#1 17. Bericht: Ein schwieriger Anfang von Lisa 11.03.2014 11:20

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„Also ihr Beiden seit Herberts talentiertesten Reiter?“, fragte Edoardo Rossero, alias „Maestro“, und blickte uns prüfend an.
Der „Maestro“ war eine beeindruckende Persöhnlichkeit; er strahlte eine unglaublich natürliche Dominaz aus, dass man sich wieder in die Grundschulzeit zurückversetzt fühlte, in der die Lehrer so eine Art Heilige waren, denen man unbedingtes Gehorsam schuldig war. Dennoch hatte er etwas sehr väterlich beruhigendes an sich, eine Art, die einem ein gutes Gefühl vermittelte. Die einem die größte Nervosität nahm, die man verspürte, um ja nichts falsch zu machen.
Kurzum; ich WOLLTE dem Maestro unbedingt gefallen, wollte mich von meiner Besten Seite präsentieren und wollte, dass er stolz auf mich war. Es war verplüffend, dass ich dieses Gefühl hatte, obwohl ich erst zwei Sätze aus seinem Mund gehört hatte. Ich überließ es Robby, den Maestro über den Sachverhalt aufzuklären. Ich wollte nicht diejenige sein, die ihm die Nachricht überbrachte, dass noch nicht mal die zweite Wahl hier war, sondern eher die letzte. Ich musste schwer schlucken, als ich an das Vorreiten dachte. Rasch schob ich die düsteren Gedanken beiseite und konzentrierte mich wieder auf das Gespräch.
„Nun denn, mein alter Freund wird sich schon etwas dabei gedacht haben, als er dich stattdessen schickte“, richtete der Maestro das Wort nun an mich. Etwas ratlos hob ich die Schultern. Was sollte ich erwidern?
„Ich werde mein Bestes geben“, versprach ich schließlich.
Der Maestro nickte kurz und herrisch.
„Das erwarte ich von euch beiden“, er machte eine kurze Pause und blickte auf einen Plan auf seinem Schreibtisch hinunter.
„Junge, du wirst Fiducia reiten, und du“, damit nickte er zu mir rüber, „du nimmst Crescendo. Francesco, zeig Ihnen wo die beiden sind und wo sie alles, was sie brauchen, vorfinden. In zwanzig Minuten erwarte ich euch in der Halle.“ Damit waren wir scheinbar entlassen, denn der Maestro senkte seinen Blick wieder auf die Unterlagen, die vor ihm lagen, und wir beeilten uns, das Büro zu verlassen, um ihn nicht zu stören.

Francesco führte uns durch die luxuriösen Stallungen. Die Boxen waren sehr groß und hell, jede mit einem Außenfenster ausgestattet. Durch die schweren Mauern war es auch in den Stallungen angenehm kühl, weshalb die Pferde den Tag über drinnen verbrachten. Allerdings waren viele der Boxen leer.
„Tja, wenn Turnierreise angesagt ist, bleiben nicht viele Pferde hier. Die meisten sind momentan unterwegs, aber in ein paar Tagen kommen die anderen wieder und dann geht es hier wieder lebhafter zu“, erklärte Francesco, während wir die breite Stallgasse entlang liefen.
Neugierig betrachtete ich die übrig gebliebenen Pferde. Es waren sehr schicke Pferde, alle in toller Verfassung, mit glänzendem Fell und wachem Blick.
Wir blieben vor einer Box stehen, in dem ein stattlicher Dunkelfuchs mit vier weißen Beinen stand. Eine breite Blesse zierte sein hübsches, ausdruchsstarkes Gesicht.
„Und das hier ist Crescendo. Er ist ein braver Kerl, und hat wirklich bomben Gänge. Momentan hat er Turnierpause, da er erst vor zwei Wochen sein erstes Grand Prix gegangen ist.“
„Wow, der ist ja richtig schick! Wie war es denn?“, erkundigte ich mich neugierig, während ich Crescendo meine Hand hinhielt, die er ausgiebig beschnupperte, bevor er mit seinen rauen Lippen an meinen Fingern spielte.
„Super, er ist fünfter geworden!“, verkündete Francesco stolz.
„Madeleine ist ihn geritten, und die beiden waren wirklich ein wunderbar harmonisches Paar. Das war ein großer Erfolg für uns“, erklärte er. Ich war von diesem Teamgeist echt beeindruckt. Man spürte überhaupt keine Rivalität in Francescos Worten, er schien sich wirklich aufrichtig für Madeleine und Crescendo zu freuen. Und ich begann, mich auf die Zeit in Italien zu freuen. Der erste Eindruck war auf jedenfall der Hammer!

Wenig später thronte ich hoch oben auf dem schicken Dunkelfuchs. Und ich fühlte mich wirklich wie auf einem Thron! Crescendo gab einem ein gutes Gefühl, er hatte sehr geschmeidige, schwungvolle Bewegungen und schritt selbstbewusst in fleißigen Schritt unter mir dahin. Ich grinste Robby zu, der auf der braunen Stute Fiducia auf dem anderen Zirkel seine Runden drehte. Er grinste zurück und zwinkerte mir zu.

Dann kam der Maestro. Seine Präsenz füllte die Halle auf und die gesamte Aufmerksamkeit – auch die der Pferde, wie es mir schien – war sofort auf ihn gerichtet, obwohl er noch keinen Ton von sich gegeben hatte.
„Zügel aufnehmen, antraben, vorwärts abwärts arbeiten!“, kam schon das erste Kommando. Ich bemühte mich, alles korrekt auszuführen, und trabte an. Und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Crescendo schwebte förmlich über den weichen Hallenboden. Allerdings wurde ich von seinem Schwung auch ganz schön weit aus dem Sattel katapultiert. Ich bemühte mich, ruhig aus dem Sattel aufzustehen und mich tief wieder hineinzusetzten, bei jedem einzelnen Trabtritt. Nur die Hände und Beine ruhig halten!, ermahnte ich mich innerlich. Vorsichtig gab ich eine halbe Parade am äußeren Zügel und Crescendo ließ willig den Kopf ein wenig fallen und schnaubte promt ab. Ich freute mich wie ein kleines Kind, dass ich auf diesem herrlichen Pferd ritt, und er sich brav vorwärts abwärts streckte.
Doch dieses Gefühl währte nicht lange, schon kam die erste Kritik des Maestros, den ich für einen kurzen Moment vergessen hatte.
„Du sitzt wie ein Stock auf dem Pferd, lass doch mal die Schultern locker, Hände entspannt tragen, in der Hüfte nicht blockieren!“, hagelte es die ersten Verbesserungen.
Auch Robby bekam sofort seinen Senf ab. Aber den Rest der Stunde bekam ich von Robby nicht viel mit, da ich so auf mich und das Pferd unter mir konzentriert war, dass ich alles andere verdrängte.
Den schwarfen Augen des Maestro entgang nicht der kleinste Fehler, und er sparte nicht an Kritik. Ein Lob bekam ich hingegen kein einziges Mal, sodass ich nach der Reitstunde verschwitzt, völlig am Ende meiner Kräfte und mies gelaunt vom Pferd rutschte. Ich fühlte mich wie ein völliger Versager, zu nichts zu gebrauchen und auf jeden Fall vollkommen Talentfrei im Sattel. Es war doch zum heulen. Dabei war Crescendo wirklich toll gelaufen, hatte auf alle meine Hilfen folgsam reagiert. Ich lobte ihn matt, bevor ich ihn aus der Halle führte.
Francesco hatte uns genau erklärt, welches Programm wir nach und vor dem Training mit den Pferden strickt einzuhalten hatten. Also musste ich meine müden Arme dazu bewegen, Crescendo zunächst abzusatteln, dann seine Hufe zu säubern, ihn komplett abzuspritzen, dann kam trockenführen und mit einem weichen Tuch abreiben. Schließlich noch die Hufe einfetten und Nüstern und Augen auswischen. Natürlich mussten Schweif und Mähne ausführlich gebürstet werden, bevor ich mich dem Sattelzeug widmen konnte. Jetzt verstand ich auch, warum die Pferde hier alle so einen tollen Eindruck machten, wenn sie jeden Tag derart gewienert wurden!
Ich hingegen war verschwitzt und schmutzig. Aber bevor ich selbst duschen konnte, musste erst noch das Gebiss ausgewaschen und Sattel und Trense übergewischt werden. Erschöpft saß ich in der Sattelkammer und befreite die Steigbügel vom Hallensand. Robby war mit seiner Stute auch fertig und gesellte mich zu mir. Er machte keinen viel besseren Eindruck als ich.
„Na, alles klar bei dir?“, fragte er müde.
Ich grinste ihn schief an und zuckte die Schultern.
„Bis auf mein totales Versagen geht es mir gut“, gab ich zurück.
Robby lachte.
„Du darfst dir das nicht zu Herzen nehmen, bei mir lief es nicht besser. Aber das ist hier so. Der Maestro ist knall hart, er gibt jedem am Anfang das Gefühl, der größte Versager zu sein. Aber es wird besser, glaub mir. Und je griesgrämiger er dier Unterricht gibt, je mehr hält er von dir. Also Kopf hoch, Kleine!“
Robby stand auf und setzte sich neben mich, um mich in den Arm zu nehmen und mir einen Kuss auf die Stirn zu geben.
„Puh, dich muss ich gleich erst mal mit dem Schlauch abspritzen, so kommst du nicht in den Pool!“, kommentierte er und schaute mich schelmisch an.
„Was?“, fragte ich verwirrt, zu erschöpft um ganz zu verstehen. Einen Pool hatte ich gar nicht gesehen, was meinte er?
Wir räumten die blitzblanken Sättel weg und machten aus auf den Weg. Wir gingen durch die Ställe, auf deren Boden kein einziger Strohhalm lag, und betraten den Hof, der immer noch vor Hitze schwirrte. Jetzt verstand ich auch, warum die Gebäude allesamt aus schwerem Stein gebaut waren. Das hielt die Hitze ab, auch in der Reithalle war es angenehm kühl.
„Was ist das eigentlich hier für ein Putzwahn? Hier ist alles blitzblank, so einen sauberen Stall habe ich ja noch nie gesehen!“, kommentierte ich.
„Naja, der Maestro und seine Rechte Hand Alessandro Bettini – der momentan mit auf Turnierreise ist – kontrollieren jeden Abend die Stallungen. Jeder vom Team hat zwei bis drei Pferde zugeteilt, um die er sich kümmern muss. Francesco hat mir schon alles genau erklärt, damit wir vorbereitet sind. Sie haben sogar eine Art Punktesystem, nach dem sie den Zustand der Pferde und deren Boxen, beziehungsweise die Stallgasse direkt davor bewerten. Und das jeden Abend, stell dir mal vor! Jeder kleinste Strohhalm gibt einen Punkt Abzug, genauso wie ein Fleckchen Huf, das nicht eingefettet ist. Das ist wirklich ganz schön elitär hier, aber der Maestro und Bettini sind vom alten Schlag, die legen da so viel Wert drauf, dass diejenigen, die eine gewisse Punktzahl nicht erreichen, Strafarbeiten verrichten müssen. Sowas wie Zäune reparieren, Stroh und Heu abladen, Hufschlag machen und so weiter. Dafür gibt es sonst eigene Angestellte, damit die Reiter sich wirklich nur auf ihre Pferde konzentrieren können. Alles ist darauf ausgelegt, dass die Pferde perfekt umsorgt sind und so ihr ganzes Talent komplett entfalten können. Genau wie es Strafe bei zu wenigen Punkten gibt, gibt es scheinbar auch Belohnungen, wenn man den höchsten Punktestand eine länge Zeit lang hält. Aber wie genau die ausfallen, weiß ich nicht. Scheint eh nicht so häufig vorzukommen, der Maestro und Bettini sind da scheinbar äußerst streng. Was mich wieder zu dir bringt“, erklärte er und grinste mich spitzbübig an.
„So kannst du hier nicht rumlaufen“, fügte er hinzu, bevor er mich packte und hochhob.
„Neiiin!“, kreischte ich und zappelte, um freizukommen. Aber Robby hiel mich gnadenlos fest und schleppt mich zum Waschplatz. Jetzt kam auch Francesco hinzu, und schnappte sich den Wasserschlauch. Ein abgekartertes Spiel!
Robby hielt mich fest, während Francesco mich mit dem kalten Wasser aus dem Schlauch abspritzte. Ich wand mich, kam aber von Robby nicht los und musste so lachen, dass ich mich beinah an dem Wasser verschluckte. Als sie endlich aufhörten, waren die beiden fast genauso nass geworden, wie ich es war. Völlig außer Atem stand ich in der Sonne und stüzte mich an der Wand ab. Ich war klitschnaß, aber jetzt war mir wenigstens nicht mehr so heiß.
„Los, geh deinen Bikini holen, Francesco will uns was zeigen!“, forderte Robby mich auf und wenig später waren wir unterwegs. Wir gingen hinter dem rechten Stall in den Wald. Dort stießen wir auf die Geländestrecke, auf der wir ein kleines Stück entlang gingen, bevor wir auf einen Pfad abbogen, der wieder aus dem Wald heraus führte. Wir kamen auf eine Art Plateu, von dem aus man die Weiden und den Dressurplatz sehen konnte. Und nicht nur dass, man hatte eine wunderschöne Aussicht auf das Tal und die Umliegenden Berge. Und hier, auf diesem kleinen Plateu war ein kleines Gebäude errichtet. Von der einen Seite aus sah es aus wie ein normales Haus, doch als wir drumherum gingen staunte ich. Da war ja tatsächlich ein Pool! Er war ziemlich groß und grenzte an die Felsengrenze, hinter der es ein Stück steil hinab ging.
Zwischen dem Pool und dem Haus war eine breite Steinterasse, auf der Sonnenliegen standen. Die Rückseite des Poolhauses war komplett verglast, sodass man den gemütlich eingerichteten Raum dahinter sehen konnte. Dort stand eine Couchlandschaft, ein Fernseher und eine kleine Küche war auch zu sehen. Die Terassentür war offen, und Francesco führte uns hinein und durch den großen Wohn- und Essbereich hindurch zu einer Tür, die in den Flur führte.
„Da kannst du dich umziehen“, wies Francesco mich an und zeigte auf eine Tür, während er und Robby durch eine andere hindurch gingen. Neugierig öffnete ich die mir zu gewiesene Tür. Dahinter war ein kleiner Raum mit Schränken und einer Bank in der Mitte, in dem man sich umziehen konnte. Eine weiter Tür führte in ein schickes Badezimmer. Also, geizig waren die hier wirklich nicht!, dachte ich und staunte über die noble Ausstattung. Scheinbar wurde hier nicht nur viel Wert auf das Wohl der Pferde, sondern auch auf dass der Reiter gelegt. Das Monte Cassini - ein wahres Paradies für Pferd und Reiter!

Nach dem Umziehen sprangen wir zu dritt in den Pool, und meine Erschöpfung war sofort wie weggeblasen. Wir tauchten uns gegenseitig unter, spritzten uns voll und benahmen uns wie ausgelassene, kleine Kinder. Es tat so gut, in dem kühlen Wasser vor der heißen Sonne zu flüchten und wir hatten viel Spaß.
Doch irgendwann wurde es mir dann doch ein bisschen zu kalt, sodass ich die Jungs alleine ließ und mich auf der Liegen in die Sonne legte. Jetzt waren ihre Strahlen angenehm war und ich dachte über die anstrengende Reitstunde nach. Ich hoffte, dass der Maestro mich nicht für einen totalen Versager hielt, und nahm mir fest vor, all seine Tipps umzusetzten, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Ob ich wohl morgen wieder Crescendo reiten würde? Und was würden wir heute noch machen? Es war mittlerweile bestimmt schon fast sechs Uhr, die Sonne knallte nicht mehr ganz so stark vom Himmel und so langsam bekam ich Hunger. Wie das Essen hier wohl sein würde?

Über meine Grübeleien war ich wohl eingeschlafen, denn ich war vollkommen unvorbereitet, als ich plötzlich an Händen und Füßen gepackt wurde.
„Hey!“, protestierte ich, als Francesco und Robby mich hochhoben und Richtung Pool trugen.
„Neiiin!“, kreischte ich, als ich verstand, was sie vorhatten. Nicht schon wieder! Der Wasserschlach hatte mir gereicht, aber die beiden Jungs hatten wirklich nur Unsinn im Kopf, sodass ich wenig später mit Schwung in den Pool flog.
Prustend tauchte ich wieder auf.
„Dass werdet ihr mir büßen!“, drohte ich lachend und außer Atem. Schnell sprang ich aus dem Pool und schnappte mir Robby, der von meinem Angriff so überrascht war, dass ich ihn mit mir in den Pool ziehen konnte. Francesco verdrückte sich rasch nach drinnen, sodass wir alleine waren.
Ich packte Robbys Schultern und tauchte ihn unter. Für einen Moment war es sehr still, und das Wasser glättete sich kurz wieder um mich herum, als ich mich von unten an der Hüfte gepackt fühlte. Dann tauchte Robby direkt vor mir auf und umarmte mich. Sofort war ich wie elektriziert von seiner warmen Haut in dem kalten Wasser, und seinen starken Armen um mich herum. Seine muskulöse Brust drückte gegen meine Brüste, und seine Lippen fanden meine...

„Hey, ihr Turteltauben, es gibt gleich Abendessen!“, unterbrach uns Francesco wenig später, der wieder aus dem Poolhaus nach draußen gekommen war. Seufzend lösten wir uns voneinander, und Robby schaute mir tief in die Augen, bevor wir aus dem Pool raus gingen und uns abtrockneten.
Wenig später waren wir wieder unterwegs zum Haupthaus. Die Sonne schien durch die Pinienbäume und malte vielfältige Lichtflecken auf den weichen Waldboden. Es war ein herrlicher Abend, den wir auf einer Terasse hinter dem Haupthaus verbrachten. Das Essen war sehr lecker und Francesco, Robby und ich waren unter uns. An einem anderen Tisch saßen der Maestro und ein paar andere Männer und Frauen, die hier angestellt waren, wie Francesco uns verriet. Die meisten Plätze waren leer, was darauf hinwies, dass es sonst viel mehr Trubel beim Essen gab. So genoßen wir die letzten Strahlen der Sonne und plauderten über die Pferde und über diesen wundervollen Ort, bis dieser aufregende, erste Tag in Italien zuende ging. Völlig übermüdet verabschiedete ich mich von Robby mit einem langen Kuss, bevor ich in mein Zimmer ging und sofort ins Bett viel.

Am nächsten Morgen wurden ich um sechs Uhr von Robby geweckt, der an meine Tür klopfte.
„Hey, Babe, du musst aufstehen, scheinbar steht jetzt eine Runde Morgensport an, oder so. Beeil dich, es geht gleich los!“
Völlig schlaftrunken richtete ich mich auf und schaute mich ein wenig orientierungslos um. Okay. Sport. Alles klar. Von Reiten hatte er nichts gesagt, also lieber eine Sporthose anziehn. Los!, ermunterte ich mich und zwang mich aufzustehen. Ich zog meine kurze Sporthose aus dem Schrank und streifte sie mir über. Rasch ging ich ins Bad, um mir das Gesicht zu waschen und die Zähne zu putzen, danach machte ich mir einen Pferdeschwanz und zog mir Turnschuhe an, bevor ich zu Robby auf den Flur trat.
„Morgen“, begrüßte ich ihn schlaftrunken.
Er sah natürlich trotz der unmenschlichen Uhrzeit umwerfend aus. Ein bisschen dunkle Schatten unter den Augen hatte er zwar schon, aber das tat dem Gesamtbild keinen Abbruch.
„Guten Morgen, Süße. Na, wie hast du geschlafen?“, fragte er und drückte mir einen Kuss auf die Lippen.
„Wie eine Tote!“, antwortete ich wahrheitsgemäß und Robby lachte.
„Ja, gestern war ganz schön hart. Aber man gewöhnt sich schnell dran. Hast du auch schon Muskelkater? Bei mir ist das ganz schlimm heute“, gab er zu, während wir nach hinten zu den Ställen gingen.
Ich verzog das Gesicht und nickte.
„Ich hab auch überall Muskelkater... Aber jetzt sag mal; was machen wir jetzt?“
Er zuckte mit den Schultern.
„Keine Ahnung. Francesco hat mich geweckt und gesagt, ich solle dich holen, da wir bald mit dem Morgensport beginnen würden, und wir träfen uns am Dressurviereck. Mehr weiß ich auch nicht.“

Doch schon bald sollten wir wissen, worum es sich handelte; Joggen!
Als wir am Dressurviereck angekommen waren, war Francesco schon dabei, sich zu dehnen.
„Los Leute, wir sind spät dran!“, rief er uns zu und zeigte uns die Dehnübungen, die wir machen sollten.
Während wir uns Dehnten, erklärte Francesco uns den Ablauf. Da der Maestro viel Wert auf Fitness, und zwar sowohl die der Pferde als auch die der Reiter, legte, mussten alle morgens vor dem Frühstück joggen gehen. Dazu gehörte ein kurzes Dehnen vor und ein langes Dehnen nach dem Joggen. Start und Ziel war immer das Dressurviereck, und die Runde ging an den Koppeln entlang und dann wieder durch den Wald über die Geländestrecke zurück.
Was sich recht einfach und kurz anhörte, wurde zur Tortur für mich, wie sich wenig später herausstellte.
Joggen war sowieso nicht so ganz mein Ding, und ich hatte nicht besonders viel Ausdauer darin, sodass mir die Jungs weit überlegen waren. Während ich schon anfing zu keuchen und hinter ihnen her zu hecheln, liefen sie noch locker und plauderten. Aber ich wollte auf keinen Fall den Anschluss verlieren, schließlich kannte ich den genauen Weg nicht.
Francesco erzählte, wie ein Mädchen einmal geschummelt hatte, und einfach abgekürzt war. Aber der Maestro schien seine Augen überall zu haben, denn er hatte es gemerkt und das Mädchen wurde mit einer Woche Reitverbot und Putzarbeiten bestraft.
„Das war ganz schön hart, immer wenn wir reiten waren musste sie Misten, Fenster putzen, Hof kehren und all so ein Zeug. Also immer schön machen, was der Maestro verlangt!“

Nach einer gefühlten Ewigkeit, die ich mit hinter-den-Jungs-herhetzen verbrachte, viel ich vollkommen erledigt auf eine Bank vor dem Stall.
„Ey, nicht schlappmachen, wir müssen uns noch Dehnen!“, neckte mich Robby und kniff mir in die Wange.
Ich blickte finster drein, aber mit dem Gedanken an das Mädchen raffte ich mich auf und schleppte mich hinter den andern Beiden her zum Platz, um mich zu Dehnen.
Als wir endlich fertig waren machte ich mich auf dem Weg zur Dusche, aber viel Zeit hatte ich nicht, denn es sollte schon in zehn Minuten Frühstück geben, und ratet mal; Der Maestro duldete keine Unpünktlichkeit! Wir waren heute einfach zu spät aufgestanden, morgen musste ich ein bisschen früher mit Joggen anfangen. Ich stöhnte bei dem Gedanken daran, diese morgentliche Tortur von nun an JEDEN TAG mitmachen zu müssten.

Das Frühstück war total lecker und es gab eine riesige Auswahl. Die Brötchen – Paninis, wie Francesco erklärte – waren anders als in Deutschland, aber mindestens genauso lecker. Ansonsten gab es auf dem riesigen Buffet alles, was das Herz begehrte. Da hier viele verschiedene Nationalitäten zusammen kamen – einer der Stallburschen war Russe, dass hatte ich schon mitbekommen – gab es für jeden etwas, und ich haute mir den Bauch mit Eiern, Brötchen mit Marmelade und Moccachino voll.
Zufrieden lehnte ich mich schließlich im Stuhl zurück und hielt mir den Bauch.
„Na, bist du endlich satt, du Vielfraß?“, zog mich Robby wieder auf. Er schien überhaupt nicht mehr müde zu sein, sondern in Recht alberner Laune.
Kurzerhand warf ich mit einem Olivenkern nach ihm, was er mit einer Melonenschale quittierte.
„Stopp, stopp, stopp, bevor hier eine Essensresteschlacht beginnt, lasst uns lieber umziehen gehen, eure Energie braucht ihr noch für was anderes!“, hielt uns Francesco zurück und wir machten uns auf in unsere Zimmer.
Nach dem reichhaltigen Frühstück hatten wir ein wenig Zeit, bis es ans Reiten gehen sollte, wofür ich richtig dankbar war, denn so vollgestopft wie ich mich fühlte war ich wohl kaum in der Lage, eine Reitstunde bei dem Maestro auszuhalten.

Zwei Stunden später saß ich wieder auf Crescendo. Und die Tortur vom Vortag wiederholte sich. Nein, es schien sogar noch schlimmer zu sein. Ich bekam nichts auf die Reihe, der Maestro schien unzufrieden, und ich war es erst Recht. Ich hatte das Gefühl, der allergrößte Versager zu sein. Und dann schaute ich rüber zu Francesco, dem alles ganz leicht zu fallen schien, und fühlte mich noch schlechter.
Nach dem Training sollten wir noch eine Runde im Schritt durch den Wald reiten, zur Entspannung und zum Abkühlen der Pferde. Ich fühlte mich total schlapp, und der wunderschöne Pinienwald konnte das auch nicht ändern. Ich hörte das klangvolle Zwitschern der Vögel kaum, und schenkte dem wunderbar würzigen Duft der Pinien keine Beachtung, badete stattdessen in Selbstmitleid. Was machte ich hier? Augenscheinlich war ich einfach nicht gut genug.
Francesco versuchte mich aufzumuntern, erklärte mir, dass der Maestro am Anfang immer so war. Aber zu Robby war er auch nicht so streng wie zu mir!
Nach dem Reiten machte ich Crescendo lustlos fertig, spritzte ihn ab, machte die Hufe sauber und kümmerte mich um das Lederzeug. Zum Schluss kehrte ich die Gasse vor der Box, dann setzte ich mich auf die Bank vor dem Stall und schaute gedankenversunken in die Ferne. Mittlerweile war es richtig warm geworden, die Sonne gewann langsam an Kraft, und ich war froh, dass wir so früh morgens Joggen gewesen waren, und nicht jetzt. Da wäre ich ja glatt geschmolzen.
Weiter unten, auf dem Dressurplatz, sah ich einen Reiter und ein Pferd. Das Pferd war ein imposanter Schimmel, mit herrlichen Bewegungen, dass konnte ich sogar auf die Entfernung erkennen. Neugierig erhob ich mich und ging näher ran, bis ich erkennen konnte, dass der Reiter der Maestro war. Er saß völlig ungerührt auf dem Pferd, während dieses unter ihm zu tanzen schien. Es war ein einmaliges Schauspiel, diese völlige Verbundenheit. Die beiden schienen gegenseitig Gedanken lesen zu können, denn ich sah keine einzige Hilfe des Maestros, und dennoch vollführte der Schimmel die schwierigsten Lektionen, von Piaffen über Passagen bis zu Galopppioretten und fliegenden Wechseln. Es war einzigartig, und ich war so hingerissen, dass ich gar nicht bemerkte, dass sich Francesco und Robby zu mir gesellten. Ich war so gefesselt, dass ich diesen Augenblick wohl nie wieder vergessen werde.
Schließlich blieb der Schimmel stehen – als würde er selbst auf diese Idee gekommen sein – und der Maestro sprang ab. Der Zauber war gebrochen. Dann ging er an uns Gaffern vorbei, ohne ein Wort zu sagen, und führte den Schimmel in den Stall gegenüber von dem, in dem unsere Pferde untergebracht waren.
„Wow“, sagte Robby, und ich wurde seiner Gegenwart zum ersten Mal gewahr.
„Wo kommt ihr den plötzlich her?“, fragte ich so perplex, dass die beiden laut loslachten.
„Jaja, der Maestro zieht alle in seinen Bann, sobald er auf dem Pferd sitzt“, sagte Francesco.
„Macht er seine Pferde selber fertig?“, fragte ich interessiert. Die meisten „großen“ Reiter ließen dass doch andere für sich machen, dachte ich.
Doch Francesco nickte.
„Ja, er macht alles genauso, wie er es uns beibringt. Er geht sogar Joggen morgens, habe ich gehört. Aber gesehen habe ich es noch nie, denn er steht dafür scheinbar viel früher auf als wir, denn während wir joggen, muss er im Stall nach dem Rechten sehen.“
„Er ist mein großes Vorbild“, fügte Francesco hinzu.

Ich saß wieder auf meinem Lieblingsplatz – auf der Bank vor dem Stall – und träumte vor mich hin, als ich aufgeschreckt wurde.
„Lisa Velten!“, ertönte eine strenge Stimme, und ich zuckte zusammen. Kennt ihr das Gefühl, wenn einem innen drin ganz heiß wird, und man das Gefühl hat, gleich in die Hose zu machen? Wenn man zum Beispiel damals in der Grundschule beim Spicken erwischt wird und eine Standpauke erhält? Genau dieses Standpaukengefühl hatte ich jetzt, als ich meinen Namen hörte, denn dieser kam aus dem Mund des Maestros, und es hörte sich nicht unbedingt wohlwollend an. Nein, eher das Gegenteil. Ich sprang sofort auf und erblickte den Maestro, der vor dem Stall stand.
„Ja?“, sagte ich mit brüchiger Stimme. Sollte ich „Ja, Sir“ sagen? Auch wenn es sich albern anhört, genau das kam mir in den Sinn.
„Fünf Punkte Abzug wegen Schlampigkeit. Nach dem Mittagessen kontrolliere ich nochmal“, informierte der Maestro mich knapp und ging in Richtung Büro davon. Ich stand wie vom Donner gerührt da. Was? Fünf Punkte Abzug? Von wie vielen? Was hatte ich übersehen?
Ich eilte in den Stall zu Crescendo, der in seiner Box stand und fraß. Und tatsächlich, da waren noch einzelne Strohhalme auf dem Boden, und das Hufe einfetten hatte ich in meiner Lethargie nach der Reitstunde auch vergessen! Ich schämte mich richtig und beeilte mich, meine Fehler zu korrigieren, bevor ich nach Francesco suchte. Der sollte mir das mit den Punkten jetzt nochmal ganz genau kontrollieren, denn scheinbar war die Schonbehandlung vom Tag zuvor vorbei.

„Was, fünf Punkte Abzug?! Das ist krass“, antwortete Francesco auf meine Frage.
„Wieso, wie viele gibt es denn insgesamt?“, fragte ich kleinlaut.
„Bei jeder Kontrolle 10“, informierte mich Francesco.
„Aber normalerweise hat man nicht mehr als 3 Punkte Abzug, je nachdem was man vergessen hat. Aber fünf Punkte hab ich noch nicht so oft gehört, was hast du denn gemacht?“
„Naja, ich hab die Hufe vergessen einzufetten und da waren noch ein paar Strohhalme auf der Stallgasse...“, ich wurde immer kleiner bei meinen Worten.
„Hmh“, machte Francesco, „da sind fünf Punkte aber ganz schön viel Abzug.“
Ich hatte das Gefühl, dass ich gleich anfangen würde zu heulen, so misserabel fühlte ich mich.
„Ach, mach dir nix draus, der hat bestimmt nur nen schlechten Tag“, tröstete mich Francesco und nahm mich in den Arm. Ich legte meinen Kopf an seine Schulter und seufzte.
„Ist nicht so leicht hier für dich, hmh?“ Francesco strich mir über den Rücken, und ich nickte, bevor ich mich wieder von ihm losmachte. Genug in Selbstmitleid gebadet, von nun an würden mir keine Fehler mehr passieren!

Am Nachmittag gingen wir auf den Springplatz und überwunden eine Reihe nach der anderen. Crescendo sollte, obwohl er ein Dressurpferd war, vielseitig geritten werden, um die Muskulatur optimal zu trainieren. Die Hinternisse waren sehr niedrig, aber knifflig aufgebaut, sodass jeder Muskel in meinem Körper protestierte, als wir schließlich fertig waren.
Und wie ich fertig war! Der Maestro hatte mich nicht geschont, nein, weiß Gott nicht. Er hatte mich immer wieder Wiederholen lassen, da ich immer alles falsch zu machen schien. Wieder und wieder musste ich durch die Reihe, bis meine Oberschenkel zitterten. Und immer noch war er unzufrieden, aber schließlich schien er mich aufzugeben, und ließ mich Schritt reiten. Ich kämpfte mit den Tränen, aber ich bemühte mich schon so sehr ich konnte, trotzdem schien es ihm nicht Recht zu sein. Dabei hatte ich so gehofft, dass ich wenigstens beim Springen besser abschneiden würde!
Diesmal riss ich mich aber zusammen, reinigte äußerst penibel Crescendos Hufe, bürstete sein Langhaar bis es – noch vom Abspritzen naß – wieder trocken war, und spritzte es mit Fellspray ein. Crescendo glänzte, seine Hufe glänzten, und ich machte mich ans Sattelzeug. Ich rieb alles gründlich ab, fettete ein paar trockene Stellen ein und schrubbte das Gebiss sauber. Dann kehrte ich die Stallgasse, bis sie wie geleckt aussah, und ließ mich schließlich zu Crescendo in die Box ins Strohl fallen. Der senkte seinen hübschen Kopf und prustete mir ins Haar, als wollte er mich trösten.
„Ach, du bist doch ein toller Junge“, murmelte ich und strich ihm über den seidig weichen Hals.
Am Mittag hatte der Maestro nichts gesagt, also war er scheinbar zumindest nicht unzufrieden mit meiner Nacharbeitung, jetzt war ich gespannt, was er abends zu Crescendos Zustand sagen würde.
„Lisa?“, hörte ich Robbys Stimme.
„Ja, hier!“, antwortete ich matt. Ich wollte am liebsten direkt hier im Stroh zu Crescendos Füßen einschlafen, raffte mich aber dann doch auf und verließ die Box.
„Ach, da bist du ja, ich dachte schon du wärst verschwunden!“, meinte Robby und kam auf mich zu. Dann nahm er mich in den Arm und gab mir einen langen, sanften Kuss.
„Alles klar?“, fragte er mich und schaute mir prüfend in die Augen.
Ich zuckte die Schultern, dann nickte ich.
„Tapferes Mädchen“, lobte Robby mich und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Hand in Hand schlenderten wir aus dem Stall auf den Hof.
„Gehen wir zum Pool?“, fragte Robby, und ich nickte eifrig. Ein bisschen abkühlen im Pool wäre jetzt genau das Richtige! Und danach in der Sonne schlafen...
Wir schlenderten durch den kühlen Wald, und ich betrachtete mir die Geländestrecke. Die war echt ganz schön beeindruckend... ein bisschen ZU beeindruckend. Da würde ich nie im Leben drüber kommen.
„Aber der Maestro hat dich auch ganz schön auf dem Kicker, scheint es“, griff Robby das Thema nochmal auf.
„Ach, du denkst das auch? Ich dachte schon, ich hab mir das nur eingebildet... Vielleicht weil ich nicht die Erwartete bin? Ich bin einfach nicht gut genug für seine Ansprüche...“, sagte ich mit Enttäuschung in der Stimme.
„Hmh, daran liegt es glaube ich nicht.. So schlecht bist du nun wirklich nicht, weißt du? Lass dich einfach nicht unterkriegen, dann zeigst du ihm das schon noch“, riet mir Robby, und wir schwiegen den Rest des Weges.

Nach dem Abendessen hing die Liste der Punktevergabe am Schwarzen Brett. Wir gingen zu dritt hin und lasen.
„Oh, oh“, machte Francesco, der geübt über die Liste geschaut hatte.
„Was denn?“, fragte Robby und ich schaute genauer hin.
Lisa Velten – 12 von 20 Punkten – Strafarbeit Stall misten
stand da. Ich war fassungslos. Ich hatte alles perfekt gemacht, warum hatte ich nicht die volle Punktzahl bekommen? Das war nicht fair!
„Was heißt das jetzt?“, fragte ich Francesco.
„Das heißt, du musst vor dem Frühstück nicht nur joggen, sondern auch den ganzen Stall misten, in dem Crescendo steht. Da sind momentan nur sechs Pferde drin, du hast Glück. Boxen sind es zwanzig, also musst du aufpassen, dass so etwas nicht passiert, wenn die anderen wieder da sind!“, erklärte Francesco.
„Aber warum habe ich überhaupt eine Strafarbeit? Ab wie vielen Punkten bekommt man denn keine?“, wollte ich es genau wissen.
„Alles unter fünfzehn Punkten bedeutet Strafarbeit. Umso weniger Punkte du hast, umso härter ist die Strafe“, klärte mich Francesco geduldig auf.
„Um Turniere gehen zu dürfen, musst du im Wochendurchschnitt mindestens 18 Punkte erreichen. Mit der Zeit bekommt man eine gute Rutine, da ist das nicht mehr so schwer, aber am Anfang hab ich das auch nie geschafft“, fuhr Francesco fort.
Aber ich war schon mit den Gedanken ganz wo ander; Stall misten, auch das noch! Und dann noch joggen, sollte ich denn mitten in der Nacht aufstehen? Schließlich gab es um sieben Uhr frühstück, und um sechs ging das Joggen los, also musste ich bis sechs Uhr mit misten fertig sein!

An diesem Abend ging ich schon um acht Uhr in mein Zimmer, um mich Bettfertig zu machen. Und obwohl ich so früh im Bett war, und es draußen noch richtig hell war, schlief ich total erschöpft sofort ein.

#2 RE: 17. Bericht: Ein schwieriger Anfang von Lucy 11.03.2014 20:12

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Oh je du arme... Möchte nicht mit dir tauschen... Trotzdem, wenn du zurück kommst, bist du die beste Reiterin von Tsubasa! :D Denk daran. Zumindest würde ich dir das nun als SMS zur Aufmunterung schreiben, wenn ich mich in dein Beri schleichen könnte. ;)
Ich kann mir auch denken, wie du dich fühlst nach der Reitstunde. Ich war lange Zeit nicht in der Stunde nur "Geländebummlerin" und dann wieder das erste Mal. Ich hatte das Gefühl, dass ich völlige Anfängerin war. Zu allem Überfluss. Habe ich den Sattel "von der falschen Seite" rauf gelegt. Bei allen Pferden, die ich davor geritten habe, kam es nicht drauf an. Bei Fee haben wir es extra von beiden Seiten gemacht und danach war die "falsche" Seite die praktischere, da es vom Platz her besser ging. Naja der RL hat - wahrscheinlich eher zum aufmuntern - so etwas wie "Und nun in die Bahn, aufsteigen wirst du wohl können, oder?" gefragt. Meine Mutter, die zuschaute bekam es nicht in den falschen Hals, aber ich schon.... Naja der Rest der Stunde war voll von Korrekturen. Meine Mutter meinte dann, dass ich 3 mal gehen soll ehe ich entscheide ob ich weiter mache oder nicht. Beim 3. mal war es dann besser. Auch wenn es noch viele Verbesserungen gab.... :(

Bewertung:
Ausführlichkeit: 41/50
Personen 18/30 (Robby, Francesco, Maestro,...)
Schicksal des aktuellen Monats: ?/20
Aufgabe des aktuellen Monats: ?/10
Handlung: 45/50
Gesamt: 104 Punkte

Total: 1134 Punkte / Level 13: Du darfst dir ein Haus kaufen

EDIT: Punktzahl und Level stimmt nicht, da mir ein Fehler unterlaufen ist mit der aktuellen Punktzahl wischen Beri 16 und 17. Ich habe diese Punkte hier zu einer veralteten Punktzahl dazugezählt. Neue Punktzahl und richtiger Levelstand bei 18.

#3 RE: 17. Bericht: Ein schwieriger Anfang von Lisa 12.03.2014 00:05

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danke für die Bewertung :)
vor allem so schnell^^

jaaa.. ist schon hart in Italien, aber ob ich, wenn ich wiederkomme, wirklich die beste Reiterin bin, weiß ich nicht^^

#4 RE: 17. Bericht: Ein schwieriger Anfang von Lucy 12.03.2014 16:13

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Habe ihn gesehen und glich etwas Zeit gehabt, also warum nicht gleich bewerten? Lesen tute ich sie sowieso immer sofort, weil es mich wunder nimmt wie ihr weiter schreibt. ^^

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