#1 Mini's Turniere von Philomena 10.04.2014 17:16

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Springtag auf dem Turnierstall Pretty Loving 30.03.2014
Stilspringen M – 4.Platz – kein Preis
Springen M – 4.Platz – kein Preis

„Komm schon Brenda! Wir haben so viel geübt, jetzt müssen wir den anderen beweisen, dass wir es drauf haben!“ Die Braune Stute schnaubt und lässt sich dann in einen weichen Trab fallen, von dem ich sie in den Galopp treibe. Der hohe Probesprung am Abreitplatz ragt vor mir auf und ich kriege Angst, dass wir doch im letzten Moment abdrehen. Doch Brenda springt ab und fliegt wie nichts über den M-Sprung. Sicher landen wir auf der anderen Seite und ich lasse ihr beim ausgaloppieren die Zügel lang. „Braves Mädchen.“ Lobend kraule ich ihren Mähnenansatz, dann bringe ich sie bei Nina, die mich heute begleitet, zum stehen. „Das war schon mal gut, wenn ihr so im Pacours reitet, kann nichts schief gehen!“ „Hoffentlich!“ Wenn ich jetzt nicht auf dem Pferd sitzen würde, würde ich wahrscheinlich wegen vor Aufregung zitternden Beinen umfallen. „Dann geh noch ein paar Runden, ich schaue mal wie weit die schon sind. Arbeite auch ruhig noch ein bisschen im Trab, aber übernehmt euch nicht!“, ich nicke zum Zeichen, dass ich sie verstanden habe und wende Brenda wieder ab um mir meine Gegner anzuschauen. Ich werde ein Stilspringen und ein normales Springen in M-Höhe reiten, beim Stilspringen mit 6 Gegnern, die alle sehr viel versprechend aussehen. Eine Junge Frau sitzt auf einem ziemlich überdrehten Braunen, der nur so über die Probesprünge fliegt und bis jetzt nichts gerissen hat. Vor diesem Pärchen habe ich echt ziemlich Respekt, genau wie eine sehr große Frau auf einer schwarzen Stute, die sich elegant zwischen den Hindernissen durch bewegt und nur so vor Selbstvertrauen strotzt. Ein anderes jüngeres Mädchen scheint ziemlich Probleme mit ihrem Schimmel zu haben, er wirft ungeduldig den Kopf hoch und tänzelt auf der Stelle, dabei hat er bis jetzt noch keinen Probesprung genommen. Die erste Starterin wird aufgerufen, es ist eine sehr unscheinbare junge Frau auf einem Fuchs, der gelassen und am langen Zügel den Platz verlässt um zum richtigen Pacours zu reiten. Nina hat mir ein paar Anweisungen gegeben, wie ich mit Brenda zu reiten habe, schließlich ist das mein erstes Turnier mit der Stute. Auch ihre vorherige Reiterin Lilly, die leider den Hof verlassen hat, hat mir vor ihrer Abfahrt noch einige Stunden Unterricht gegeben, schließlich ist sie fast ein ganzes Jahr mit Brenda gestartet. In meiner Träumerei wurde die zweite aufgerufen, es ist die mit dem Schimmel. Dem Mädchen läuft der Schweiß schon in Bächen herunter und sie fühlt sich sichtlich unbehaglich auf den großen Wallach. Nachdem ich noch eine Runde getrabt bin, werde auch ich aufgerufen. Mein Herz scheint mir aus der Brust zu springen, als ich einreite und die Richter grüße. Brenda kaut genüsslich auf dem Gebiss und als die Startglocke ertönt, ist alles um mich herum vergessen. Wo war noch mal der Anfang? Ach ja, dahinten! Die braune Stute galoppiert drauf zu und ist mit einem riesigen Satz hinüber. Danach geht alles ganz schnell. Die doppelte Kombination, der Oxer, die vielen Steilsprünge, dann ein kleiner Wassergraben, wieder ein Oxer und wir sind fertig. Erst als ich Luft in meine Lungen pumpe merke ich, dass ich diese den ganzen Ritt über angehalten habe. Ich lasse der Stute die Zügel lang und lobe sie ausgiebig, während wir den Platz verlassen. Nachdem mich einige für den Ritt gelobt haben, die meisten davon kenne ich noch nicht mals, haben Brenda und ich fast gar keine Zeit zum verschnaufen. Das nächste M Springen steht schon an und wir werden als dritte in die Bahn gerufen. „Brenda, es geht um Zeit und Punkte, also gib bitte Gas, Süße!“ Anscheinend nimmt sie das ziemlich ernst, denn nachdem ich die Richter gegrüßt habe geht sie los wie eine Rakete. Die ruhige Brenda, die ich aus dem Training kenne, ist verschwunden und ihr Platz wurde von einer viel Ergeizigeren Brenda eingenommen. Wie der Wind fegt sie über die Hindernisse hinweg und das einzige, was ich machen muss, ist sie nicht in ihrem Lauf zu behindern und ihr das nächste Hindernis zu zeigen. Es ist ein Atemberaubendes Gefühl, fast wie eine Droge und ich würde am liebsten niemals aufhören, mit Brenda zu fliegen. Doch schon nach knapp einer Minute sind wir durch, einen Raunen geht durch die Zuschauer und dann klatschen sie wild. Als ich überschwänglich um Brendas Hals falle, entdecke ich auf der Zuschauertribüne Raven und Evelyn, die mir bei meinem ersten Turnier beistehen. Mein großer Bruder hebt den Daumen zum Zeichen für den Sieg und ich winke ihm, dann verlasse ich die Bahn.

„Auf dem vierten Platz: Philomena Hood auf Brenda, von den Tsubasa Stables!“, für unser erstes Turnier ist das eine super Leistung und auch Brenda scheint zufrieden. Nach der Ehrenrunde kommen meine Freunde zu mir, gratulieren mir für die Platzierung, doch das einzige, auf das ich mich konzentriere, ist die Stute, mit der ich so gut zusammengearbeitet habe.

#2 RE: Mini's Turniere von Nina 14.04.2014 23:00

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Klasse Arbeit! + 500T mehr am Konto. (oder ist das 1 Seite für 2 Turniere?)
Ist das eigentlich komisch gewesen mit Brenda plötzlich als andere Person den Parcours zu rocken? :D

#3 RE: Mini's Turniere von Philomena 15.04.2014 09:10

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Das sind zwei Prüfungen bei einem Turnier ^^ Und ja, es war wirklich irgendwie komisch... Ich meine, Brenda ist mir mittlerweile genau wie Marry Me ans Herz gewachsen, obwohl die nicht real sind... Irgendwie schon komisch... Als nächstes kommt ne Dressur und Reiterspiele, dann noch ein paar Springprüfungen... Die sind auch schon ausgewertet, aber ich komme mit dem
schreiben nicht hinterher :O

#4 RE: Mini's Turniere von Philomena 22.04.2014 22:15

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Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie wirklich auf einem Turnier war, außer als Turniertrottel für meine Cousinen ^^ Alles, was ich so beschreibe sind irgendwie... "Angelesene" Gefühle, die ich mir aus Büchern suche.... Sicher, irgendwann möchte ich das auch mal ausprobieren, aber momentan ist das alles noch nicht wirklich von mir... Und ich bin noch nie höher als E gesprungen... Und auch noch nie im Galopp, ich komme etwas selten auf Lady, die geht jetzt mit einer Cousine wieder auf Turniere und da will sie mich nicht drauf haben :( Und mit den Isis springen wir zwar auch, aber nicht hoch ^^ Und Dressur eben so...


02.04.2014 Turnierstall Regenwolke, Dressurturnier
Dressur E – 1.Platz – 700T

„Wow!“, entfährt es mir, als wir auf den Hof fahren und ich die ganzen Anhänger, die riesigen Hallen und die vielen Pferde sehe. Wie ein kleines Kind klebe ich an der Fensterscheibe des Wagens und bestaune alles, was ich zu sehen bekomme. „Schon groß hier, was?“, fragt Julia, die heute mit mir und Brenda zum Turnierstall Regenwolke gefahren ist, wo wir unsere erste E Dressur bestreiten sollen. Unser letztes Turnier liegt nur ein Wochenende zurück und im Springen hat es ja gut geklappt, jetzt wollen wir auch in der Dressur weiterkommen. Als wir nach wenigen Minuten, die mir wie eine Ewigkeit vorkamen, endlich einen Parkplatz gefunden haben, springe ich mit einem Satz vom Beifahrersitz auf den Rasen und schaue mich noch mal aus nächster Nähe um. Heute findet allein Dressur statt, ich sehe imposante Hannoveraner und weitere Deutsche Rassen, aber auch mehrere Reitponys und auch ein Shetlandpony. „Ich melde dich an und du sattelst schon mal Brenda, in Ordnung?“, ich nicke und öffne dann die Ladeluke, um die braune Stute raus zu lassen. Nachdem ich ihr ein Lekerli zugesteckt habe, binde ich sie an dem Hänger an und krame im Kofferraum nach der Putzkiste. Diese ist dann auch schnell gefunden und ich fahre nur noch ein paar Mal über Brendas ohnehin schon sauberes Fell. Danach schnappe ich mir den schweren Springsattel und lege ihn vorsichtig drauf, was allerdings ein kleines Problem darstellt, da ich in letzter Zeit nicht wirklich gewachsen bin. Alex war so lieb und hat mir einen Hocker aus Holz gebaut, der nicht zu groß war, sodass ich ihn überall hin problemlos mitnehmen kann, doch genug von meiner Körpergröße wettmachte, damit ich an die größeren Pferde rankomme. Brenda hatte sich erstmal davor erschreckt, kein Wunder, Alex, der Blödmann, hatte ihn Quietsch-Rosa angemalt. Allerdings hat er jetzt mehrere Anfragen für solche Hocker von den anderen bekommen und kommt in seiner Freizeit gar nicht mehr hinterher mit dem Bauen. Jedenfalls kann ich so mein Pferd satteln, ohne mir von Anderen Hilfe holen zu müssen. Als ich fertig bin und alles noch einmal kontrolliert habe, ziehe auch ich mich um. Über die weiße Turnierhose hatte ich eine lockere Jogginghose angezogen, damit untere nicht dreckig wird. Danach werfe ich mir noch das Jackett über und setze den Helm auf. Fertig geht’s zum Abreitplatz, denn viel Zeit bis zum Start bleibt mir nicht mehr, wie Julia mir gesagt hat. Nach einigen Runden im Schritt und Rivalenbeobachtung nehme ich die Zügel auf und fange mit dem Biegen an. Brenda scheint heute sehr locker, lockerer als bei unseren Trainingseinheiten. Es ist nicht viel los auf dem Platz, die ganzen großen Prüfungen fangen erst ab dem Nachmittag an, um 10 ist die E Dressur. Meine Hände werden in den Reithandschuhen ganz schwitzig, obwohl dies nicht unser erstes Turnier ist. Aber mit Brenda ist es im Pacours etwas völlig anderes: Sie ist ein Springpferd, meist findet sie ihren Weg alleine und ich muss sie nur nicht behindern, obwohl wir trotzdem zusammen reiten. Doch in der Dressur muss ich ihr zeigen was sie machen soll, ich habe die Führungsposition und nicht die des Helfers. Die ersten Starter der E Dressur wurden schon aufgerufen, meine Startnummer rückt immer näher, bis sie letzten Endes durch die Lautsprecher verkündet wurde. Julia gibt mir einen letzten aufmunternden Klaps auf den Unterschenkel, dann reiten wir in die Bahn. Ich grüße die Richter, und lenke Brenda in einen flotten Arbeitschritt um die Bahn. Dabei bemühe ich mich, die Unterschenkel nicht nach vorne rutschen zu lassen. Auf dem Zirkel trabe ich an und wechsle dabei die Hand. Nach ein paar Volten und dem durchqueren der Bahn galoppiere ich auf dem mittleren Zirkel an. Schnell ist alles vorbei und ich verlasse die Bahn, nachdem ich noch einmal die Richter gegrüßt habe. „Super! Die anderen waren nicht so gut!“, lobt mich Julia, als ich am Abreitplatz ankomme. Ausgiebig lobe ich meine braune Stute und grinse dabei übers ganze Gesicht. Meine erste Dressur und gleich haben wir nicht einen einzigen Fehler gemacht! Nach einer viertel Stunde ist auch der letzte Reiter durch und direkt wird eine Siegerehrung abgehalten. Ich nehme wieder die Zügel auf und reite mit den anderen Startern ein. Es wird von hinten angefangen und ich warte darauf, dass mein Name genannt wird. Doch je länger ich warten muss, desto höher war ich auch platziert. Schließlich bin nur noch ich und eine andere Frau mit circa 25 Jahren übrig. Und dann wird sie aufgerufen. Zuerst begreife ich es gar nicht, doch als ich Julias Jubelrufe höre sickert es langsam in meinen Kopf. Ich habe gewonnen! Brenda hat gewonnen! Wir haben gewonnen! Mit Begeisterung schaue ich zu, wie die Schleife an ihrer Trense festgemacht wird. Nach einer kurzen Siegerrunde, die ich Brenda einfach nur laufen lassen habe, bin ich auch schon draußen. Ein kurzes Trockenreiten genügt und ich kann Brenda absatteln und eine leichte Abschwitzdecke auflegen. „Du bist super!“, flüstere ich ihr noch zu, als ich aus dem Hänger steige und wir uns wieder auf die Heimfahrt begeben.

#5 RE: Mini's Turniere von Nina 25.04.2014 23:22

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Wuhu! Klasse gemacht! Ich bin stolz auf euch! :D
Das hab ich liebend gern eingetragen!
+ 1.300 für Dich, Brenda und deinem pinken Höckerchen ;P

#6 RE: Mini's Turniere von Philomena 27.04.2014 14:26

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Süße Idee, nicht ? *-* Der nächste folgt auch bald, ich habe schon viele auf Word aufgeschrieben, muss nur noch die Berichte fertig machen ^^

#7 RE: Mini's Turniere von Philomena 02.05.2014 22:09

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07.04.2014, Turnierstall Eden
Eierrennen – 5.Platz – 40T+Fliegenhaube
Geschicklichkeitsreiten – 1.Platz – 200T+Lederhalfter

(Ich weiß nicht so richtig, wie ich das Geschicklichkeitsreiten beschreiben soll, deswegen ist es etwas kürzer ausgefallen… Gomenasai!)

Schon auf den letzten Turnieren haben Brenda und ich gut zueinander gefunden und da sie sich so angestrengt hat und auch im Training gut dabei ist, habe ich mich entschlossen mit ihr auch mal ein Spaßturnier zu gehen. Schließlich muss sie ja nicht die ganze Zeit nur Preise sammeln und ich möchte auch nicht die ganze Zeit nur Dressur und Springen reiten. Ich helfe meiner Braunen Stute aus dem Hänger. Ja, für mich ist sie schon „Meine Stute“, obwohl sie mir nicht wirklich gehört. Aber ich habe das Gefühl, dass wir auf einer Wellenlänge sind und glaube, dass auch Brenda Spaß mit mir hat. Heute ist wieder Julia mitgefahren und schon zur Meldestelle gegangen, um meine Nummer abzuholen. In der Zeit entferne ich die Transportgamaschen und die leichte Decke von der Blitzblanken Brenda. Wie immer lässt sie alles ruhig über sich ergehen und zeigt keinerlei Aufregung. Manchmal ist das sehr gut, denn dann habe ich einen Ruhepol und rege mich nicht selber auf, doch an anderen Tagen werde ich deswegen richtig Fuchsig. Obwohl sie natürlich nichts dafür kann. Ich stelle gerade meinen Hocker richtig hin, um ihr den Sattel aufzulegen, da kommt Julia zurück. „Das Eierrennen ist wie ein richtiges Rennen um den Springplatz aufgebaut. Ihr startet alle gleichzeitig und gewonnen hat, wer am schnellsten über der Ziellinie ist und sein Ei nicht verloren hat, da bist du nämlich direkt ausgeschieden. Dann zählt, ob schon jemand vor dir ein Ei verloren hat und wird dann nach der zurückgelegten Strecke gewertet.“ Ich nicke. Zwar war ich auf ein Rennen nicht wirklich vorbereitet, doch beim Üben ging mit Brenda alles gut, also ist das für uns vermutlich kein Problem. „Danach die Geschicklichkeitsprüfung. Du musst ein paar Tonen einhändig umreiten, Wippen und freihändig über ein kleines Hindernis springen. Die Richter werten nach der Sicherheit, mit der du alles machst und nicht, wie dein Pferd reagiert.“ „Verstanden! Kommst du mit zum Abreitplatz oder holst du dir was zu Essen?“ „Ich komme mit und jetzt: Ab mit dir! Das Eierrennen startet gleich!“ Der Abreitplatz ist nicht sehr voll und ich kann mich ganz auf Brenda konzentrieren. Sie kaut brav am Gebiss, nimmt die Schenkelhilfen gut an und lässt sich leicht biegen. Anscheinend haben wir heute einen guten Tag erwischt. Auch auf dem Weg zum Springplatz ist sie total gelassen. Ich sage ihr immer wieder, wie gut es doch ist sie zu haben und dass sie das beste Pferd der Welt ist. In Gedanken füge ich hinzu, neben Marry. Julia läuft neben mir her und gibt mir ein paar Tipps, wie ich das Ei oben halten kann und trotzdem schnell bin. Ich nicke und muss mich dann schon mit den anderen aufstellen. Es sind sechs Pferde in der Abteilung, einige Tänzeln unruhig, andere stehen da als würden sie gleich einschlafen. Und dazwischen steht Brenda, neugierig und ruhig und macht einen ganz anderen Eindruck als die anderen. Wir kriegen die Löffel mit den Eiern in die Hand, dann wird eine Flagge erhoben. Als diese runtersaust rast das erste Pferd schon los. Natürlich fällt dabei das Ei runter und die Reiterin ist ausgeschieden. Andere traben und scheinen das Ei gut unter Kontrolle zu haben. Und Ich? Ich stehe mit Brenda immer noch an der Ziellinie und schaue belustigt zu. Es geht ja nicht ums gewinnen bei diesem Wettbewerb, es geht um den Spaß. Und den habe ich eindeutig am meisten, wenn ich den anderen zuschaue. Brenda setzt sich in einen gemütlichen Schritt und wir reiten am langen Zügel los. Der Springplatz ist nicht sehr groß und so brauchen wir nicht lange bis zur Ziellinie. Trotzdem sind wir nur fünfter geworden, vor dem Mädchen das ihr Ei verloren hat. Ich gebe den Löffel ab und klopfe Brenda den Hals zur Belohnung, dann reite ich rüber zur Siegerehrung. Diese werden heute immer direkt nach der Prüfung abgehalten und so bekomme ich meine Schleife für den fünften Platz und eine süße Fliegenhaube. Beides überreiche ich Julia, die es zum Anhänger zurückbringt, denn ich selber bin schon in wenigen Minuten mit der nächsten Prüfung dran. Diese findet in der Reithalle statt und ich werde grade aufgerufen, da kommt mir das Mädchen, das vor mir dran war, entgegen. „Pass auf beim Tonnenreiten, Du denkst das passt, aber das tuts nicht.“ „Danke.“ Ich verstehe zwar nicht ganz, was sie meint, aber ich werde beim Tonnenreiten vorsichtig sein. Nachdem ich die Richter gegrüßt habe, schaue ich mir den aufgebauten Pacours an. Zuerst gilt es, einhändig durch einen Slalom von fünf Tonnen zu reiten. Die Abstände sind sehr klein und ich werde längere Bögen drumherum machen müssen, um jede Kurve zu schaffen. Nachdem ich die Zügel sortiert habe, gebe ich Brenda mit einem leichten Schenkeldruck zu verstehen, dass es losgeht. Sie schaut sich interessiert aber gelassen um, als wir uns der ersten Tonne nähern. Die braune Stute reagiert gut auf die Schenkelhilfen und eigentlich ist für uns diese Aufgabe kein Problem. Als nächstes geht es zu einer langen Wippe. So etwas haben Brenda und ich noch nie gemacht und ich hoffe, dass sie nicht zu große Angst davor haben wird. Sie stellt sicher den ersten Huf auf die Holzplanke und klettert dann ganz drauf. Fröhlich lobe ich sie und lasse sie einige Momente so stehen, ehe sie weiter gehen soll. Sie setzt vorsichtig einen Huf vor den anderen und die Wippe fängt an nach vorne zu kippen. Verwirrt bleibt Brenda stehen und schaut sich nach mir um. „Ist gut, Mäuschen, du kannst weitergehen. Nichts passiert, ich bin ja da.“ Sie blinzelt mir zu, dann wendet sie sich nach vorne und geht weiter langsam über die Wippe. Für ihr erstes Mal auf so einem Ding gleicht sie erstaunlich gut ihr Gewicht aus und als wir an der anderen Seite unten sind, kraule ich sie ausgiebig und sage ihr immer wieder, was für ein tapferes Mädchen sie doch ist. Der kleine Sprung stellt für uns kein Problem da und zielsicher überqueren wir die Ziellinie. Ich strahle nur noch übers ganze Gesicht, denn die Prüfung hat echt Spaß gemacht und Brenda hat sich von einer guten Seite gezeigt. Später soll ich erfahren, dass wir sogar so gut waren, dass wir den ersten Platz gemacht haben! Mit einem neuen Lederhalfter und 200T geht es schließlich auf den Heimweg, meine Siegerin hinter uns im Hänger.


Die Fliegenhaube und das Halfter bitte zu Marry, das Leder wenns geht in schwarz und die Haube in weinrot :)

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