#1 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lisa 23.03.2014 00:30

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Vorsicht Lucy: Der wird dir nicht gefallen, ließ am besten erst, wenn der danach folgende da ist ;)


„Ach komm schon, willst du immer noch kein Leckerli von mir annehmen? Schau, Crescendo findet die auch ganz toll“, sagte ich und steckte es besagtem Pferd zu, und Kiss zu zeigen, dass man das essen konnte, und dass es gut schmeckte. Keine Chance. Hochmütig wie eh und je stand sie in ihrer Box und beugte mich kühl. So ein frostiges Pferd hatte ich noch nie erlebt! Gut, es war erst unser zweiter Tag zusammen, aber bisher war ich noch nie einem Pferd begegnet, dass sich sogar zu fein war, um Leckerlis anzunehmen! Ich fuhr fort, Kiss für die morgendliche Reitstunde bereit zu machen. Jetzt war es schon das dritte Mal, dass ich sie reiten durfte, und Georgina Crescendo. Ich war überglücklich über diese Wendung, da sie viel Anstrengung und Schweiß, sowie Niedergeschlagenheit aufgrund von Unfähigkeit ersparte. Mit Kiss kam ich klar, obwohl sie mich nicht sonderlich zu mögen schien. Aber sie schien sich mit niemandem anfreunden zu wollen, legte allen gegenüber ein frostiges Verhalten an den Tag. Unterm Sattel war sie natürlich auch nicht einfach, sie regte sich über jede Kleinigkeit auf und war noch sehr angespannt und unausbalanciert, aber das machte nichts. Das Gute an einem Pferd, von dem noch nicht viel erwartet wird, ist, dass man als Reiter auch nicht so hohe Erwartungen erfüllen muss. Crescendo war auf dem höchsten Dressurniveau; ich nicht, und so wurde ich ihm nicht gerecht.
Zufrieden striegelte ich energisch Kiss' Fell, bevor ich sie sattelte. Bald schon führte ich sie aus der Box nach draußen, wo schon die anderen drei meiner Gruppe versammelt waren. Gemeinsam mit Anita, Emma und einem anderen Mädchen ritt ich zum Dressurplatz.
Diesmal war eine umgefallene Schubkarre der Auslöser für Kiss' Hysterie. Ich blieb cool, und ließ sie einfach unter mir tänzeln. Solange sie nicht losrannte, sollte sie sich doch aufregen, sie würde sich schon wieder beruhigen. Als wir auf dem Platz angekommen waren, tänzelte sie immer noch aufgeregt herum und blähte ängstlich die Nüstern.
„Hey, ist doch langsam gut jetzt, alles in Ordnung“, redete ich ihr ruhig zu.
Nach und nach wurde sie ruhiger, und ich konnte ihr im Schritt wieder die Zügel lang lassen. Dieses Mal durfte ich schon nach zwanzig Minuten antraben, und der Maestro wies mich an, wieder viele gebogene Linien und Übergänge zu reiten. Dann ließ er mich alleine mit Kiss arbeiten. Sie benahm sie sehr gut, versuchte, alles richtig zu machen und war alles in allem sehr entspannt an dem Tag. Viel besser schon als gestern. Scheinbar wusste sie, dass sie von mir keinen zu starken Druck zu erwarten hat, jedenfalls suchte sie eine leichte Anlehnung und kaute konzentriert auf dem Gebiss. Sie strengte sich wirklich an, und ich schwebte mit ihr über den Platz. So langsam konnte ich echt nachvollziehen, warum der Maestro so viel von ihr erwartete. Sie war wirklich grandios!
Nachdem ich ein wenig alleine im Trab gearbeitet hatte, wies mich der Maestro an, sie anzugaloppieren.
Ich saß kurz aus und gab die Galopphilfe. Kiss kannte die Hilfen schon sehr gut für ihr Alter, und sprang sofort in einen wunderbaren, Bergaufgalopp. Sie war butterweich zu sitzen, und im Galopp spürte man noch mehr die enorme Schubkraft aus der Hinterhand. Der leiseste Druck mit dem Schenkel entfesselte diese Kraft. Nie viel Kiss auf die Vorderhand, sondern bemühte sich, alles richtig zu machen. Im Galopp war sie zwar noch ein wenig wackelig und unsicher, aber schon jetzt merkte man, dass enormes Potenzial vorhanden war. Ich war wie in einem wunderbaren Traum, schwebte auf Wolken über den Platz und ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht.
Auch nach der Reitstunde konnte ich nicht aufhören zu grinsen, und verrichtete beschwingt die Stallarbeit. Kiss ließ sich zwar meine Lobhumnen und die Streicheleinheiten gefallen, aber begeistert schien sie nicht zu sein.
Wie sich herausstellen sollte, war dies die letzte meiner „Schonreitstunden“ gewesen.

Am Nachmittag durfte ich Kiss wieder reiten. Sie war von Anfang an entspannt und kaute vertrauensvoll auf dem Gebiss. So langsam schlich sich mir der Gedanke in den Kopf, dass Georgina für Kiss' angespanntes Verhalten verantwortlich war.
Jedenfalls schien der Maestro zu befinden, dass wir uns genug kennen gelernt hatten. Er ließ mich nach einem kurzen Warmreiten antraben, und von da an ratterte es wieder Kommandos. Hier mehr nachgeben, hier die Hände ruhiger halten, da Absätze tiefer, dort mehr in der Hüfte mitschwingen und noch feinere Hilfen geben. Ich schwitzte. Kiss ging es auch nicht besser, aber ich würde sagen, wir schlugen uns tapfer. Ich sollte erstmals auch aussitzen, sie richtig fordern. Kiss arbeitete willig mit und lief die ganze Zeit über entspannt. Ich war sehr stolz auf sie, und meine Achtung für den Maestro stieg, denn er hatte genau den richtigen Moment abgepasst, um wieder richtig zu arbeiten. Gestern noch wäre das nicht möglich gewesen, denn Kiss war ganz schnell wieder angespannt. Heute morgen wäre es wohl auch zu früh gewesen, sie härter anzupacken, wenn man das angespannt sein komplett unterbinden wollte. Aber jetzt war sie soweit. Sie hatte genug Vertrauen zu mir gefasst, um sich fallen zu lassen und einfach nur mitzuarbeiten, genau wie es ihre Art zu sein schien. Sie war sehr fleißig und äußerst bemüht, alles richtig zu machen. Außerdem schien sie Spaß an der Arbeit zu haben, war allerdings etwas empfindlich und vorallem hysterisch. Bei jeder Kleinigkeit schien sie sich zu erschrecken und sich dann in die Situation hineinzusteigern. Aber das war auf dem Platz kein Problem, hier gab es nichts unbekanntes, vor dem sie Angst haben musste. Und da sie sehr lernwillig war, würde sie diese Eigenschaft wohl auch irgendwann ablegen.

Nach der Reitstunde betüddelte ich Kiss besonders gut, denn sie hatte ihr Bestes gegeben und war jetzt – ebenso wie ich – ganz schön platt. Nicht nur körperlich hatten wir beide heute Schwerstarbeit geleistet, sondern auch mental.

Seit diesem Tag rutschte mein Punktestand nie wieder unter die Akzeptanzgrenze, und ich sah Tom seltener. Dennoch hatte ich immer im Kopf, was Georgina's Erscheinen bei ihm bewirkt hatte.
Das Joggen viel mir von Mal zu Mal leichter, und ich war nicht mehr wie tot, sobald ich ins Bett ging. Die Arbeit mit Kiss machte mir sehr viel Spaß, und wir machten stets Fortschritte, was auch der Maestro bemerkt haben musste, denn er war netter zu mir und brüllte mich nicht mehr an. Ein Lob gab es trotzdem nicht, aber ich hatte meinen Kampfgeist entdeckt, ich tat alles, um besser zu werden und ihn zufrieden zu stellen. Kiss' Lederzeug wienerte ich schon förmlich, und ihr Fell glänzte wie poliert.
Georgina verhielt sich mir gegenüber immer noch sehr distanziert und teilweise gehässig, aber davon ließ ich mich nicht mehr runterziehen, die erfolgreichen Reitstunden gaben mir viel Selbstvertrauen.
Robby verstand sich zu meinem Ärger gut mit Georgina, und obwohl ich ihm sagte, dass ich nicht besonders viel von ihr hielt, plauderte er ab und an mit ihr, wobei sie ganz offensichtlich versuchte, mit ihm zu flirten. Das ging mir natürlich mächtig gegen den Strich, aber Robby versicherte mir, dass er keinerlei Interesse an ihr hätte, dass ich die Einzige für ihn sei und küsste mich so hingebungsvoll, dass jeder Gedanke an Georgina wie weggeblasen war.
Mit den anderen freundete ich mich schnell an, Emma war mittlerweile zu meiner engsten Vertrauten in Italien geworden.
Und nach jeder Reitstunde stieg die Wolke, auf der ich schwebte, höher, immer der Sonne entgegen. Als Kiss dann das Erste Mal ein Leckerli von mir nahm, es zufrieden kaute, und nicht mehr ganz so distanziert schaute, schien mein Glück perfekt.
Aber wie heißt es so schön? Wenn man der Sonne dann doch zu nahe kommt, verbrennt man sich. Oder auch; Wenn das Glück das Tempolimit überschreitet...
Und so musste es natürlich kommen, meine Zufriedenheit, mein neu gefundenes Glück in Italien konnte nicht ewig währen.
Der totale Absturz stand kurz bevor, als ich an diesem Morgen in den Stall ging, um Kiss fertig zu machen. Sie schaute mir aufmerksam entgegen, und mir wurde es warm ums Herz. Endlich schien sie ihr frostiges Verhalten abzulegen, scheinbar war ich zu ihr durchgedrungen, und das machte mich überglücklich. Das sollte allerdings noch am selben Tag ins Gegenteil umschlagen, wie ich schnell genug feststellen musste.

#2 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lisa 23.03.2014 00:33

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in den regeln steht, dass man ca 1000 Zeichen haben soll, aber ich glaube das ist falsch, soll eher wörter sein, oder? hab jetzt über 1300 wörter, aber sogar über 8000 zeichen^^
ist mir nur eben aufgefallen ;)

und lucy: sorry, aber 1. muss ich jetzt aufhören, mein freund ist nicht begeistert,
und 2. brauch man eine kurze pause, nach so einem Absatz, finde ich^^
direkt weiterlesen nimmt ja voll die Spannung ;)

Edit: das zweite Schicksal vom März ist jetzt auch dabei ;)
und hat perfekt in meine Planung gepasst :D

#3 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lucy 29.03.2014 20:13

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Das ist weniger als 3 Seiten, tut mir Leid Lisa... Aber ich muss fair bleiben. Ich nehmen ihn jetzt zum Beri 23 dazu und bewerte als wäre das 1 langer, aber mit der Wirkung der Pause dazwischen. Okay?

#4 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lisa 29.03.2014 20:28

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sind aber über 1300 wörter... & so steht es schließlich in den regeln, oder?
hab extra geguckt^^
also entweder 3 seiten (aber da kommts ja auch auf das Programm drauf an, was man nimmt...) ODER über 1000 wörter... habs extra mit meinem Programm zählen lassen (1354 Wörter sind es genau ;) )
also laut den regeln zählt er als bericht ;)

#5 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lucy 29.03.2014 20:28

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Muss die Regeln gerade mal nachlesen... Mal sehen...

#6 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lisa 29.03.2014 20:30

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hab dir bei dem anderen den link geschrieben^^
(hab auch erst suchen müssen bis ich es gefunden hab :D )

#7 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lucy 29.03.2014 20:35

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Also in den Regeln steht entweder 1000 Zeichen oder 3 Seiten. (Mir war bis jetzt nur die 3 Seiten Regel bekannt). Also 1000 Zeichen finde ich jetzt einen Witz, weil das entspricht nie 3 Seiten. Man sagt so ungefähr bringt man 500 Wörter auf eine Seite, als würden auch 1000 Wörter nicht 3 Seiten entsprechen. Da du aber extra noch geschaut hast, ist es schon ein bisschen gemein, wenn ich den nicht alleine bewerte, sondern nur mit 23 zusammen... Hast recht... Ich werde mal mit Nina reden, ich denke da finde sich eine Lösung, die für alle Okay ist. ;) Aber die Sache muss geändert werden. Ich bin für 3 Seiten, egal wie viele Wörter. Aber wenn man auch Wörter will, dann bitte 1500 Wörter und sicher nichts mit Zeichen weil dann müssten das etwa 11000 Zeichen (geschätzt)...

#8 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lisa 29.03.2014 20:39

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genau, das hab ich ja oben geschrieben^^
das mit den zeichen kann ja echt nicht ganz so richtig sein, aber ich glaube man sieht, dass wörter gemeint sind.
mir ist das relativ egal wie die regel ist, ich halte mich dran, egal wies später aussieht^^
aber diese regel ist ja sogar noch recht neu, deshalb hatte ich die noch im kopf ;)

#9 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lisa 29.03.2014 20:40

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man kann ja ne Abstimmung machen, ob die regeln geändert werden soll^^
aber mir persönlich ist es, wie gesagt, egal.... ich mag sowohl lange, als auch kurze berichte gerne :D

#10 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lucy 29.03.2014 20:44

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Ja, nur hatten wir das Problem mit gaaaaaaanz kurzen Beris auch schon. Irgendwie muss es ja fair bleiben... Habe Nina mal geschrieben, vermutlich wird der noch bewerten, denn nach den (alten/aktuellen) Regeln ist der wirklich okay. sorry.

#11 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lisa 29.03.2014 20:52

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kein Problem ;)

#12 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lucy 30.03.2014 14:54

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Kommis kommen da noch, weil ich den und 23 noch je einzeln Bewerten werde. Ab jetzt gilt aber 3 Seiten in der vorgegebenen Schriftart und Grösse. ;)

#13 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lisa 30.03.2014 17:01

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sind die regeln geändert worden, oder wie? hab oben noch nicht geschaut, was da für neue beiträge sind^^

#14 RE: 22. Bericht: Schweben wie auf Wolken von Lucy 30.03.2014 18:05

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Jep Nina war auch der Ansicht, dass wir die 3 Seiten Regeln einhalten sollten - ansonsten eben mal ein Kurzberi schreiben. Aber da du so fleissig bist und so, bewerten wir/ich trotzdem. :D

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