#1 Dandy: Großes Hürdenrennen - 1. Platz von Lisa 30.06.2013 16:27

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Großes Hürdenrennen, Dandy, 1. Platz, 6.000T
Das nächte Rennen stand an, die Spannung stieg. Diesmal war es nicht ein „einfaches“ Flachrennen, nein, überall auf der Strecke standen Hürden. Da es das große Hürdenrennen war, wurden sie nach dem vorangegangenen Rennen noch einmal erhöht, bis sie schließlich die Höhe von einem A-Springen erreicht hatten. Aber es waren Reisighecken, man konnte also ein bisschen „hindurchstreifen“. Ich bezweifelte aber, dass Dandy sich dessen bewusst war...
Der Ablauf war ähnlich wie im Warmblutrennen. Zunächst ritten wir ein bisschen in Führring herum, wobei Dandy stolz den Nacken bog und die Füße hob. Scheinbar war ihm der zweite Platz doch ein bisschen zu Kopf gestiegen.
„Aber du warst ja auch spitze, stimmts, mein Guter?“, fragte ich ihn und streichelte über seinen Hals. Eifrig nickte er mit dem Kopf und schnaubte. Die Abwechslung schien im wirklich Spaß zu machen und ich war gespannt, wie er sich mit den Hürden anstellen würde. Würde er jetzt unkonzentriert sein, da er mehr auf die Zuschauer achtete als auf mich? Ich hoffte einfach, dass er sich, sobald die anderen Pferde losgaloppierten, wieder auf das eigentliche konzentrieren würde; das Rennen!
Die Wetter schienen uns gute Chancen einzuräumen, wir ernteten viele bewundernde Blicke von den Leuten rings um den Führring. Dandy sah aber auch klasse aus; sein Fell glänzte mit seinen Augen um die Wette und seine Muskeln spielten unter der straffen Haut. Er tänzelte vor Energie und war nicht ängstlich oder nervös. Außerdem hatte unsere Aufholjagd vom Warmblutrennen scheinbar manche Leute auf uns aufmerksam gemacht. Das sollte uns nur Recht sein, dachte ich. Schließlich ritt ich mit Dandy die Turniere, damit die Leute auf den Zuchtstall von Tsubasa aufmerksam wurden.
„Gut machst du das, mit dem Aufmerksamkeit-erregen“, redete ich mit Dandy, um meine eigene Nervosität zu überwinden. Und dann ging es auch schon los.
Schneller als vorher paradierten wir an den Tribünen vorbei und begaben uns in die Startboxen. Diesmal waren wir an zweiter Position. Ob das gut war oder nicht, konnte ich nicht beurteilen, war ja schließlich erst unser zweites Rennen.
Und schon gingen die Türen auf, die Pferde schossen davon, und mit ihnen; Dandy und ich! Diesmal wusste er Bescheid, und war im richtigen Moment bereit. Er galoppierte mit so einer Wucht los, dass ich mich an der Mähne festhalten musste, sonst wäre ich wohl ohne ihn in der Startbox zurück geblieben. Bevor ich überhaupt die Lage überblicken konnte, sprangen wir schon im Pulk über die erste Hecke. Dandy warf sich hinüber, ohne zu zögern und zog noch mehr an. Rechts hatte ein Fuchs die Führung übernommen, er galoppierte drei Längen vor dem Feld und unser Nachbar aus Starbox Nummer eins, auch ein Rappe, war dabei, ihm die Führung streitig zu machen. Ich ließ Dandy hinter ihm herlaufen, da er ein gutes Tempo vorlegte und ich nicht die Führung direkt übernehmen wollte. Und da kam schon die nächste Hecke! Ich zügelte Dandy ein bisschen, um ihn von dem Pferd vor uns fern zu halten, wenn wir sprangen. Das gefiel meinem Rappen aber ganz und gar nicht! Ungehalten schüttelte er den Kopf und versuchte, sich mir zu widersetzten. Er war zu stark und biss sich im Gebiss fest, sodass ich die Kontrolle verlor. Verweifelt schaute ich vor mich. Der Rappe sprang ab, aber wir mussten auch abspringen!
Plötzlich machte Dandy einen kleinen Schlenker nach rechts, sodass wir so dicht an ein anders Pferd dran kamen, dass sich unsere Steigbügel klirrend berührten. Und schon waren wir in der Luft! Als wir landeten, befanden wir uns nicht mehr hinter dem Rappen, sondern neben ihm. Dandy hatte entschieden, dass er genug davon hatte, hinterherzulaufen. Der Fuchs führte noch immer, er hatte die Führung sogar ausgebaut, und Dandy setzte zur Verfolgung an. Während der nächsten drei Hindernisse hatten wir uns eine gute Position an seiner Flanke erarbeitet, und jetzt fing Dandy auch wieder an, auf mich zu horchen. Das Feld war direkt hinter uns, aber noch waren wir auf dem zweiten Platz. Aber als wir schon dreiviertel der Strecke erreicht hatten, kam ein Schimmel von rechts außen gefährlich schnell näher. Noch ein Sprung, und schon befand er sich auf unserer Höhe.
„Los, Dandy!“, feuerte ich ihn an, denn jetzt kam die Zielgerade und es ging darum, noch einmal die letzten Kräfte zu mobilisieren. Und Dandy reagierte willig! Gemeinsam mit dem Schimmel zogen wir an dem langsam nachlassenden Rappen vorbei und gingen Kopf an Kopf in Führung!
Ich versuchte, Dandy bestmöglich zu unterstützen, lehnte mich noch dichter an seinen Hals und knetete diesen.
„Auf auf auf!“, feuerte ich ihn an. Eine Zeit lang liefen wir Kopf an Kopf, dann kam ein Sprung, und wir sprangen gleichzeitig ab. Das muss ein schönes Bild gegeben haben, wie ein Rappe und ein Schimmel gleichzeitig in die Luft segeln. Aber Dandy, mein guter Dandy hat einen riesen Satz gemacht, und als wir landeten, lagen wir eine Nasenlänge vorn! Nur noch ein Hindernis, und dann die Endgerade lag vor uns. Zentimeter für Zentimeter kämpften wir mit dem Schimmel, der einfach nicht aufgeben wollte, um Boden. Aber wir schafften es nicht. Hartnäckig behauptete er die Position neben uns, bis wir wieder auf gleicher Höhe waren.
Mit enormen Kraftaufwand sprang Dandy über die letzte Hecke. Es schien, als würde die Zeit stillstehen, obwohl alles rasend schnell ging. Wir hingen in der Luft, wir flogen, schwebten, segelten... Und dann landeten wir, mit einer Halslänge Vorsprung!
„Jaa, los Dandy!“, schrie ich gegen den Wind und Dandy schien zu spüren, dass das die letzten Meter waren uns es um alles ging. Er zog an, und schaffte es! Wir bauten den Vorsprung aus, bis wir schließlich mit einer halben Länge Abstand ins Ziel preschten. Wir hatten gewonnen!!!

#2 RE: Dandy: Großes Hürdenrennen - 1. Platz von Nina 31.08.2013 00:53

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