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#1 Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Davina 06.01.2013 22:44

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Mein Bericht von Dezember :D Aufgabe is drin, schicksal eher nicht.... und ich schaff das auch noch unter die Beris ne kurz beschreibung zu machen :D
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„Sorry, musste schon zur Arbeit, fühl dich wie zu Hause!“
Ich hatte den Zettel neben mir gefunden, als ich bei Chris aufgewacht war und neben mir keiner war. Ich setzte mich auf, schaute mich um und nach einer kurzen Phase des Schwindels stand ich auf und ging ins Wohnzimmer, um mein Handy zu holen.
´56 unbeantwortete Anrufe, 12 neue Nachrichten´ stand auf meinem Display. Ich war ein wenig über diese Zahlen erschrocken. Es war alles von Joe. Er hatte mich versucht 56 mal angerufen und hatte mir 12 Sms mit ´Bitte ruf mal an´ oder so ähnlichen Sachen geschrieben.
´Kann grad nicht!´ schrieb ich zurück und wollte das Handy beiseitelegen. Doch es fing an zu vibrieren. Joe rief schonwieder an.
„Ich hab grad keine Zeit!“ sagte ich leicht genervt und noch ziemlich müde.
„Bitte, sag mir was du heute machst!“
„Warum?“
„Bitte!“
„Was mach ich wohl? Ich würd sagen ich geh zum Stall und zu Karlos.“
Ein kurzes ´blup´ Geräusch und Joe hatte aufgelegt. Sehr nett. Was das jetzt sollte, wusste ich nicht. Naja, auch egal. Ich legte das Handy wieder auf den Tisch, ging in die Küche und suchte mir irgendwas zu Essen. Ich fand Brot und im Kühlschrank Marmelade. Reicht. Ich schmierte mir mein Brot und aß es auf dem Weg zum Zimmer, wo meine Sachen waren. Nachdem ich gegessen hatte nahm ich meine Sachen, ging ins Bad, zog mich um und machte mich ein wenig frisch. Ich hatte extra meine Stallsachen mitgenommen, um nicht nochmal nach Hause zu müssen.
Ich stopfte meinen Krempel in meine Tasche, nahm mein Handy und überlegte nochmal ob ich alles hatte. „ich glaub schon“ murmelte ich vor mich hin, ging aus der Tür raus, zog sie zu und ging zum Auto.

„Hey.“
„Na. Ich hoffe Eddy ist lieb?“ fragte ich Judith, nachdem ich ausgestiegen war und ihr auf dem Weg zum Stall begegnet war.
„Ja, der ist brav. Hat in der Nacht ruhig geschlafen und beim Spazieren heute morgen war auch alles bestens.“
„Das ist schön. Und ich hoffe es ist ok wenn ich ihn dir zwischendurch mal aufs Auge drücke.“
„So lange ich Zeit hab, ist das kein Problem.“
„Danke!“
„Kein Ding. Aber ich muss zu Romeo. Wir sehen uns ja später bestimmt.“ Meinte Judith und fügte mit einem grinsen noch hinzu:“Wenn du deine Pferde alle geschafft hast.“
„Jaja. Bis später und viel Spaß!“

So trennten sich unsere Wege, ich ging zur Box von Navarro und Judith verschwand Richtung Sattelkammer. Da ich immer noch total verspannt war und mir vom Sturz noch meine Schulter weh tat, wollte ich das wilde Ungetüm nur laufen lassen. „Na du blödi!“ jaja, ich war schon nett zu meinem Pferd. Ich nahm das Halfter, öffnete die Tür und nachdem ich Navarro begrüßt hatte stülpte ich ihm das Halfter über, machte es zu und streichelte ihn nochmal. Er war heute erstaunlich ruhig. Ich führte ihn aus der Box in Richtung Round Pen. Leider besetzt, Judith hatte ihn mit Romeo belegt. Also ging ich zur kleinen Halle und schaute, ob dort jemand war. Chris kam aus der Halle, kurz bevor ich sie erreicht hatte. Danach kam Caro mit einem Braunen, den ich grad nicht zuordnen konnte, hinter ihm her.
Navarro blieb kurz stehen, schaute den braunen dann an, plusterte sich auf und wieherte lautstark, genau in mein Ohr. „Danke, ich dich auch!“ meinte ich zu Navarro, rupfte einmal am Strick und ging wieder los. Doch er blieb nochmal stehen, stellte sich stolz hin, hob den Kopf, wieherte nochmal und fing an auf der Stelle zu hopsen. „Ja, du bist der King, ich habs kapiert!“ sagte ich leicht genervt, wollte weiter gehen, hatte aber noch das dicke, schwarze Tier am Strick hängen, was sich nicht bewegen wollte. „Komm, auch aufgeplusterte Könige können einen Fuß vor den andere setzen und sich in die Halle bewegen.“ Nach einem weiteren, etwas ruppigeren, Rupfer am Strick, kam Navarro endlich mit und folgte mir in die leere Halle.

Ich löste den Strick, nachdem ich die Tür geschlossen hatte und schwups, war das Pferd in der hinteren Hallen Hälfte. Und keine 2 Sekunden später machte es ´plumps´ und das dicke, kugelige, schwarze Friesentier lag auf dem Boden und rollte sich von links, nach rechts. „Sehr elegant…“ murmelte ich schmunzelnd vor mich hin und legte den Strick beiseite.
Ich musste gar nichts machen. Nachdem Navarro es geschafft hatte seinen dicken Bauch wieder in die Luft zu bekommen, lief er mit der Nase am Boden durch die Halle. Schön, dass sich das Pferd selber aufwärmt. Irgendwann erblickte er wohl einen Rosaroten Elefanten in der Ecke. Er stand wie angewurzelt da und man hätte meinen können, gleich kommt jemand aus der Ecke, macht „buh“ und das Pferd kippt bewusstlos um vor Schock. Anscheinend machte auch irgendwas „Buh“ , nur dass das Pferd nicht umkippte, sondern wie ein abgestochenes Schwein anfing zu quicken, sich schwungvoll umdrehte, nach dem irgendwas in der Ecke austrat und davon rannte, zur gegenüberliegenden Ecke. Aber dort wohnte wohl Hulk. Da musste man auch wie ein abgestochenes Schwein quicken, buckeln und dreimal durch die Halle rennen.

„Selbstbeschäftigung?“ ich zuckte leicht zusammen als Nina an der Tür stand und mit mir redete, weil ich es grade lustig fand, wie angestrengt Navarro in die Ecke starrte.
„Ja, in der Ecke sind überall Monster, die könnten einen anspringen, da muss man dann mal wie ein Schwein quicken und losbocken.“ In dem Moment rannte Navarro wieder quer durch die Halle und Nina und ich mussten lachen.
„Ja, immer diese Monster.“ Sie lachte und fragte dann:“Hast du vielleicht Zeit meiner Schwester, Sarah, ein bisschen Springen beizubringen? Sie reitet sonst Dressur/Freizeit, würde aber auch gerne springen. Nur ich hab leider keine Zeit.“ Sie schaute mich hoffnungsvoll an.
„Ehm ja, wann denn?“
„wie du willst.“
„Okay.. Wie wärs wenn ich Navarro eben mache und mich dann um Sarah kümmer?“
„Ja, super. Sie ist grad auch schon im Stall.“
„Gut, dann sag ihr doch ich brauch noch knapp ne halbe Stunde, sie soll schon mal ihr Pferd fertig machen und auf dem Platz schon mal warm reiten. Außer sie hat was gegen ein paar Pfützen, dann soll sie in die Halle.“
„Okay, sag ich ihr. Ich schätze du findest sie auf dem Platz. Es ist ja relativ trocken, also diese paar Pfützen werden sie nicht stören. Und danke nochmal.“
„Gut. Kein ding!“ Nina schaute nochmal zu Navarro und verschwand dann von der Tür.

Ich nahm mir eine Peitsche und ging auf Navarro zu. Sofort rannte er im Stechtrab los und riss den Kopf hoch. Er plusterte sich auf, bockte einmal und galoppierte dann Runde für Runde um mich rum. Die Peitsch lag schon auf dem Boden und ich stand einfach nur in der Mitte und wartete, bis er wieder in den Trab fiel. Er fiel auch irgendwann in den Trab. Zwar sah er noch aus wie ein aufgeplusterter Vogel mit hochgerissenem Kopf, aber er trabte. Unser Handwechsel war zwar nicht sehr elegant und mit einem Buckler versehen, aber es war die andere Hand. Und heute hatte ich ehrlich gesagt keine Lust mich damit auseinander zu setzen, sollte er halt mal rennen wie ein angeschossenes Schwein.
Nach weiteren Bucklern, Handwechseln und mehreren Runden Renngalopp und Renntrab, beruhigte er sich wieder und ging im Schritt, mit Nase auf dem Boden und ich konnte die Peitsche wieder in die Ecke stellen und mich an der Bande anlehnen. Mein Pferd beschäftigt sich ja mal wieder selber. Als er dann irgendwann vor mir stand und mich gelangweilt anguckte, nahm ich mir den Strick, ging auf Navarro zu und klackte den Strick ins Halfter. Er schnaubte mich einmal an und ging dann wie ein Lamm hinter mir her, Richtung Box. Zwar schaute er, der ein oder anderen Stute hinterher und wieherte auch einmal, aber ansonsten war er erstaunlich brav.

Nachdem Navarro mit seiner Abschwitzdecke in der Box stand und ich ihm nochmal die Hufe ausgekrazt hatte, ging zur großen Halle. Dort waren nur Julia und Aiyaka. Also ging ich weiter zum Springplatz. Dort fand ich Sarah, die schon am traben war.
„Hey, wie ich sehe seit ihr schon aufgewärmt.“
„Hay. Ja, ich hatte ihn schon fertig und bin ihn dann schon mal abgeritten. Also, wir können Anfangen.“ Sie hielt bei mir an und lächelte mich erwartungsvoll an.
„Okay, super. Da hinten liegen Trabstangen. Bau die schon mal mit ein, damit ich schon mal was aufbauen kann.“ Sie nickte und trieb Romantiker wieder an.
Ich schaute mir einmal an, wie sie über die Stangen ritt und als ich das für gut befand machte ich mich daran einen Steil von L auf ein kleines E umzustellen. Einen anderen Sprung baute ich zu einem kleinen Oxer.
„Bist du denn schon mal gesprungen?“ fragte ich, während ich mit dem Sprungständer kämpfte.
„Ja, im Gelände über kleine Baumstämme und so aus Spaß mal ein bisschen, aber ich glaube das sieht nicht so toll aus und ich weiß auch nicht ob das so gesund für Romantikers Rücken ist. Deswegen wollte ich das Nina mal guckt, aber die hat ja keine Zeit.“ Sarah lachte
„Okay. Ich hoffe ich bin dir auch recht.“
„Ja, sicher. Solange ich dir nicht auf die Nerven gehe, ist alles bestens.“ Sie lächelte mich an und betrachtete mich dann wie ich kurz davor war den Sprungständer zu verprügeln.
„Och man.“ Fluchte ich und kurz danach meinte ich:“endlich. So, jetzt hab ichs. Such dir einfach mal einen der beiden Sprünge aus, entweder das Kreuz oder den Steil. Wie es dir lieber ist.“
„Okay, ich nehm lieber das Kreuz.“
„Okay. Dann am besten aus dem Trab erst mal und schön mittig.“
Sarah ritt an und nach einer halben Runde, bog sie ab und ritt auf das Kreuz zu. Dann trabte sie grade drauf zu, half Romantiker mit einem Schenkelimpuls abzuspringen und ging auch schön mit der Bewegung mit.
„Du bist wirklich noch nicht oft gesprungen?“ fragte ich und Sarah schüttelte den Kopf. „Ich mein, das ist nicht hoch aber das war sehr gut. Komm mal kurz zu mir.“ Sarah kam zu mir und hielt an. „Geh mal in den leichten Sitz, also so, wie du über den Sprung gehst.“ Ich korrigierte kleine Fehler und lies sie dann über den Steil springen. „Auch wenn der Sprung nur so klein ist, gib die Hände noch ein Stück vor und nicht mit den Ellbogen zur Seite. Ich mach den mal ein Stück höher.“
Nachdem der Steil höher war, sprang Sarah nochmal. „Gut, nur Hände vor und nicht Ellbogen zur Seite! Und mehr auf den Bewegungsablauf deines achten. Nochmal“
Sarah sprang das ganze noch 3 mal und dann machte ich es noch ein Stück höher. Diese Höhe sprang sie 5 mal und dann lies ich sie schon einen kleinen Parcours, bestehend aus 2 Kreuzen und 3 Steilsprüngen.
„Das sieht schon gut aus, du hast Talent. Aber ich glaube es ist besser für heute noch einmal ein Stück höher zu lassen und wenn das geklappt hat, hören wir auf. Ich kann dir gerne ein andermal nochmal helfen.“
„Ja, gerne.“ Ich machte einen Steil noch ein bisschen höher und Sarah ritt den Parcours nochmal mit dem höheren Sprung.
„Das war gut. Dann reicht das für heute.“
„Ja, finde ich auch. Hat er gut gemacht.“
„Ihr beide habt das gut gemacht!“
„Danke. Hat spaß gemacht. Würde mich freuen, wenn wir das wiederholen könnten.“
„Klar, gerne sag einfach bescheid wann. Aber ich muss jetzt weiter. Bis dann!“

Ich machte mich auf den Weg zu meinem Auto. Ich wollte eben zu Karlos fahren und gucken wie es ihm geht. Danach wollte ich mich Milford und Espoir kümmern.
„Hey, wie hat Sarah sich angestellt? Nina hat gesagt du wolltest ihr Springen erklären?“
„Hey Julia. Sie hat sich super angestellt. Ein Naturtalent. Haben die beiden echt super gemacht!“
„das ist schön zu hören! Und wo willst du jetzt hin?“
„Ich geh Karlos besuchen.“
„Achja, der ist ja noch in der Klinik…“
„Jap. Ich hoffe er muss nicht mehr so lange da bleiben.“
„Ich drück dir die Daumen! Drück ihn einmal von mir!“ sie lächelte und schaute auf die Uhr. „Mist, ich muss schon wieder los… Ich bin nur im Stress.“ Julia verdrehte die Augen, verabschiedete sich und ging eilig davon.
Also stieg ich ins Auto, schnallte mich an und schaltete das Radio ein. Dann fuhr ich los, Richtung Klinik.

„Hallo, kann ich ihnen helfen?“ eine ältere Frau, die in der Klinik arbeitete schaute mich höflich fragend an.
„Eigentlich nicht. Ich möchte nur mein Pferd besuchen. Sie können mir höchstens sagen, ob er noch in der gleichen Box steht.“
„Ja, tut er. Er wurde nicht umgestellt.“
„Okay, Dankeschön.“
„Kein Thema. Wenn sie wollen, kann ich auch eben mitkommen und ihnen den Verlauf der Heilung erklären.“
„Ja, sehr gerne. Danke.“
Die Frau, die sich als Bea vorgestellt hatte und hier nur ein paar Wochen arbeitete, um mal einen anderen Klinikalltag zu sehen, begleitete mich und nachdem ich Karlos begrüßt hatte und mich wieder auf sie konzentrierte, erklärte sie mir, dass die Verletzung gut heilt und seine Lahmheit nicht mehr so stark sichtbar ist. Er müsste noch ca 2 Wochen in der Klinik bleiben und dürfte dann wieder nach Hause, aber nur mit Boxenruhe. Dann meinte sie noch, dass ich mit ihm ruhig eine Runde über den Innenhof gehen könnte, dass ihm diese Schrittrunde gut tut und damit er nicht einrostet und dann schallte auch schon ihr Name durch die Gasse und sie musste zu einem Notfall.

Jetzt stand ich allein hier bei Karlos und schaute ihn an. Er hatte jetzt schon Muskeln verloren und war ein wenig dünn. Aber ansonsten sah er gesund und munter aus. Doch Moment! Ich war nicht alleine. Es war noch jemand hier. Jemand, dessen Schritte mir bekannt vorkamen. Auch die Wärme und der Atem der Person, di nun hinter mir stand war mir sehr vertraut.
„Ich hab dich überall gesucht!“ er sprach nicht in der normalen Lautstärke, sondern etwas leiser, aber bestimmt.
„Jetzt hast du mich ja gefunden.“ Ich musste mich nicht umdrehen um zu wissen, wer es war. Ich schaute einfach weiter zu Karlos, nahm mir wortlos Halfter du Strick, halfterte Karlos und ging einfach raus, auf den Innenhof.
„Ja das hab ich.“
„Und jetzt?!“
„Jetzt möchte ich mit dir reden.“
„Schieß los.“
„Müssen wir das hier machen? Können wir nicht einen gemütlichen Ausritt machen? Und dann reden wir in Ruhe. Bitte.“
„Na gut, ich muss eh noch was mit Milford machen.“ Sagte ich nach kurzem zögern.
„Gut. Wir treffen uns dann auf halber Strecke zwischen den Höfen. Auf der Lichtung. Weißt du welche ich meine?“
„Ja weiß ich. Ich kümmer mich noch ein bisschen um Karlos, fahr zum stall und mach Milford fertig.“
„Gut, bis gleich!“ er verschwand und ich ging mit Karlos zurück zur Box.
Ich halfterte ihn ab, hängte das Halfter weg und knuddelte ihn ausgiebig. „So mein dicker. Ich komm bald wieder. Wird schnell wieder gesund!“ ich gab ihm einen Kuss auf die Nüstern, wobei ich seinen warmen Atem ins Gesicht bekam. Ich musste kurz lachen, kraulte ihm noch einmal über die Stirn und ging dann zurück zum Auto, um zum Stall zurück zu fahren.

Am Stall angekommen, ging ich zur Sattelkammer, bepackte mich irgendwie mit Sattel, Trense und Putzbox und stiefelte zu Milford. „Hey kleiner.“ Begrüßte ich ihn, nahm ihm die Decke ab und fing an ihn in der Box zu putzen. Milford interessierte das herzlich wenig, er widmete sich seinem Heu und lies mich einfach putzen. Als ich dann Fell, Mähne & Schweif, sowie Hufe und Kopf geputzt hatte, nahm ich den Sattel, sattelte Milford und trenste ihn dann. Fertig ausgerüstet führte ich ihn auf den Hof, gurtete nach und stieg auf. „Na dann los.“ Meinte ich und trieb Milford an, vom Hof runter.
Ich hätte auch einfach an den Feldern lang reiten können, das wäre kürzer gewesen, aber ich ritt durch den Wald, da es leicht anfing zu regnen und man im Wald ein bisschen mehr Schutz hatte. Vor allem weil der Regen immer stärker wurde. „Na toll, warum war ich nochmal einverstanden?!“ fragte ich Milford, erwartete aber keine Antwort. Umso erstaunter war ich als Milford brummelte und den Kopf schüttelte, als wenn er auch nichts wüsste. Ich musste kurz lachen und als ich mich wieder gefangen hatte trabte ich ein Stück mit Milford. Kurz vor dem Treffpunkt parierte ich durch. Es war noch keiner da und weil ich ja wusste wo er lang kam, ritt ich weiter, ihm entgegen.

Ich sah ihn auch schon in einer gewissen Entfernung. Aber er saß nicht auf Flaver… Es war ein großer, nervöser Rappe, der so aussah als wenn er jeden Moment explodieren würde. Ich hätte das nicht denken. Schwup fing der Rappe an zu buckeln, raste erst auf mich und Milford zu, machte dann einen abrupten Stopp und buckelte in die andere Richtung weiter.
„Joe!“ schrie ich, schaute mir einmal den Weg an und trieb Milford im Galopp hinterher. Irgendwann bemerkte der Rappe mich und wurde langsamer, anscheinend ein sehr neugieriges Pferd. Vor allem auf andere Pferde. Ich ritt näher an die beiden ran, ein Stück vor den Rappen und wurde dann langsamer. Der Rappe hatte wirklich starken Herdendrang und wurde auch langsamer. Irgendwann waren wir dann im Trab und dann standen wir tatsächlich.
„Was zum Geier hast du denn unter deinem Arsch? Das ist ja mal komplett andere Richtung als Flaver!“ meinte ich und musterte das schwarze Ungetüm.
„Hay erstmal. Das ist Rocket…“
„Na der Name passt ja!“unterbrach ich ihn.
„Ja. Flaver lahmt und Zoe hat dann ihn aufs Auge gedrückt.“
„Du bist ja begeistert der Idee!“
„Ja“ sagte er grimmig und schaute auf Rocket.
„Okay, meine Idee wirst du lieben.“ Joe hob eine Augenbraue und schaute mich fragend an. „Wir reiten jetzt zum Hof und du wirst das Ungetüm los und dann können wir reden.“
„Ja, die Idee find ich gut!“
„Sag ich doch. Also komm.“ Wir ritten im Schritt –oder eher Milford und ich, Rocket… ja, was war das für eine Gangart?- zum Hof zurück.

„Hey, wie hat er sich angestellt?“ Zoe beachtete mich gar nicht.
„Wie ein rasendes, buckelndes etwas…“ meinte Joe, stieg ab und ging zu Zoe.
„Oh, echt.. Ich dachte er könnte sich mal benehmen…“ Ich stieg auch ab und ging ein Stück zu den beiden.
„Ne, hat er aber nicht. Kannst du ihn vllt. weg bringen?“
„Klar, Schatz!“ sagte sie, gab Joe einen Kuss und nahm die Zügel von Rocket. Dann ging sie an mir vorbei, blieb kurz stehen und flüsterte mir dann ins Ohr:“Finger weg von Joe, Bitch!“ Oh wie nett sie sein kann.

„willst du Milford irgendwo anbinden?“ fragte mich Joe, doch ich schüttelte nur den Kopf.
„Aber wir können uns gerne da am Stall unters Dach stellen, es fängt schon wieder an zu regnen.“ Meinte ich dann und ging unter das Dach.
„es tut mir leid!“ meinte Joe dann und redete weiter:“Ich weiß nicht was in mich gefahren ist. Ich hoffe du siehst das jetzt nicht falsch und vielleicht vergisst du das einfach.“
„Okey, okey. Wie ich das vergessen soll weiß ich nicht, aber mir ist das jetzt auch egal und wenn du fertig bist und das alles war, weiß ich nicht, warum ich jetzt los musste, damit du mir das sagen kannst.“
„Nein, das wars, nur ich fände es schade, wenn unser Kontakt jetzt abbricht.“
„Ich lass es mir durch den Kopf gehen.“ Ich wusste nicht, was ich noch sagen sollte, meine Gedanken verhedderten sich und wurden zu einem undurchdringlichen Knäul.
„Okey, also….“ Joe konnte nicht mehr aussprechen, als auf einmal ein Pferd panisch wieherte, es kräftig polterte, irgendwas zu Boden viel, das Pferd nochmal einen panischen Schrei von sich gab und dann hörte man nur noch die klappernden Hufe auf dem Boden, die sich entfernten.

Das was am nächsten war und sich zum anbinden wenigstens ein bisschen eignete, war ein alter verrosteter anbinde ring in der bröckeligen Wand. Ich knotete einen Zügel irgendwie da rein und rannte Joe dann hinter her.
Mir stockte der Atem, meine Beine wurden wackelig und ich drohte um zu kippen. Ich blickte in die Stallgasse und man hätte meinen können, wir hätten krieg… Zoe lag Blut verschmiert auf dem Boden und um sie herum war eine Riesen Blutlache. Joe kniete neben Zoe in Blut und redete auf sie ein. Ich stand Stocksteif da und wusste nicht, was ich tun sollte. Auf dem Boden zog sich eine Rote Blutspur.
„Joe, von wem ist die offene Box mit dem rausgetretenen Brett?“ fragte ich leise und mit schwacher Stimme. Joe antwortete nicht, sondern redete weiter auf Zoe ein. „Joe! Von wem ist die Box?“ ich sprach lauter und eindringlicher zu Joe.
„Vo- von Rocket…“ stotterte er mit Tränen in den Augen und schockiertem Blick.
„Kümmer du dich um Zoe, ich geh Rocket suchen!“ Ich schnappte mir ein Halfter und einen Strick von einer anderen Box, wo ich meinte es könnte Rocket passen und blickte nochmal zu Joe:“Schaffst du das?“
„Die Frage ist eher, ob du das schaffst?!“ erwiderte Joe, ohne mich zu beachten.
„Jaja, ich schaff das schon.“
„Viel Glück!“ meinte Joe noch, als ich zu Milford verschwand.

„Komm mein Schatz!“ ich schwang mich auf Milford, nachdem ich den Zügel gelöst hatte und ritt im Schritt von Hof. Die Blutspur zog sich über die Straße auf das Feld, wo ich weiter hinten auch ein herrenloses, schwarzes Pferd sah. Ich trabte mit Milford auf Rocket zu. Er hatte angehalten und da ich schon näher dran war, sah ich das seine Brust offen war und blutete. Jetzt war ich knapp 20 Meter von Rocket entfernt. Ich stieg von Milford ab, nahm die Zügel übern Kopf und führte ihn weiter auf Rocket zu.
Rocket stand mit gespitzten Ohren auf dem Feld und erkannte Milford wohl wieder. Er schnaubte kurz und kam langsam auf uns zu. „Du hast wohl keinen Herdenkontakt oder? Du armer. Du suchst ja schon jemanden, für Sozialkontakt. Naja, hast als Hengst auf Zoe´s Hof wohl wenig Chancen auf sozialkontakt, bist ja die einzige Ausnahme, die restlichen Pferde sind ja alles Wallache und Stuten und stehen zusammen, da passt du ja nicht dabei. Wenn du überhaupt raus darfst. So hibbelig wie du unterm Sattel warst, wohl kaum.“ Ich hatte auf den Hengst eingeredet, auch wenn ich wusste er verstand mich nicht. Aber er tat mir einfach so Leid. Er hatte mir aber anscheinend zu gehört, denn er guckte mich mit gespitzten Ohren an und duldete es, dass ich neben ihm stand. Er beschnupperte Milford, der dabei voll gechillt blieb und auch das in die Nase zwicken über sich ergehen lies. Danach konnte ich Rocket aufhalftern. „So komm. Ich weiß nicht, ob du es weißt, aber du blutest. Also komm brav mit dann können wir die Wunde schließen.“ Meinte ich, nahm Rocket in die rechte Hand und Milford in die Linke.
Beide folgten brav. Rocket tat mir immer noch leid, vor allem weil er ständig die Nähe von Milford suchte. Wie alt er war, konnte ich nicht einschätzen, aber auf jeden fall hatte er noch nicht viel Sozialkontakt zu den andern Pferden. Am Hof angekommen, führte ich Rocket in seine Box und Band Milford davor an und kramte nach meinem Handy und als ich wählen wollte, entdeckte ich einen Zettel an seiner Box.
„Ich bin mit Zoe im Krankenhaus, ruf mich bitte an wenn du Rocket hast. Und hier die Nummer des Tierarztes: 0157/7836590. Und sorry, mein Handy is alle, konnte keine SMS schreiben“
Also wählte ich diese Nummer, schilderte dem Arzt das Problem und fragte mich dann, wie ich Joe anrufen sollte, wenn er keinen Strom mehr hatte. Ich entschied mich mal im Krankenhaus anzurufen und zu fragen, ob die was wissen.
„Hallo, wie kann ich helfen?“ eine freundliche Männerstimme ging ans Telefon.
„Hallo, das war die Nummer vom Krankenhaus oder?“
„Ach so, ja Entschuldigung, hab ich vergessen zu sagen. Ja, das ist die Nummer vom Krankenhaus. Wie kann ich ihnen behilflich sein?“
„Gut. Es gab hier am Hof einen Unfall und ich wollte mal Fragen, ob ein Mann, Namens Joe, und eine Frau, Namens Zoe, bei ihnen sind. Zoe war die verletzte.“
„Ja, die sind hier, ich habe sie persönlich Empfangen und dem Arzt bescheid gesagt! Was genau sie hat, kann ich nicht sagen. Aber ich könnte bescheid sagen, dass sie angerufen haben.“
„Ja, bitte. Wenn es geht, soll Joe mich zurück rufen.“
„Ja, kein Problem! Geben sie mir einfach ihre Nummer und ich gebe es weiter.“ Ich gab meine Nummer durch und verabschiedete mich dann.

„Hallo, ich bin Herr Klausen und sollte nach Rocket gucken.“
„Ah, Hallo, ich bin Davina, wir hatten Telefoniert. Rocket ist gleich hier.“ Ich ging mit dem Tierarzt zu Rocket und als er das Pferd betrachtete, schaute ich mir Herr Klausen an. Er war nicht sehr groß, aber trotzdem kräftig. Er war so zwischen 40-50 und hatte schon graue Haare.
„Ja, zum Glück nur aufgerissen, dass lässt sich gut behandeln. Meinte er dann und suchte Desinfektionsmittel und Nähzeug. Dann desinfizierte er die Wunde und nähte sie zu. Danach kam noch Blauspray drauf und es sah schon nicht mehr so schlimm aus. Danach betrachtete Herr Klausen noch die Beine und tastete den Rücken ab. Er schaute sich noch Augen und Zähne an, tastete die Halswirbel ab und zum Schluss hörte er dann noch das Herz ab. „Er hat am Hinterbein noch eine Prellung, aber die geht auch so weg. Ansonsten ist alles in Ordnung. Einfach immer Blauspray auf die Wunde und in einer Woche komm ich zur nach Kontrolle und wenn alles ok. Ist, zieh ich die Fäden. Dann sollte das gut sein. Glück gehabt.“
„Danke, dass sie so schnell konnten.“
„Kein Problem, aber da ich ihn jetzt rein gequetscht hab, muss ich auch schnell wieder los. Also immer schön Blauspray drauf und sauber halten!“
„Ja, danke ich werds weiter sagen! Schönen Tag noch.“
„Ihnen auch!“ Herr Klausen legte seinen Koffer ins Auto und fuhr davon.

Ich saß vor Rockets Box und neben Milford und wartete vergeblich auf einen Anruf. Stattdessen kam Joe irgendwann zurück zum Hof.
„Hey, was ist mit Zoe?“ ich stand auf und ging Joe entgegen.
„Hey. Sie hat eine Prellung am Kopf und ein paar Schürfwunden. Zwar ncioht so ernst aber wegen Verdacht auf Gehirnerschütterung, muss sie noch eine Nacht da bleiben. Hast du Rocket gefunden?“
„Oh, okey. Ja, hab ihn gefunden. Ist auch schon verarztet. Steht in seiner Box.“ Joe ging zu Rocket, öffnete die Box und betrachtete das Genähte Werk.
„Sonst noch was außer die Wunde?“
„Ja, ne Prellung am Hinterbein aber die geht so wieder weg. Hier an der Brust sollt ihr täglich Blauspray drauf machen und die Wunde sauber halten. In einer Woche kommt der Tierarzt wieder.“
„Okey, danke noch mal.“ Er schaute Rocket an, streichelte seinen Hals und meinte dann:“du machst auch immer nur Mist.“
„Kein Problem. Und wünsch Zoe mal gute Besserung, auch wenn sie mich nicht mag.“ Joe kam aus der Box, schloss sie und folgte mir, als ich Milfords Zügel nahm und nach draußen ging.
„Ja mach ich. Weißt du, warum sie dich nicht mag?“
„Joa, könnte mir denken warum.“ Meinte ich und fragte dann:“Kommt Rocket eigentlich mal nach draußen?“
„Sagst du mir, warum sie dich nicht mag? Und ich glaube der kommt aufs Paddock, aber alleine.“
„Ich würde behaupten, weil sie denkt, dass ich mich an dich ran mache um dich ihr auszuspannen. Habt ihr nicht irgendeinen Wallach den ihr zu ihm stellen könnt? Der sucht richtig sozialkontakt!“
„Oh, ich sollte ihr diesen Gedanken mal nehmen… Ja, ich weiß. Ich hab Zoe das auch schon gesagt, aber sie meint immer nur, sie denkt drüber nach…“
„tu das. Und wenn es dich nicht stört, würd ich gerne wieder zurück reiten.“
„Ich hol jetzt eh nur eben Sachen für Zoe und fahr wieder zum Krankenhaus. Ich wünsch dir noch viel Spaß.“
„Danke. Und vergess nicht Gute Besserung zu wünschen!“
„Nein, vergess ich nicht. Und Sorgen muss sie sich auch nicht machen, ich klär das mal. Vllt ist sie dann netter.“ Von wegen keine Sorgen machen! Ehe ich was sagen könnte oder machen konnte, umarmte er mich, gab mir einen Kuss auf die Wange und flüsterte mir ins Ohr:“Vielleicht sollte sie sich doch Sorgen machen..!“ lies mich los und ging wortlos zum Haus. Er lies mich Eiskalt da stehen. Mit dem, in meinem Kopf hallenden, Satz und meinem Pferd in der Hand. Ich stand da wie bestellt und nicht abgeholt.
„Ich versteh diesen Mann nicht!“ sagte ich mehr zu mir selbst aber als Antwort von Milford stupste er mich genervt an.

„Warum hast du Blut an deiner Jacke?!“ fragte mich Chris leicht entsetzt, als ich mit Milford zur Box lief und er mir entgegen kam.
„Oh. Rocket hat sich verletzt und ich hab ihn eingefangen, dabei hab ich wohl was abbekommen.“
„Rocket?!“
„Ja, bei Joe am Hof ein Hengst. Zoe wollte ihn absatteln und in seine Box bringen, da ist er wohl irgendwie abgehauen.“
„Zoe?!“
„Joes Freundin.“
„Ah.“ Sagte Chris und es schien mir, als wenn seine Laune besser wurde.
„Was?“ fragte ich ihn und ging zu Milfords box.
„Nix, nix!“
„nein, nur nicht!“ meinte ich und boxte Chris leicht in die Seite.
„Nein, echt nix. Hast du gleich noch Lust was essen zu gehen?“
„Klar, warum nicht. Ich muss nur noch Milford weg bringen und den Kälbern ein bisschen Heu geben. Die Wiese sieht ja nicht mehr so toll aus.“
„Oder, du kümmerst dich um Milford und ich bring den Kälbern eben Heu?!“
„Klar. Eine volle Schubkarre reicht. Treffen wir uns gleich am Parkplatz?“
„Ja, okey. Bis gleich. Und wasch vielleicht noch das Blut ab…“
„Keine Sorge ich zieh gleich die andere Jacke an, die noch im Auto liegt.“ Chris nickte noch und ging dann los, um den Kälbern ihr Heu zu geben.

Ich ging mit Milford in die Box, zog ihm die Trense vom Kopf und löste dann den Sattelgurt. Ich zog den Sattel von Milfords Rücken und legte den Sattelgurt über die Sitzfläche. Und verlies die Box. Dann nahm ich den Sattel auf einen Arm, um mit der anderen Hand nach den Stäben der Tür zu greifen, um diese zu zuziehen. Ich nahm noch irgendwie die Putzbox in die Hand und ging zur Sattelkammer. Den Sattel hievte ich auf den sattelbock und die Trense hängte ich an den richtigen hacken. Die Putzbox kam in meinen Spint. Ich nahm mir noch den Hufkratzer aus der Putzbox und ging nochmal zu Milford.
„So, dann kratzen wir dir noch die Hufe aus.“ Meinte ich beiläufig und fing vorne links an. Dann hinten links, hinten rechts und vorne rechts. Doch vorne rechts wollte er das Bein erst nicht richtig heben. Ich schaute mir das Bein an und fand eine Wunde, die schon leicht entzündet war. „Wo hast du das denn her?“ fragte ich und schaute es mir nochmal an. Es war wirklich entzündet, also musste ich schon wieder zur Sattelkammer. Auf dem Weg kam Judith mir noch entgegen und fragte mich, warum ich denn Blut auf der Jacke hatte. Ich erklärte es ihr kurz und ging dann aber auch schon weiter. In meinem Spint suchte ich die entsprechende Salbe und lief zurück zu Milford. „So, dann bitte einmal still halten!“ sagte ich, schraubte die Tube auf, drückte Salbe auf meinen Finger und schmierte es auf die Wunde. „So, und jetzt die Salbe drauf lassen!“ meinte ich zu Milford, knuddelte ihn kurz und ging dann wieder. Die Tür hatte ich zu gemacht und die Salbe brachte ich zurück zum Spind.

Chris stand schon am Parkplatz. Ich zog meine Dreckige Jacke aus, krempelte sie auf links und legte sie in den Kofferraum. Auf der Rückbank lag noch eine andere Jacke, die ich anzog, weil es doch recht frisch war. Chris lehnte an meinem Auto und schaute mich Fragend an. Wir machten aus, dass wir erst nach Hause fahren und uns umziehen und uns dann auf dem Parkplatz vor dem Restaurant treffen.
Also fuhr Chris zu sich und ich zu mir.

Als ich die Tür aufmachte hörte ich schon eine Kugel die Treppe runter poltern. Ich machte die Tür grade auf und konnte runter zählen:“3…. 2…. 1….“ Schwupp stand Eddy Schwanz wedelnd vor mir und begrüßte mich ausgiebig. „Ja, ist gut, ich lebe doch noch!“ lachte ich und drängte mich an ihm vorbei in die Wohnung. Ich hatte die Jacke mit dem Blut mit rein genommen und direkt nach dem Schuhe ausziehen in der Badewanne eingeweicht. Danach zog ich mir meine stinkenden Stallsachen aus, schmiss sie in die Wäsche und suchte mir ein frisches Oberteil und eine frische Jeans raus. Die Sachen zog ich an, suchte mein Parfum sprühte mich damit ein, auch meine Haare, damit die nicht mehr stinken und dann suchte ich meine Handtasche. Wo auch immer ich dieses verflixte Ding hin gelegt hatte. Ah, natürlich.. auf mein Bett. Wie auch immer ich sie da übersehen hatte. Ich stopfte alles rein, was ich brauchte und schloss die Tasche.
Ich lies Eddy noch kurz in den Garten, weil ich grade keine Zeit zum Spazieren hatte. Ich machte seinen Haufen natürlich weg und gab ihm noch sein Abendessen und frisches Wasser. „So mein dicki. Jetzt bist du wieder alleine. Ich geh jetzt.“ Ich bückte mich zu ihm, knuddelte sein Fell einmal durch, nahm dann meine Tasche und Schlüssel und verlies die Wohnung, um zum Restaurant zu fahren.

Ich war schon da und hatte auf der Seite des Restaurants ein Parkplatz gefunden, als ich sah, dass Chris auf der andern Straßenseite einparken. Er stieg aus, schloss das Auto ab und ging zur Bürgersteigkante. Er schaute nach links und rechts und weil kein Auto kam, ging er über die Straße. Doch auf einmal kam ein schwarzer Audi angerast. Chris war grade in der Mitte der Straße und eigentlich wäre genug Platz zum ausweichen gewesen, doch der Audi wurde nicht langsamer und wich nicht auf die andere Spur aus.
„Chris!“ schrie ich, doch es war zu spät. Chris wurde vom Auto erfasst, knallte von der Motorhaube, über die Windschutzscheibe aufs Dach und knallte dann wie eine Puppe auf den Asphalt. Ich stand erst wie erstarrt da und hatte keine Ahnung was ich tun sollte. Dann rannte ich auf ihn zu, sank zu Boden und redete auf ihn ein. Er antwortete nicht. Eine Frau, die alles mit angesehen hatte wählte den Notruf und ich redete weiter auf Chris ein. Er antwortete nicht. Er atmete aber noch. Aber er hatte eine Wunde am Kopf, die blutete. Chris antwortete immer noch nicht und gab mir, außer sein Atmen, kein Lebenszeichen. Ich fing an ihn an zu schreien, doch es nutzte nix.
Ich hörte die Sirenen des Krankenwagen und eines Polizeiautos. Dann sah ich die Blaulichter und 1 Krankenwagen und 1 Polizeiauto kamen angefahren. Die Ärzte kümmerten sich sofort um Chris und ich wurde von einem Polizisten bei Seite gezogen. Aber ich wollte nicht weg. Ich wehrte mich und versuchte wieder zu Chris zu kommen, doch mein Versuch schlug fehl und so zog der Polizist mich mit zum Auto und ich setzte mich auf den Boden und lehnte mich an den Reifen. Ich fühlte mich wie ein Nichtschwimmer, den man ins Wasser schmeißt und ertrinken lässt. Wie ein Nichtschwimmer der nicht weiß was er machen sollte und immer tiefer sinkt. Ich saß einfach da, schaute zu wie in Chris irgendwelche Flüssigkeiten gespritzt wurden und alle möglichen Sachen getestet wurden und hatte in meinem Kopf nichts anderes, als das Gefühl immer weiter zu versinken.
Dann wurde Chris auf diese Liege gehoben, in den Krankenwagen geschoben und weg gefahren. Und ich hatte keine Ahnung was mit ihm war.
Ich war ertrunken, wie ein Nichtschwimmer ohne eine Ahnung was ich tun sollte.

#2 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Davina 06.01.2013 22:48

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Kurz:
bei Chris aufgewacht, von Joe unzählige Nachrichten gehabt
Am stall Navarro laufen gelassen, sarah springunterricht gegeben
Karlos besucht, joe angetroffen
mit Milford zu Joe geritten
Rocket nach einem Unfall wieder zurück zum Hof gebracht und Tierarzt gerufen
mit Chris zum essen gehen verabredet, wegen einem Unfall dann nicht mehr

#3 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Lucy 09.01.2013 19:15

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- Also die letzten paar Zeilen sind dir spitzenmässig gelungen. Habe richtig Gänsehaut bekommen!

- Du magst wohl Unfälle, oder? :D Du, Joe, Chris... Wer kommt als nächstes??

- Hier musste ich besonders fest lachen:
Wir ritten im Schritt – oder eher Milford und ich, Rocket… ja, was war das wohl für eine Gangart? - zum Hof zurück.

Bewerten kann ich heute nicht mehr, schreibe morgen 2 Test und muss noch lernen... Vielleicht kann das Nina oder Julia tun und sonst mach ich es dann i-wan mal. ;)

#4 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Davina 09.01.2013 19:33

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Danke :)

ja unfälle sind toll :D zumindest virtuell :D is doch langweilig immer nur von einem super Tag zu berichten ;D aber eig hatte ja eher Zoe den Unfall nicht Joe :D Joe is ja aufm Pferd geblieben das war ja nur ein ´zwischenfall´ :D

okey :) jetzt weiß ich wenigstens dass der beri zumindest mal gelesen wurde :D

#5 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Lucy 09.01.2013 19:35

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Meinte eigentlich auch Zoe... :/ Sorry.

#6 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Davina 09.01.2013 20:39

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is ja nich schlimme :D Joe und Zoe is ja fast gleich :DD

#7 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Lucy 10.01.2013 07:28

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Buchstaben mässig schon, aber als Person nicht ! :D

#8 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Lucy 24.01.2013 14:16

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Ausführlichkeit: 48/50
Personen: 25/30 (Zoe, Joe, Chris und noch mehr...)
Schicksal des aktuellen Monats: -/20
Aufgabe des aktuellen Monats: 10/10
Handlung: 45/50
Gesamt: 128/160

Level kommt noch... Die nächste Lektion beginnt gleich. Also in 45 min. ;)

#9 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Davina 24.01.2013 14:33

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ui danke :)

#10 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Lucy 24.01.2013 15:09

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1725 Punkte -> 22. Level ab 1700 Punkten: Du kannst dir für 10.000T ein eigenes Haus zusammenstellen lassen.

#11 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Nina 26.01.2013 19:43

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Was 10.000T nur?! Julia was hast du da für´n Müll geschrieben :)

Ok du kriegst ein kleines Haus, falls du wirklich eins willst ^^
frag entweder mich, oder Julia wir haben beide das gleiche Sims ;)

#12 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Davina 26.01.2013 20:38

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ich will aber kein haus :D ich bleib bei Judith ;D

#13 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Nina 26.01.2013 20:46

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Kannst ja Judith bei dir einziehen lassen, muss sie halt an dich Miete zahlen, ausser du bist so freundlich und lässt sie umsonst beo dir wohlen :P

Ich hoffe ich laber jetzt keinen Mist Julia ^^

#14 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Davina 27.01.2013 00:15

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ne keine lust auf umzug :D

#15 RE: Bericht wenn der Tag gut anfängt, endet er schlecht von Nina 27.01.2013 11:47

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Gut, dann haben wir weniger Arbeit :P

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