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#1 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lisa 28.03.2014 15:25

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Und es wurde alles gut. Als ich das erste Mal richtig wach wurde, waren eine Menge Leute um mein Bett herum versammelt. Emma und Tom waren natürlich ganz vorne mit dabei, aber auch der Maestro, Bettini und – ich weiß nicht ob das gut oder schlecht war – Robby war auch da. Alle schauten mich besorgt an, und ich brach in Tränen aus.
„Hey, ist doch alles wieder in Ordnung, du bist in Sicherheit und allen geht es gut“, versuchte Emma mich aufzumuntern.
Nichts ist gut... Ich dachte an Kiss, an das viele Blut, das unter ihrem Körper hervorgequollen war...
Die Tränen rollten mir über die Wangen und ich schüttelte den Kopf. „Kiss...“, flüsterte ich und schloss erschöpft die Augen.
„Der geht es auch den Umständen entsprechend gut“, erklärte Tom und ich riss die Augen auf. Was sagte er da?
„Sie hat eine Kugel in den Bauch bekommen, genau weiß ich nicht wie das war, die Ärzte haben fachchinesisch geredet, aber auf jeden Fall wurde sie operiert und ist über den Berg. Sie wird ein paar Monate zur Erholung brauchen, aber dann wird sie wieder komplett gesund sein und keine Schäden werden zurück bleiben“, erklärte Tom, und rettete mich.
Ich brach wieder in Tränen aus, aber diesmal war es Freudentränen. Kiss ging es gut! Alles war wieder gut geworden und ich war glücklich.
Der Schmerz in meinem Bein war ein wenig abgeklungen und die anderen erzählten mir, was nach während meiner Hetzjagd und nach meinem Zusammenstoß mit Georgina passiert war.
Tom hatte die Polizei alamiert, die sofort ausgerückt war. Emma und der Maestro hatten sich ebenfalls auf den Weg gemacht, und alle waren an der Stelle eingetroffen, an dem die Übergabe stattfinden sollte. Währenddessen war ich im wilden Galopp geflüchtet. Noch auf dem Weg zum Übergabeort hatten sowohl die Polizei als auch der Maestro und Emma zwei Explosionen im Wald gesehen, und ein Teil der Polizisten war dort hin gefahren. Sie folgten den Spuren der Explosion, während der andere Teil zum Übergabeort kam. Für Georginas Vater kam alle Rettung zu spät, aber den ersten verunglückten Quad-Fahrer konnten sie ins Krankenhaus bringen.
Die anderen Polizisten folgten weiter dem Weg und stießen auf mich, Kiss und Georgina. Sie verständigten sofort den Rettungswagen und einen Tierarzt, die von unten, von Terracina aus, schnell da waren. Kiss wurde sofort in eine Tierklinik gebracht, und Georgina, die nur ein paar Quetschungen und Prellungen hatte, wurde in eine psychiatrische Heilanstalt der Polizei verlegt, wo sie bis auf weiters bleiben soll.
Bei der Operation wurde in Kiss' Körper eine ganz kleine Speicherkarte gefunden, auf der geheime Daten der Regierung gespeichert waren. Die Mafia wollte sie wohl entweder weiterverkaufen, oder die Regierung erpressen. Die Polizei war uns dreien – Emma, Tom und mir – sehr dankbar, dass wir dieses Verbrechen verhindert hatten.
Und der Maestro erst! Er war so dankbar, dass ich seine Stute gerettet hatte, dass er mir anbot, Kiss zu kaufen! Ich war überglücklich, und unterschrieb noch am selben Tag im Krankenhaus den Kaufvertrag. Da jetzt Georginas Platz frei war, bot der Maestro mir an, bei ihm zu bleiben und für ihn zu reiten. Er würde mir mit der weiteren Ausbildung von Kiss helfen und ich durfte sogar Soul nach Italien holen, wo er auf den weitläufigen Wiesen unter der italienischen Sonne aufwachsen dürfte.
Es war wie ein Traum, alles wandte sich zum Guten. Aber ich konnte dieses Angebot doch nicht annehmen, wenn ich wusste, dass Tom so sehr hoffte, für den Maestro reiten zu dürfen.. Überhaupt von jemandem trainiert zu werden.
Ich bat um Bedenkzeit und nahm mir vor, mit Tom zusammen eine Lösung zu finden.

Zu guter Letzt entschuldigte Robby sich bei mir. Er hatte sich von der irren Georgina verführen lassen und das bereute er sehr.
Ich glaubte ihm kein Wort, er ist und bleibt ein Weiberheld. Ich war nur bisher zu blind, um das zu sehen, und Georgina hatte mir somit sogar geholfen. Ich verzieh im trotzdem, wollte ihn aber in meinem Leben nicht haben. So verabschiedeten wir uns im Guten und er reiste wieder zurück nach Deutschland. Ich musste hingegen noch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben, denn ich hatte durch den Zusammenprall mit dem Baum nicht nur mein Knie verdreht und ausgekugelt, sondern auch ein paar komplizierte Brüche im Fußgelenk. Laufen konnte ich nur auf Krücken, aber sobald ich draußen war, ging ich als erstes Kiss in der Klinik besuchen. Sie hing in einem Gurt, der sie ruhig halten sollte und gleichzeitig ihre Bauchwunde schonte. Als sie mich sah, wieherte sie mir freudig entgegen und bewegte sich mühselig auf mich zu. Ich ließ mir die Boxentür öffnen und humpelte ihr entgegen. Als ich sie erreicht hatte schlang ich meine Arme um meine geliebte, tapfere Stute und eine Freudenträne rann über meine Wange hinab.
„Du und ich, wir bleiben für immer zusammen!“, erklärte ich ihr und küsste sie auf die Nüstern. Kiss rieb sanft ihr Maul an meinem Gesicht und seufzte. Sie schien ganz schöne Schmerzen zu haben, aber laut den Ärzten war sie auf dem Weg der Besserung.
Ich besuchte sie jeden Tag und blieb mehrere Stunden bei ihr. An eine Heimreise war für mich nicht zu denken, außerdem hatte ich die Sache mit Tom noch nicht geklärt. Aber zunächst einmal mussten wir – Kiss und ich – wieder gesund werden. Wir gaben uns gegenseitig halt, und die Tierärzte waren begeistert von den enormen Fortschritten, die Kiss machte, seit ich sie besuchte.

So vergingen die Wochen ohne weitere Vorkommnisse. Von Georgina und der Mafia sollte ich nie wieder etwas hören, die Speicherkarte hatte Kiss zum Glück nicht mehr in sich.
Das Gespräch mit Tom schob ich vor mir her. Ich liebte Italien, liebte das Monte Cassino und wollte sehr, sehr gerne hier bleiben! Aber Tom gegenüber wäre das mehr als unfair. So ließ ich mich dahintreiben, schaute den anderen beim Reiten zu, besuchte Kiss und legte mich am Poolhaus in die Sonne. Der Sommer ging in einen wunderschönen, rotgoldenen Spätsommer über.
Tom durfte vorübergehend reiten, da ich noch nicht fit war, und war glücklicher den je. Er machte rasch Fortschritte und startete bald seine ersten A-Springen. Er war sehr talentiert, und bald konnte er seinen ersten Sieg verzeichnen. Ich hing trüben Gedanken nach, denn ich wollte Toms Glück auf keinen Fall zerstören, aber meine eigenen Wünsche standen mir dabei im Wege. Wie schön wäre es, mit Kiss und Soul an meiner Seite die Schönheit der italienischen Berge und des Meeres länger zu genießen, und beim Maestro zu lernen? Ein Traum würde in Erfüllung gehen.

Bald konnte ich ohne Krücken laufen, und Kiss durfte wieder nach Hause zurück kehren. Wir machten lange, langsame Spaziergänge und lernten gemeinsam wieder das Laufen.
Von Deutschland kamen immer ungeduldigere Anrufe, wann ich denn zurück käme. Tanja war schon drauf und dran, nach Italien zu reisen, um mich eigenhändig wieder zurück zuholen. Ich hatte niemandem von dem Angebot des Maestros erzählt.
Und die Zeit verging rasend schnell. Schon bald war der Sommer rum, und es wurde Herbst. Mein zwanzigster Geburtstag kündigte sich an, und ich hatte Soul schon viel zu lange nicht gesehen. Ich vermisste ihn sehr, und hoffte, dass er mich nicht schon vergessen hatte.
Kiss durfte noch nicht reisen, also musste ich – wenn ich nach Deutschland zurück fliegen wollte – wohl oder übel ohne sie gehen.
„Wir sehen uns ganz bald wieder“, versprach ich ihr. Es war ein schwerer Abschied, ich hatte alle hier lieb gewonnen, und lud meine Freunde ein, mich bei meinem Geburtstag zu besuchen.
Ich wusste noch nicht, wie es weiter gehen würde, aber ich wusste, dass ich nach Hause zurück musste. Also packte ich meine Sachen und flog zurück nach Deutschland.

Ich landete in München und wurde schon sehnsüchtig erwartet.
„Lisa!“, rief Tanja und stürmte mir entgegen, als ich in die Eingangshalle trat. Sie umarmte mich feste und strahlte mich an.
„Endlich, ich dachte schon, irgendein Italienischer Gigolo hat dich entführt und in seine Hütte am Meer verschleppt, oder so!“, lachte sie.
„Naja, ganz so war es nicht... Viel schlimmer“, gab ich zurück, und nun wollte Tanja natürlich genau wissen, was passiert war. Meine Eltern waren auch da, und gemeinsam fuhren wir in das Haus, in dem ich aufgewachsen war. Ich erzählte ihnen von meinen Erlebnissen, und meine Eltern waren entsetzt. Tanja hingegen klopfte mir respektvoll die Schulter und wollte unbedingt ein Bild von Kiss sehen. Ich zeigte ihr natürlich sofort alle Bilder, die ich von ihr hatte, und schwärmte davon, die toll meine Stute war.
„Wow, hübsch ist sie auf jeden Fall“, bewunderte Tanja die Fotos, und ich schwelgte noch ein wenig in Erinnerung an meinen Italienaufenthalt, der alles in allem doch sehr schön gewesen war.

Bald drängte es mich zum Aufbruch. Ich wollte endlich Soul wieder sehen! Er war bestimmt enorm gewachsen, obwohl er immer noch ein Baby war. Bald würde er abgesetzt werden, und spätestens dann wollte ich ihn jeden Tag bei mir haben.
Tanja wollte mitkommen, und so machten wir uns auf den Weg zurück nach Hofling.

Wir fuhren die lange Einfahrt entlang, und bald hatten wir das Stallgebäude erreicht. Tanja hielt ihr Auto an, und ich sprang sofort nach draußen. Da waren die Weiden! Ich eilte hin, konnte es jetzt kaum noch erwarten, endlich meinen kleinen wieder zu sehen. Und da war er. Er war enorm gewachsen, aber immer noch ein schlacksiges Fohlen, das neben seiner Mutter graste.
„Soul!“, rief ich, und er hob ruckartig den Kopf, blickte mich an. Die Welt blieb stehen, hielt den Atem an. Gespannt wartete, ob er mich erkannte. Und wie er das tat! Er wieherte laut und noch während er dies tat, setzte er sich in Bewegung. Mit wilden Bocksprüngen galoppierte er auf mich zu und kam direkt vor dem Zaun schlitternd zum Stehen. Sofort war wieder das Gefühl der Verbundenheit da, das Gefühl, das er mir schon beim ersten Moment gegeben hatte, direkt nach seiner Geburt. Ich schaute in seine Augen, und fühlte mich endlich wieder angekommen, Zuhause. Rasch kletterte ich über den Zaun und umarmte das rabenschwarze Fohlen. Soul prustete mir in den Nacken und hielt dann ganz still. Endlich waren wir wieder zusammen.
Mit Soul war alles ganz einfach. Auf Anhieb war eine Bindung zwischen uns entstanden, und Soul freute sich immer, wenn er mich sah. Ganz anders war es mit Kiss gewesen. Ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie es war, als ich gerade erst angefangen hatte sie zu reiten.. Wie sie immer die Ohren angelegt hatte, wie verächtlich ihr Blick gewesen war. Ihre Liebe musste ich mir erkämpfen, aber sie war genauso viel wert wie die von Soul.

#2 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lisa 28.03.2014 15:27

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hier ist so ein bisschen das Schicksal "der, den die liebe im Sturm erobert" drin..

#3 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lucy 29.03.2014 15:51

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Ich weiss gar nicht was ich schreiben soll... Dir ist ja so viel passiert in Italien. Und ich hoffe du kannst Kiss schon bald wieder sehen, sie wird dich wohl auch stark vermissen... Da wünscht man sich dann sofort eine Rakete um hin und her zu düsen...

#4 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lisa 29.03.2014 16:42

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stimmt :D
aber bald sind wir wieder zusammen, und dann ist Soul auch dabei :)
achja, hier übrigens ihr stecki, falls du mal gucken willst:
http://gestuet-soul.jimdo.com/die-stuten/kiss-colonel-mw/

#5 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lucy 29.03.2014 17:24

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Ja ich habe mich auch schon gefragt, warum Kiss ein "MW" tragt. Also von Moorwiesen stammt, wenn du dir doch Italien sonst nur ausgedacht hast, aber jetzt ist alles klar. ;)

#6 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lisa 29.03.2014 18:16

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ja :D
ein aus Deutschland importiertes Pferdchen, was dann wieder zu nem deutschen Besitzer zurück geht :D

wie fandst du die beris jetzt eigentlich? hast immer nur geschrieben dass du schnell weiterlesen musst oder so^^

#7 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lucy 29.03.2014 20:03

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Also... Ich schreibe jetzt einfach mal auf, was mir gerade so einfällt.
Also ich hätte die Beris jetzt nicht so oft unterteilt, weil auch wenn du an manchen Orten damit Spannung rein bringen wolltest, stört es den Lesefluss, ich hätte weniger oft unterteilt. Und somit hätten die Orten mit der Trennung noch eine stärkere Spannung erhalten...
Dann finde ich den Anfang der Italien Beris besser als das Ende. Das kommt daher das dort noch alles realitätsnaher ist und auch noch ausführlicher beschrieben. Aber die Entführung von Kiss (nicht böse auf mich sein, ich bin jetzt äusserst kritisch, also negative Kommentar auf sehr hohem Niveau) ist etwas klischeehaftes. Der spannendste Teilbereich des Beris sollte je die Entführung sein. Aber durch das Klischee fand ich die da vor fast noch einen Tick spannender. Es war halt +- voraussehbar. Du hast dann immer noch winzige nicht ganz so vermutete Dinge drin gehabt, die alles etwas spannender machten und alles etwas auflockerten. Klar ist auch das mit der Zicke (Geogina) und das dann gerade ausgerechnet du das Pferd reiten kannst, klischeehaft, aber viel viel weniger weil du da das Klischee besser verpackt hast.
So grundsätzlich finde ich es eine spitzen Berichte-Serie mit einem tollen Anfang und am Ende einer guten Art um die Zeit "aufzuholen" ohne das man es merkt. Die Entführung von Kiss, spannend aber klischeehaft. (Aber frag mich jetzt nicht auf die Schnelle wie du das anders schreiben hättest müssen. Müsste ich mir mal überlegen, wenn du es wissen willst). Entfürhugn auch ein klein wenig realitäts-fremd, wobei ich ja bei der Realität noch stärker als du und beim Klischee kämpfe in meinen Beris... Also eigentlich sollte ich meinen Mund halten und drüfte gar nicht daran rum motzen. ^^ :D

#8 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lisa 29.03.2014 20:36

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na, du motzt ja nicht richtig ;)

& ich will es wissen :D

also das mit dem realitätsnah wird dir noch öfters passieren.. ich habe keine lust, über alltägliche dinge zu schreiben, die mir selbst passieren^^
ich schreibe halt über dinge, die nur einem von einer Millionen passieren, aber die halt in echt auch passieren könnten, halt eher unwahrscheinlich^^

aber das macht ja eigentlich jeder hier, mehr oder weniger dramatisch, ist ja auch dafür gedacht^^

#9 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lucy 29.03.2014 20:47

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Ja mit realitätsnah ist es so eine Sache...^^ Ich mag auch nicht über den ganz normalen Tag zu schreiben. ;)
Aber eigentlich ging es mir gar nicht so stark um das realtiätsabweichen, sondern wenn abweichend, dann bitte nicht umbedingt klischeehaft.... So jetzt ist es glaub richtig formuliert. Aber wie gesagt, finde finde ihn gut und es ist Kritik auf hohem Niveau.

#10 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lisa 29.03.2014 20:51

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alles klar :)
das Klischee hab ich dann aber noch nie gehört^^
also mit dem dass ich sie reite und georgina nicht mehr ja, aber so ne pferdeentführung, um eine speicherkarte von Deutschland nach Italien zu schmuggeln, wobei das Pferd aber an den falschen verkauft wurde & deshalb wieder "besorgt" werden muss, davon hab ich noch nie gehört :D
(ist auch in meinen berichten nicht ganz aufgeklärt glaube ich, das kommt im nächsten bericht, was da genau dahinter steckt..

Edit: Man merkt, dass ich ein bisschen frustriert bin, oder?^^
ich war halt irgendwie voll in den berichten drin, hab dementsprechend auch durchgeschrieben ohne groß zu überlegen wie ich es formuliere etc, weil ich es irgendwie während dem schreiben "gefühlt" habe, hab auch gestern 4 stunden geschrieben^^
zum Beispiel bei der Hetzjagd mit den quads, da hat mir auch das herz schneller geschlagen & ich war aufgeregt etc, als kiss dann "tot" vor mir lag und ich geheult habe, sind mir in echt auch die tränen gekommen und so weiter... ich hatte halt gehofft, dass das alles (die ganzen Gefühle) mehr rüber gekommen ist, und nicht das einzige, was hängen geblieben ist, "halt ne pferdeentführung" ist...
aber ich muss sagen, ich bin eh die letzten tage voll depri, weil mein Pferd lahmt seit mehr als 2 Wochen, und morgen wird er geröngt, ich weiß nicht warum er lahmt & die stallbesi meint er hätte vlt athrose & das wäre schrecklich! er ist ja erst acht! (aber die behinderte besi meinte ja auch, mein Hund stirbt wenn ich nicht schnell zum Tierarzt gehe, als er eine große wunde am schwanz hatte, was aber im Endeffekt gar nicht so schlimm war, aber Hauptsache mir angst machen -.- )
also ich bin einfach total depri momentan, ist alles scheiße grad :/
und das einzige, was mich bisschen hochgerissen hat, waren halt die berichte, die mich von meinen echten Problemen abgelenkt haben & ich hatte auf mehr Kommentar zu den einzelnen Szenen gehofft

naja, nimm mich nicht so ernst momentan, morgen stellt sich vlt raus dass alles gut ist mit meinem Pferd & dann geht's mir wieder gut & dann bereu ich bestimmt, das ich überhaupt damit hier angefangen habe... mal sehn.

#11 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lucy 30.03.2014 14:27

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Nee. Also ich deine Szenen zwischendrin mega toll. Und bei der Entführung hatte ich Gänsehaut und gezittert, besonders als Kiss zu Boden fiel. Ich lebte die Gesichte etxtrem mit und kann/konnte mir Italien gut vorstellen. Da das Haus, dort der Stall und da drüben der Abhang, der Weld mit den Pinienbäumen, das Poolhaus und und und... Ich lebte wirklich in deinen Berichten! Aber - vielleicht habe ich schon zu viele Pferdebücher gelesen - gibt es doch immer eine Entführung auf eigene Faust und dann trennen sie sich die Hauptpersonen um Alarm zu schlagen und der andern muss ganz alleine handeln. Soweit ist deine Sache Klischeehaft, aber mit weiteren Szenen hast du das Klischee etwas abgeändert. Aber der Sprung über den Baum oder die Quads war irgendwie schon wieder klischeehaft, aber ansonsten gab es da immer wieder Dinge die nicht klischeehaft verliefen und somit alles auflockerten und das klischeehafte etwas überdeckten. Das Klischee mit Georgina hast du so gut überdeckt und umrahmt mit dem Rest der Geschichte, dass es viel viel weniger stark auffiel.
Aber im Endeffekt muss ich sagen, das es wirklich sehr gute Berichte sind. Die Latten sind sehr hochangelegt, weil ich finde nur ein "gut geschrieben" ist weniger Wert als eine Kritik, weil ich dann einfach bei jedem von dir ein "gut geschrieben" hinsetzten müsste... :D Aber doch noch einmal hier für dich: DU HAST DEN BERI GUT GESCHRIEBEN, ER GEFIEL MIR MEGA GUT. :D Ich hoffe jetzt ist es rübergekommen, weil ich finde ihn wirklich gut, nur irgendwie muss ich doch trotzdem dir noch was sagen was du verbessern könntest, weil den Kommentar "gut geschrieben" finde ich so unpersönlich... Aber ich werde es mir merken, dass ich - wenn mir einer gut gefällt - das wohl in Zukunft auch doch noch extra hinschreiben sollte, weil sonst nur das negative da steht...


P.S. Ich wollte eigentlich bei jedem Beri noch das hinschreiben, was mir ab besten draus gefällt, aber gestern blieb die Zeit nicht mehr. Ich habe alle gelesen und dann einfach in einem extra Word jeweils mir kurz Notizen gemacht, bei der Punkte-Verteilung ist aber dann der Kommentar aus dem Word nicht in den Beri gewandert... Werde ich nachholen.

#12 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lisa 30.03.2014 16:37

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okay, alles klar, danke :)
das hat mich jetzt echt aufgemuntert, & glaub mir, das brauche ich heute :(
heute morgen wurde er geröngt & es hat sich herausgestellt, dass er 2 Chips im Hufgelenkt hat & die Chancen, dass er nie wieder schmerzfrei wird laufen können liegen bei 30-50% :'(
ich bin total fertig.... & jetzt kann ich nur abwarten, ob es besser wird, er darf noch nicht mal schritt gehen :(
ich weiß gar nicht, was ich jetzt machen soll, das ist so schrecklich :'(

#13 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lucy 30.03.2014 18:02

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Also der Boxennachbar (gut nicht direkt aber eines ausgelassen) von meiner Stute hat auch ein Chips gehabt. Er ist doch der Boxennachbar weil die Besi gleich 2 Pferde hat und die stehen beide links von meiner erst der ohne Chips und dann nochmals links davon der mit Chips. Der war jetzt ein viertel Jahr in der Box oder respektive nach 1 Monaten dann stundenweise auf dem Paddock einer Boxengrösse draussen und anschliessend ein viertel Jahr auf der Weide und jetzt geht er im Schritt wieder problemlos und die Besi sass so 2 x für 10 Min. auf seinem Rücken im Schritt. Der alte Kerl (26) hat sich super erholt und ist jetzt fast noch fiter als davor (ohne Training!). Das eine ist klar das medizinische, aber man kann auch viel mit Homöopathie (oder wie man das auch immer schreibt XD) und solchen Sachen erreichen. Sie selber arbeitet in einer Pferdeklinik bei mir in der Nähe und hat ihn die ganze Zeit damit unterstütz und auch jetzt noch leicht. Wenn du willst kannst du mir die genau Diagnose einmal senden per PN und ich kann sie fragen wie es bei ihr war und was sie angewendet hat. Die Ärzte sind echt erstaunt das der wieder so gut geht (und das schon seit langem, trotzdem wartete sie das Jahr ab weil das die Ärzte Anfangs so sagten). Wenn der jeweils auf der Weide ist (anfangs nur verkleinerter Bereich mittlerweile schon wieder ordentlich gross fast normalgross, macht der Bocksprünge und alles und der hat keine Schmerzen. Als er Schmerzen hatte stand er einfach nur teilnahmelos rum. Jetzt benimmt er wie ein kleines Jungpferd das vor Lebensfreude strotzt. :D Man sieht es ihm an. Ich wünsche mir, das Revo das gleiche Leuchten in den Augen auch schon bald (wieder) hat.
Kopf hoch, du und Revo, ihr schafft das schon!

#14 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lisa 30.03.2014 19:23

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das Problem ist ja, dass mein Pferd nicht auf seine schmerzen achtet, der will trotzdem bocken & rennen und ist traurig, dass er das jetzt nicht darf :/
als er angefangen hat zu lahmen, und noch auf der weide war, hat er auch noch freudenbocksprünge gemacht, der idiot...

wäre schön, wenn du sie mal fragen könntest, was man da geben kann :)

sind halt zwei Chips im Hufgelenk, einer außen, wo man auch operativ drankäme, und einer innen, sodass man nicht drankommen kann... der äußere hat "ausgefranste" ränder (was darauf schließen lässt, dass er neu ist) & der innere glatte, klare ränder, sieht also so aus als wäre er schon länger da & würde nicht stören, aber das weiß man nicht genau.
mehr Diagnose gibt es nicht, & mehr als abwarten kann ich momentan nicht :/

#15 RE: 28. Bericht: Und die Zeit vergeht... von Lucy 30.03.2014 20:56

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Okay. Also sie hat solche Globulis und ich habe bei mir persönlich, sowie bei meinem "Pflegehund" und bei Pferden schon ob mit Spagyrik eingesetzt. Ich persönlich für mich schwöre auf Spagyrik. Auf Kopfetabletten z.b. reagiere ich mit erbrechen, mit Anti-Kopfweh-Spagyrik hingegen ist es relativ schnell weg... Nach meiner 1. OP war ich tagelang noch so komisch und hatte immer wieder solche Anfälle von der Nakose her aber bei der 2. OP bekam ich eine Spagyrik-Spray. Nach 1 Woche war ich wieder top fit.

Aber mit Spagyrik und Globulis kannst du ihm helfen, jedoch etwas wie einen Chips nicht wegbringen. Der vom Stallkollegen hatte einen im Fesselgelenk vorne rechts, wurde dann operierte und sie hat ihm halt alles mögliche an Globulis gegeben. Spagyrik ist ja ziemlich auf einer ähnlichen Basis. Globulis kannst du gut ins Futter mischen - aber einige Pferde sotieren sie aus und so kannst du sie schon zumindest 2 x am Tag geben (Sie hat so kleine Gefässe in der sie ihr KF bereitstellt und misch da die Globulis rein und noch andere Zusatzstoffen. Mach bei uns fast jeder so im Stall, wenn nichts bereit steht gibt es einfach "normales" Futter. Ich z.b. Mixe für Conny immer noch Mineralfutter rein, da sie nur sehr wenig Kraftfutter bekommt und stelle es hin - das Kraftfutter ist aber das "normale" Futter des Stalles das ich einfach aus dem Sack nehme. Vielleicht könntest du so was auch machen und das 3. mal am Tag gibt du es wenn du da bist. Je nach dem weisst du vielleicht noch jemand der es ein 4 X verabreichen könnte wenn es akut ist. Aber je nach dem reicht 1-3 mal pro Tag. Spagyrik ist halt ein Sprei und das ist schwerer. Meine nimmt es nicht wenn man es direkt ins Maul sprüht, aber KF oder Leckerli geht sehr gut. Am besten auf einen halben Apfel. ;) Die eine Hälfte gebe ich wenn ich da bin, die andere lege ich in die Dose fürs nächste Füttern (dadurch das unten noch überall die Schale ist und du es oben drauf sprühst und es nach unten in den Apfel fliesst und da dann die Schale kommt, klappt das super auch zum vorbereiten...) Ich mache dann da etwas mehr drauf, da es am besten wirken würde wenn es direkt von den Mundschleimhäuten aufgenommen werden könnte. Aber so geht es auch relativ gut.

Wirkstoffe her gab sie sehr viel verschiedenes und es kommt auch immer auf das Pferd und die Situation an. Ich habe sie noch nicht direkt gefragt, da sie heute Abend nicht im Stall war, aber sie hat eine gesamte Palette an Globulis da. Da wo ich zur Schule gehe gibt es eine Drogerie die auf Spagyrik für Mensch und Tier - besonders Pferd, Hund und Katze - spezialisiert ist. Und ca. 5 km vom Stall weg wo Conny steht ist eine Tierarztpraxis mit Globuli verkauf und an 2 Halbtagen ist da eine Spezialistin die einem berät. Ich weiss nur das meine "Boxennachbarin" da jeweils ihre Globuli her hat... Als falls du irgendwas bräuchtest und es so was in Deutschland nicht gibt, ich befinde mich gerade im "Mekka" der Homäopathie... Schreibe dir sobald, sie auf mein SMS antwortet und ich weiss was sie gibt. ;)

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