#1 Bericht 5. von Ayaka 07.09.2012 22:26

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Entschuldigt bitte die totale Verspätung. >__< Ich hatte früh angefangen und steckte dann fest aber naja... ist daher auch kein Meisterwerk. xD DiesenMonat bin ich wieder pünktlich! Verzeihung. >_<

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf und lag gefühlte Stunden nutzlos in meinem Bett rum. Ich hatte einfach keine Lust aufzustehen. Bis Cosi mich schließlich zum Aufstehen zwang, denn er hatte Hunger. So stand ich also auf, füllte sein Futternapf auf und frühstückte anschließend selbst etwas. Der Plan für heute sah wie folgt aus: Stall, Krankenhaus, dann weitersehen. Tja und dann fing ich auch gleich an meinen Plan in die Tat umzusetzen. Ich machte mich schnell fertig, verabschiedete mich von Cosi und machte mich dann auf den Weg zum Hof. Ich war sehr früh unterwegs, traf niemanden. Weder im Treppenhaus noch an der Bushaltestelle und im Bus dann war auch niemand bis auf den Fahrer natürlich. Aber das war mir auch ganz recht, ich hatte im Moment keine Lust mit irgendwem zu reden. Ich wollte erstmal nur zu Shamir.
Ich stieg also an der richtigen Haltestelle aus und hetze zum Hof und bis zu Shamirs Box traf ich auch dort keine Menschenseele. Allerdings nur bis da.
Vor Shamirs Box stand dann eine Frau.
Ich hatte sie hier noch nie gesehen. Sie war blond, sehr zierlich und hatte wirklich einen wunderschönen Hautton. Und sie trug ein helles Spitzenkleid, dazu Ballerinas und ihre Haare hatte sie hochgesteckt. Sie streichelte Shamir gerade, als sie meine Anwesenheit spürte drehte sie sich um. „Oh! Bonjour.“ sagte sie, reichte mir die Hand und lächelte ganz zauberhaft, so dass ich einfach zurück lächeln musste auch wenn ich grade weder glücklich noch in der Stimmung neue Leute kennenzulernen war. „Ist das Ihr Pferd?“ fragte sie mit einem französischen Akzent. „Ja. Das ist mein Pferd.“ sagte ich und nickte dabei. „Oh! Super! [Man beachte bitte, dass dieses Wort zwar Deutsch aussieht aber die Dame es französisch ausspricht. = Süper] Ich bin Aurelie Leclerc.“ sagte sie und reichte mir erneut die Hand. „Oh.. Ayaka Sato ist mein Name.“ sagte ich um mich auch vorzustellen. „Das Pferd ist wirklich wunderschön..“ sagte sie und ich stimmte ihr nur zu. Anscheinend wird der Tag doch noch besser, wenn man schon morgens so eine nette Person kennenlernt. „Ich will es kaufen.“ sagte sie und ich sah sie verwundert an. „Kaufen?“ fragte ich. „Meinen Shamir?“ „Oui.“ sagte sie und lächelte wieder. „Das geht nicht.“ sagte ich und stellte mich ganz dicht neben Shamir. Wohl irgendwie um ihr zuzeigen, dass er mein Pferd war. „Ouh? Warum nicht?“ „Nun... wissen Sie, er ist mein Pferd. Ich verkaufe ihn nicht.“ „Aber warum denn nicht?“ fragte sie. „Verstehen sie nicht? Er ist nicht irgendein Pferd. Er ist mein Pferd. Na gut... wir sind noch nicht besonders lange beieinander... aber trotzdem ist er sehr wichtig für mich, er ist ein Freund für mich. Und einen Freund verkauft man nicht.“ erklärte ich ihr, worauf sie nur lächelte. „Auch nicht für eine sehr große Summe Geld?“ sagte sie und betonte das Wort „sehr“ so merkwürdig, dass es leicht bedrohlich klang. „Nein. Auch dann nicht.“ sagte ich überzeugt.
Sie überlegte kurz, das Lächeln verschwand, der Ton wurde etwas unfreundlicher dafür aber etwas bedrohlicher.
„Nun... mein Vater zahlt Ihnen eine hohe Summe Geld und außerdem könnte er Ihnen auch ein Pferd zum Tausch anbieten. Ein wahrer Hochleistungssportler mit bester Ausbildung. Perfekt für die Zucht und mit wunderschönen Fell, wie Sie es wahrscheinlich noch bei keinem anderen Pferd gesehen haben. Hm? Was sagen Sie? Ist das nicht was? Eine Geldsumme die höher ist als das was sie wohl im ganzen Jahr verdienen und ein ausgebildeter Prachthengst nur für diesen Gaul da.“
„Gaul? … Nein.“ sagte ich schon leicht zornig.
„Was wollen sie denn dann?!“
„Ich will nur, dass Sie gehen und mich und meinen „Gaul“, wenn ich Sie mal zitieren darf, in Ruhe lassen. Sie werden ihn nie bekommen, versprochen.“
Sie machte den Mund auf. Dann wieder zu. Auf, zu, auf, zu. Und am Ende entschied sie sich dann einfach für das wütende Abstampfen. Mir war es recht.

„Hast du gehört Shamir? Die will dich kaufen... Die will dich mir wegnehmen.“ flüsterte ich, als ich später bei ihm in der Box saß und ihn streichelte. „Aber sie kriegt dich nicht. Niemand kriegt dich. Und ach Shamir... Fynn ist im Krankenhaus... Es war so ein schöner Abend mit ihm am Strand und dann hat er blöderweise eine Haselnuss gegessen. Weißt du, er hat eine Allergie. Eine ziemlich Heftige. Er wurde mit einem Rettungswagen abgeholt und ich gehe ihn nachher besuchen. Soll ich ihm was von dir ausrichten?“ … Shamir antwortete nicht.
Was sollte er auch antworten? Wahrscheinlich verstand er es nichtmal.
„Na komm wir putzen dich erstmal und machen hier ein wenig sauber, okay?“ sagte ich, seufzte und stand auf.
Ich fing also an Shamir zu putzen und nach einer Weile fing ich dann wieder an mit ihm zu erzählen. Ich erzählte ihm sehr ausführlich was an dem Abend an dem Fynn ins Krankenhaus kam geschehen war. Von Cosi erzählte ich ihm auch und von noch so vielen Dingen! Ich redete und redete und redete. Shamir hätte einem echt leid tun können, so wie ich ihn voll jammerte.
Als ich mit dem Putzen soweit fertig war kümmerte ich mich noch ein wenig um seine Hufe, damit sie nicht rissig werden und dann brachte ich ihn erstmal hinaus auf die Weide, damit ich in Ruhe ein bisschen seine Box sauber machen konnte.
Und somit war mein Gesprächspartner bzw. Zuhörer weg und ich dachte mir den Rest, den ich zu sagen hatte, einfach und plante meinen restlichen Tag weiter.
Mit Shamir könnte ich mal etwas ausreiten, aber wenn ich das jetzt tue verpasse ich die Besuchszeit im Krankenhaus, aber ob ich heute Abend noch Lust habe ist ja auch so eine Sache... Nun, ich muss einfach! Sonst verkümmert mir Shamir noch und das wollen wir ja nicht. „Also heute Abend.“ sagte ich leise, dann machte ich die Box fertig und ging.
Lessa hatte mir gesagt, dass sie Shamir später für mich reinbringen könnte, weil ich es nämlich eilig hatte.

Ich stieg in den Bus, fuhr, stieg wieder aus. Dann ging ich ein Stück, rein in meine Wohnung. Ich wusch mich erstmal schnell, aß etwas zu Mittag und nahm dann Cosi an die Leine. Kurz bevor ich das Haus verließ klingelte das Telefon.
„Hallo Ayaka!“ sagte jemand, den ich als Cassandra vom Tierheim erkannte.
„Hey.“ sagte ich nur.
„Könntest du eventuell heute mit drei Hunden aus dem Tierheim spazieren gehen? Ramses, Apollonia und Eprahim's Destiny müssten mal raus und ich kann heute nicht...“
Es verwunderte mich ein wenig, dass sie da gerade mich fragte, da wir ja nie besonders viel mit einander zu tun hatten oder ähnliches, aber ich stimmte zu und machte mich deshalb mit Cosi auf den weg zum Tierheim um da gleich alle drei mit zu nehmen. Zum Zeitsparen, denn ich wollte ja noch ins Krankenhaus, Fynn fragt sich sicherlich schon wo ich bleibe, und noch einmal zum Hof.
Ich kannte die Hunde nicht und hoffte einfach mal, dass es sich um ganz ganz liebe und brave Exemplare handelt, damit mein Plan alle gleichzeitig auszuführen auch aufgeht.

Im Treppenhaus traf ich dann Nele, die vom gestrigen Abend. Wir grüßten uns kurz und ich ging schon weiter, da hielt sich mich etwas zurück und begann neben mir her zu gehen. Wir redeten ein wenig, etwas Smalltalk nur, nichts bedeutungsvolles.
Sie erzählte mir, dass sie hier neu einzogen wäre und ebenfalls hier ein Pferd haben würde. Also werden wir uns wohl öfters mal sehen! Vielleicht finde ich so dann hier meine erste richtige neue Freundin, sonst war ja Fynn die einzige menschliche Person mit der ich in letzter Zeit etwas unternommen hatte. Ich könnte auch alte Freunde mal wieder einladen und vorallem noch mehr neue Kontakte knüpfen! Wenn es meine Schüchternheit denn zulässt.
Schließlich war Nele mir bis zum Tierheim quasi „gefolgt“ und ich erzählte ihr von Cassandras Bitte.
„Oh ich liebe Hunde!“ rief Nele und steichelte sofort einige von ihnen. „Soll ich dir vielleicht helfen? Mit 4 Hunden alleine Gassi gehen ist doch wohl etwas schwer oder?“ Ich lächelte und nickte.
Nele nahm also zwei Hunde an die Leine und ich noch einen dazu und wir gingen los.
Es war echt schön zu wissen, dass es hier so nette Menschen gibt. Und da sie noch keinen kennt, immerhin ist sie ja neu, ist das eine gute Gelegenheit mich mit ihr anzufreunden und ein wenig hilfsbereit zu sein indem ich ihr die Stadt zeige.
Wir redeten, lachten und es war einfach ein netter Spaziergang, der mal wieder einige neue Erkenntnisse mit sich brachte. Heute zog nämlich jemand neues in die Jägerstraße ein. Wieder ein junges Mädchen. Sehr interessant. Dass ein Reiterhof so viele Menschen in dieses Dorf locken kann hätte ich nicht gedacht, aber es geschah ja dennoch.

Auf Grund von Zeitmangel gingen wir nur eine kurze Runde mit den Hunden und dann ließ ich Nele dort allein, sie wollte noch bleiben und ich musste schon wieder weg.
Im Schnellgang ging es also mit Cosi nach Hause wo er bleiben sollte damit ich zum Krankenhaus konnte.
Vor unserer Tür stand, mal wieder, ein Möbelwagen und, oh Wunder, eine junge Frau brachte Koffer ins Haus.
Faszinierend.
Leider aber blieb mir nicht die Zeit die Möbelpacker und die Frau zu bewundern, denn ich hatte eigentlich schon viel zu viel getrödelt und hetzte nun ins Krankenhaus, weil gerade kein Bus fuhr.
Merke: Muss auf ein Auto sparen. Oder zumindest ein Fahhrad kaufen.
Was dann geschah kam mir wie im Schnelldurchlauf vor. Ich ging hinein, redete mit ein paar Schwestern, musste kurz warten und stand schon in Fynns Zimmer, in dem noch ein weiteres Bett stand, das aber unbelegt war.
Das Zimmer war wirklich schön. Die Betten sahen so unglaublich bequem aus, es war
klein, aber nicht zu klein sondern genauso, dass es gemütlich ist und die Aussicht war super. Man konnte noch auf den See, die Felder und viele Bäume sehen, die das Licht nur spärlich durch das Fenster fallen ließen, denn sie verdeckten ja das Meiste des Fensters.
Aber es ging nicht um das Zimmer, auch wenn es so schön war, es ging um Fynn.
Der schlief allerdings, was in mir das Verlangen weckte ihn mit einem Stock in die Seite zu pieksen.
Natürlich tat ich es nicht. Nicht im Krankenhaus.
Ich setzte mich fürs Erste an sein Bett und wartete. Wartete einfach mal darauf, dass er aufwachte.
Und ich wartete so lange, dass der Anblick eines selig schlafenden Fynns mich selbs so müde machte, dass ich mich einfach an ihm anlehnen musste und in einer merkwürdigen aber sehr bequemen Haltung selbst einschlief...

#2 RE: Bericht 5. von Lucy 08.09.2012 08:00

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Der Frau hast du es aber gezeigt, hoffe sie kommt nicht wieder! ;)

#3 RE: Bericht 5. von Nina 11.09.2012 00:12

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Also zum Thema französische Tussi muss ich 1. Lucy recht geben und 2. Ich habs gewusst! Die will ihn kaufen! Ich mein, allein als du die Tusse beschrieben hast hab ich mir gedacht: warte so eine Frau und dann noch DEIN (Merke schneeweißer Andalusier-Araber mix mit rosa Nase wie im schönsten Prinzessinen Märchen) Pferd die will doch nix anderes als es kaufen.
Bin mal gespannt was aus der noch wird, da seh ich nix gutes kommen ^^"
Zum sSchluss musste ich irgendwie immer kichern. Besonders witzig fand ich das als du beobachtet hast, wie wieder eine neue einzog. Faszinierend ist übrigens mein lieblingwort (und logisch ;P)
Aber etwas hab ich schon noch zu bemekern: Eben genau wegen der Sache mit der Tusse hätte ich gehofft das du irgendwie noch reinschreibst, wie sich Shamir dir zuwendet und dich tröstet, oder einfach, dass er ein toller Zuhörer ist.
Pferde sind nicht dumm, wenns um sowas geht. Sie spüren wenn was nicht stimmt. ;)

Ok und jetzt zu deiner Bewertung:

Ausführlichkeit: 44/50
Personen: 15/30 (Cassandra, Nele, Lessa, Aureli, Fynn)
Schicksal des aktuellen Monats: 20/20 Julias Geschenk :)
Aufgabe des aktuellen Monats: 9/10
Handlung: 37/50

Gesamt: 124/160

#4 RE: Bericht 5. von Julia 16.09.2012 15:49

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nina du musst schon dazu schreiben ob sie nen level weiter ist oder nicht.

#5 RE: Bericht 5. von Nina 08.10.2012 20:28

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Das hab ich da vergessen, aber sie weiß eh was bekommen hat ^^

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