller und meine Suppe mit ins Zimmer.

Ich setzte mich auf mein Bett, nahm mir meinen Laptop und aß meine Suppe. Ich stellte den Teller weg, nehm mir den Laptop auf den Schoß und guckte meine Mails nach. Ich hatte eine neue Mail. Ich öffnete sie und las den Inhalt:
„Davina?
Wie geht es dir? Mir geht es beschissen! Bitte komm zurück. Ich brauch dich. Von mir aus komm ich auch zu dir. Wenn du das nicht willst, dann spring ich einfach. Macht doch eh keinen Sinn mehr… Antworte mir bitte. Ich verzweifel hier.
Dein dich immer Liebender!“

Ich wusste genau das es von Lukas kam, auch ohne auf den Absender zu gucken. Er gab einfach nicht auf. Aber ich hatte jetzt grade keine Lust zu Antworten, war mir auch egal. Er würde eh nicht springen. Dafür kannte ich ihn zu gut.
Also legte ich den Laptop weg und mit vielen Gedanken über Chris, Lukas, meinen Traum, Navarro und noch ein paar Dingen schlief ich ein, ohne mich umgezogen zu haben.

#2 RE: Bericht Verwirrender Tag von Davina 25.05.2012 19:33

avatar

Achso Schicksal und aufgabe is drin ;)
Hoffe der passt so..
Das Training von Espoir kommt auch ncoh

#3 RE: Bericht Verwirrender Tag von Judith 25.05.2012 21:43

avatar

Chris ist ein Arsch wenn ich das so sagen darf -.- Das diese dummen Träume aber immer wahr werden müssen... Wie gut, dass du deine Pferde hast (: Und Lukas... der soll sich auch verkrümeln..:D Schreib weiter!!

#4 RE: Bericht Verwirrender Tag von Davina 25.05.2012 22:47

avatar

hehe ja ist er :D und Lukas.. joa da kommt bestimmt noch was :D
Meine hottes ^^

Fals Nina oder Julia das mal lesen:
Kann ich meinen nächsten Beri in öööh 3 Tage teilen und dann aber nur Milford also wegen dem Turnier? :D

#5 RE: Bericht Verwirrender Tag von Julia 11.07.2012 16:23

avatar

sehr schön *-* bei der stelle wo du am morgen in die küche kommst hab ich zuerst gedacht du setzt dich auf judith drauf xD

Ausführlichkeit: 49/50
Personen: 17/30 (Caroline, Nina, Julia, Chris, Judith)
Schicksal des aktuellen Monats: 20/20
Aufgabe des aktuellen Monats: 9/10
Handlung: 39/50
Gesamt: 134/160

Du bist auf Level 10 gestiegen! Belohnungen:
Du kannst dir ein Auto kaufen!

#6 RE: Bericht Verwirrender Tag von Davina 21.07.2012 13:35

avatar

haha klar die Judith ist doch bequem :D
ein Autooo *-* nich mehr mit dem ollen Fahrrad :D na da muss ich mir mal was aussuchen :D

Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen
Datenschutz