#1 3. Alte Bekannte... :D von Evelyn 03.01.2015 21:29

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So hier ist der erste Bericht nach meiner Pause ^^ Hoffe er gefällt euch :) Hab mir viel Mühe gegeben (fast 13,5 Seiten) hehe O.o

Schicksäle:
1.Schnelligkeit spielt keine Rolle, zumindest wenn man ein langweiliger Spießer ist! -drin
2.Schreien löst nicht jedes Problem aber hilft definitiv um Aufmerksamkeit zu erlangen. -drin
Aufgabe: Weltino bewegen -drin

„Hey Mum.“
„Evelyn! Wie schön, dass du anrufst!“
„Ich hab mich schon gewundert, dass du dich nicht gemeldet hast.“, sage und merke wie ich meine Mutter schon nach den paar Tagen vermisst habe.
„Ja ich weiß, aber ich wollte dich nicht stören. Hast du neue Freunde kennengelernt?“
„Mum das bist nicht du! Wer ist da und was hast du mit meiner Mutter gemacht!?“ Ich schmunzle und grinse in den Hörer.
„Hä? Wieso das denn?“
„Weil du dich nicht mehr so sorgst wie sonst und mich nicht jede Minute anrufst, um zu fragen, ob ich mir ein Unterhemd angezogen habe!?“ Jetzt lacht sie auch und bei ihrem lebhaften Lachen verschwimmt meine Sicht. Ich wische die Tränen aus meinen Augen und atme einmal lange aus.
„Ich vermisse euch, Mum.“
„Ich weiß, Schatz. Wir kommen dich mal besuchen. Meggie fleht schon immer und jetzt kriecht sie nachts immer zu Dad und mir, weil dein Bett leer ist.“ Ich denke an die Nächte, in der sie zu mir gekommen ist, entweder weil sie Albträume hatte oder sie sich allein fühlte.
„Sag ihr, dass ich sie liebe und dass sie mal für ein Wochenende herkommen soll.“
„Mach ich, willst du sie mal sprechen? Sie ist gerade von John rüber gekommen.“
„Ja Natürlich!“ Jetzt denke ich auch an ihn und wieder sticht etwas in mein Herz.
„Hallo? Lynni?“, meine Schwester ist die einzige auf der Welt, die mich Lynni nennt und die mich je so nennen darf.
„Hey Meggie.“, sage ich krächzend. Da jetzt zu viele Tränen kommen, um sie aufhalten zu können, lasse ich sie laufen und brenne mir Meggies Stimme ein. Wer weiß, wann ich sie das nächste Mal hören werde?
„Lynni! Ich vermisse dich so sehr! John auch! Du musst wieder zurückkommen!“
„Och das kann ich nicht! Ich werde hier auch gebraucht, verstehst du? Ich hab jetzt eine eigene Stute.“
„Echt! Oh mein Gott ich muss sie sehen! Wie heißt sie?“
„Bassira und glaub mir sie wird dich lieben!“
„Hä?! Wann komme ich denn zu dir?“
„Wenn du willst dieses Wochenende?“
„Aber da hat John doch Geburtstag!“ Ich habe noch nie seinen Geburtstag vergessen! Angerufen habe ich ihn auch noch nicht! Ich bin eine schreckliche Freundin!
„Oh nein! Stimmt! Meggie ich komme am Freitag und dann bleib ich bis Sonntag bei euch. Dann kommst du ein Andermal.“
„Okay dann bis Freitag, Lynni. Ich hab dich lieb.“ Ich höre sie schniefen und sehe meine kleine Schwester vor mir, wie sie abwesend in die Luft guckt.
„Ich dich auch. Sehr sogar.“ Ich lege auf und tippe sofort die Nummer von John in mein Handy ein. Das Freizeichen ertönt ganze zweimal bis er mit aufgeregter Stimme meinen Namen in das Handy ruft.
„Hey John.“ Meine Stimme klingt liebevoll zu ihm durch und ich merke sofort wie er ruhiger atmet.
„Ich dachte schon es wäre was passiert!“
„Ist es auch. Sogar sehr viel aber nur Schönes!“ Ich lächle. Bei den Gedanken an Bassira, Dani und Lolli fängt mein Bauch angenehm an zu kribbeln.
„Erzähl mir alles!“ Also teile ich ihm alle kleinsten Einzelheiten mit, die während meines Abschieds passiert sind, doch der anstehende Besuch zu seinem Geburtstag enthalte ich ihm vor, um ihm die Überraschung nicht zu versauen. Nach weiteren Fragen und Antworten lege ich wieder auf und verspüre eine menge Vorfreude aufs Wochenende.

Ich hole Bassira fröhlich aus ihrer Box und nach einer großen Knuddelrunde kommen wir auch endlich mal aus dem Stall und machen uns auf dem Weg zum Putzplatz. Ich fange an, den Staub aus ihrem Fell zu bürsten und schon nach kurzer Zeit lässt die braune Stute den Kopf entspannt hängen und guckt nur zwischendurch was ich mache. Sie strahlt die Ruhe aus, die ich gerade brauche. Heute wollte Lollis Bruder kommen und ich glaube ich halte mich dann von ihnen fern um sie nicht zu stören. Das klingt vielleicht feige aber ich denke, dass sie Zeit für sich brauchen könnten. Nebenbei habe ich Lolli den ganzen Tag noch nicht gesehen, was wirklich etwas merkwürdig war. Als ich schließlich fertig war mit dem Putzen und mein Pferd endlich wieder glänzt nehme ich ihren Kopf in die Hände und gucke ihr tief in die Augen.
„Also, mein Engel! Was machen wir heute?“ Ich gucke sie durchdringend an und sie erwidert meinen Blick mit glänzenden Augen.
„Na gut wir gehen ausreiten!“ Auch wenn wir uns erst ein paar Tage kennen, haben wir eine Beziehung aufgebaut, die auf Jahre basieren könnte. Also mache ich ihr die Trense vorsichtig drauf und lege ihr schließlich auch aus reiner Sicherheit ihren Sattel auf. Ich würde auch schon ohne Sattel mit ihr ins Gelände gehen, doch weil ich noch nie mit ihr dort war, bin ich mal vorsichtig. Nachdem ich mir meinen Helm aufgesetzt habe, schwinge ich mich sanft in den Sattel und reite mit Bassira auf den Hof. Dort begegnen wir Lisa, die gerade ihre braune Stute von der Weide geholt hat.
„Hey Lisa!“, rufe ich ihr fröhlich entgegen. Sie hebt den Kopf und lächelt mich breit an. Lisa und ich sind eigentlich ganz gute Freundinnen geworden. Sie ist sehr nett und ich glaube, dass wir noch viel zusammen erleben werden… oder ich hoffe es zumindest.
„Hey. Was hast du mit Bassira vor?“
„Wir wollten gerade ausreiten und ihr?“
„Ja das ist ne gute Idee! Sollen wir zusammen gehen? Weil du warst mit ihr doch noch nicht im Wald oder?“
„Nein heute das erste Mal. Wäre echt cool wenn du mitkommst, dann ist sie nicht so alleine.“ Ich grinse sie an. Nach ungefähr zwanzig Minuten reiten wir nun nebeneinander einen breiten Feldweg entlang und unterhalten uns ein wenig. Unsere Pferde schnauben friedlich und die Sonne wärmt uns den Rücken. In der Ferne zwitschern die Vögel und mein Leben ist für diesen Moment perfekt. Nach einiger Zeit fangen die beiden Tiere an zu tänzeln und ich gucke Lisa fragend an.
„Galoppstrecke.“, sagt sie nur und rast los. So leicht lassen Bassira und ich uns nicht abschütteln und schon gebe ich ihr die Erlaubnis mit meinem Schenkel. Sie springt voller Elan los und ich lasse sie rennen wie schnell sie möchte. Wir holen die Beiden nach ein paar Metern ein und Chunky Munky wiehert Bassira freundlich entgegen. Bassira bleibt jedoch nicht stehen und rennt einfach an den Beiden vorbei.
„Hey!“, ruft Lisa mir belustigt hinterher und gibt nochmal Vollgas.
„Ich sag immer so schön: Schnelligkeit spielt keine Rolle, zumindest wenn man ein langweiliger Spießer ist!“, grinse ich und warte gespannt auf ihre Reaktion.
„Das passt zu dir!“ Ich gucke sie gespielt unwissend an, ziehe die Augenbrauen neckisch hoch und höhne Ironisch:
„Ach sag bloß!“ Lachend parieren wir unsere Stuten durch und reiten gemütlich durch den Wald. Die Herbstluft ist dieses Jahr erstaunlich warm, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, mit Bassira Schlitten zu fahren!

Wir betreten den Hof wieder und satteln unsere Pferde ab. Danach bringen wir sie zusammen in den Stutenstall und verabschieden uns winkend, da ich mich noch bereit erklärt habe Weltino etwas zu bewegen. Ich gehe zu der Koppel und entdecke den Wallach sofort. Gut dass Nina immer so gut beschreiben kann! Ich nehme einen Strick mit, der neben dem Zaun im Gras liegt und gehe offen auf den Fuchs zu. Er hebt den Kopf und wackelt mit den Ohren. Problemlos hake ich den Strick bei ihm im Halfter ein und streichle ihm über seine breite Stirn.
„Na du? Tut das gut?“ Ich kraule ihn an der Brust und er streckt genüsslich den Hals. Bei dem Anblick muss ich lachen und er wiehert amüsiert. Wir trotten zu dem Putzplatz und ich putze ihn gründlich. Er setzt genüsslich einen Huf auf die Spitze und döst in der Mittagssonne vor sich hin. Bis jetzt sieht er nicht so hibbelig aus, wie er eigentlich sein müsste, denn Nina meinte er hat lange keine Bewegung mehr gehabt. Ich beschließe mit ihm auf den Reitplatz zu gehen, da es ja keine Rennbahn gibt. Ich sattle ihn und mache ihm alles drum was er benötigt. Schließlich gehe ich mit ihm zum Platz, auf dem Davina gerade mit Navarro trainiert. Ich bleibe mit dem Wallach am Zaun stehen und beobachte den Tanz, den die Beiden mit viel Konzentration scheinbar federleicht hinter sich bringen. Ihr Hengst schwebt elegant über dem Boden und Davina passt sich seinen Bewegungen perfekt an, sodass eine einzige Gestalt entsteht, dessen Regungen von Anmut nur so glänzen. Ich lächle den beiden zu, als sie uns schließlich bemerkten und zu uns rüber kommen.
„Oh tut uns leid, wir wollten nicht stören…“, sage ich entschuldigend und auch Weltino guckt hingerissen.
„Ihr stört nicht. Wir wollten gerade aufhören, nicht war, Navarro?“ Sie klopft seinen Hals und er schnaubt freudig.
„Oh okay. Es sah wirklich fantastisch aus!“, sage ich lächelnd und streiche ihrem Hengst auch einmal über die Nüstern.
„Danke!“ Sie senkt ein wenig den Blick und ein leichter Rotschimmer erscheint auf ihren Wangen.

Nachdem ich Weltino warm geritten bin, trabe ich an und lasse ihn in einem flotten Tempo ein paar Bahnen laufen. Anschließend mache ich das gleiche auf der anderen Seite und nehme die Zügel wieder ein bisschen auf. An der nächsten Ecke galoppiere ich an und Weltino freut sich sichtlich, dass er wieder laufen darf. Er macht einen Freudensprung und prescht eine Bahn unkontrolliert um den Platz. Ich pariere wieder ein wenig durch, sodass er nun mit ruhigen Sprüngen die Runden hinter sich lässt. Ich schwinge entspannt mit und fliege mit ihm über den Sand. Dann wechsle ich die Hand und mache das gleiche in die andere Richtung. Auf dieser Hand springt er im Galopp nicht so gut, weshalb ich zwischendurch immer wieder mit der Gerte seinen Bauch antippe, damit er sich hol macht. Nachher gehen wir noch ein paar Bahnfiguren, die Weltino überraschend gut erledigt. Schließlich reite ich ihn trocken und bringe ihn erschöpft in seine Box. Ich streichle ihn noch eine Weile und gebe ihm eine Karotte, bevor ich mich auf den Heimweg mache.
Zuhause angekommen, marschiere ich direkt in die Küche und werfe eine Tiefkühlpizza in den Ofen. In der Zeit, in der die Pizza im Ofen vor sich hin brutzelt, dusche ich mich schnell und ziehe mir frische Sachen an. Ich rase zurück in die Küche, hole die Pizza aus dem Ofen und pflanze mich auf das Sofa zu meinem lieben Freund, dem Fernseher. Ich schlinge mir schließlich das letzte Stück in den Mund und schreibe Danilo, ob er Lust hätte mit in die Disko zu kommen. Er schreibt sofort zurück, meint er wäre gerade mit Luca auf dem Weg dorthin und kommt mich in ca. zehn Minuten abholen. Luca ist auch jemand aus unserer Schulzeit und früher einer der Angesagten aus unserem Kurs gewesen. Noch dazu ein reicher Junge, der von allen Mädchen verehrt wurde, nur von mir nicht. Naja deswegen war er wohl auch mit Dani einer meiner besten Freunde. Alle anderen Jungs meinten immer, dass er sehr arrogant und der totale Macho wäre, doch er war nie so! Er ist total lieb und bemüht sich immer, dass es mir gut geht. Oder er hat es zumindest früher so gemacht... Ich laufe nach oben, schminke mich ein wenig und ziehe mich schließlich nochmal um, womit man in eine Disko geht. Das heißt: Hotpants und mein bordeaux farbenes Top. Darüber ziehe ich mir meinen Mantel an und meine schwarzen Absatzschuhe. Dann hänge ich noch schnell meine Tasche über die Schulter und verlasse das Haus, nachdem ich einen Zettel auf den Küchentisch gelegt habe.
Hey Lolli, bin mit zwei Freunden in der Disko. Will bei eurem Familientreffen nicht stören…
hdl, Eve.


Die Jungs fahren wenig später in meine Einfahrt und ich steige in den dicken BMW.
„Ah heute mal Lucas Auto?“ Ich grinse die beiden an.
„Ich freu mich auch dich zu sehen, Eve!“, Luca grinst mich durch den Rückspiegel an und wirft mir neckisch einen Luftkuss zu. Ich verdrehe nur die Augen und wuschle Danilo kurz durch die Haare.
„Was geht ab, Kleiner?“
„Man Eve! Du zerstörst meine Frisur!“ Er scheucht meine Hände fort und versucht verzweifelt seine Frisur irgendwie wieder zu richten. Luca lacht schadenfroh und widmet seine Aufmerksamkeit auf die Straße. Der Motor heult auf und ich lasse mich in den Ledersitz fallen.
„Wie lange dürft ihr heute?“, fragt Danilo, als er mit seiner Frisur zufrieden ist und seine Hände wieder entspannt auf seine Beine legt.
„Unbegrenzt Schätzchen!“, flötet Luca und streckt seine Hand zur Faust geballt jubelnd in die Höhe. Ich lache und schnipse ihn einmal auf den Hinterkopf.
„Wie siehts mit dir aus, Evelyn?“ Danilo dreht den Kopf in meine Richtung zwischen den beiden Sitzen durch.
„Ähmm…“, antworte ich und grüble. Er zieht skeptisch seine Augenbrauen nach oben und guckt mich fragend an.
„Ach komm schon Eve!“ Er macht einen Schmollmund und auch Luca sieht kurz durch den Spiegel zu mir.
„Na gut! Ich bleibe so lange es heiß ist!“ Die Beiden johlen begeistert und klatschen sich mit einem Gewinnergrinsen ab. Sobald ich wieder mit meinen Boys zusammen abhänge, verwandle ich mich auch schon wieder in die unabhängige, freche und partysüchtige Draufgängerin von Teenager, die ich früher war. Mittlerweile hab ich mich etwas gezügelt und bin wie sagt man? Erwachsen geworden? Spaß bei Seite, es tut richtig gut wieder ein Teenager zu sein! Schon jetzt wird mir klar, dass ich diese Zeit am meisten vermisst habe als alles andere sonst. Diese beiden Jungs sind meine Brüder, die ich nie hatte.
„Ihr habt gewettet! Hundert Pro!“ Ich grinse die beiden Kopfschüttelnd an. Die grinsen nur geheimnisvoll zurück und lachen. Ich starre lächelnd in die Dunkelheit und gucke verwirrt auf mein Handy. 19.06h. Ich dachte schon es wäre später, denn draußen ist es schon ziemlich dunkel geworden. Der Winter kommt dieses Jahr aber auch verdammt schnell! Der Wagen hält und wir steigen aus. Schließlich falle ich Luca in die Arme und umarme ihn stürmisch. „Wir haben uns so lange nicht gesehen, Arschloch!“ Ich hab ihn früher immer so genannt, um ihn zu ärgern, weil das früher sein Ruf bei den anderen neidischen Jungs war. Er drückt mich noch einmal fest ehe er mich loslässt.
„Sorry, nicht so lange sonst zerstörst du meinen Ruf!“ Er grinst mich an und dann umarme ich Danilo auch nochmal.
„Ah du giltst also immer noch als reicher Macho?“ Ich grinse nun auch und gucke ihn wissend an.
„Aber sicherlich!“, sagt Luca. Danilo verdreht nur lachend die Augen.

In der Disko ist es immer noch genauso wie früher. Naja ich übertreib aber auch immer mit früher. Eigentlich war es ja erst vor drei Jahren… Auf der kleinen Bühne tanzen zwei Tänzerinnen und ich erkenne eine von ihnen wieder. Jana! Sie ist die Schwester von Luca und eine gute Freundin von mir. Ich habe immer ältere Freunde gehabt, denn ich bin schon mit fünf Jahren in die Schule gekommen und habe dann noch eine Stufe übersprungen, somit habe ich meinen Abschluss auch schon mit sechzehn gemacht. Jana entdeckt mich und kommt zu uns herüber.
„Evelyn! Du bist wieder da!“ Sie umarmt mich glücklich und gibt mir ein Küsschen auf die Wange.
„Ja. Hey Jana!“ Ich lächle sie fröhlich an. Nach einer kleinen Plauderrunde, muss sie wieder auf die Bühne zurück und gibt mir vorher noch schnell ihre Nummer.
Die beiden Jungs und ich gehen zusammen an die Bar. Luca spendiert zwei Runden Wodka Cola und wir stoßen zusammen an.
„Auf Eves Rückkehr!“, ruft Luca feierlich und prostet uns nochmal zu. Nachdem wir unsere Gläser geleert haben, möchte Luca sich zu ein paar Kumpels an einen Tisch setzten.
„Hey Eve! Gib mir mal deinen Mantel und deine Tasche dann nehme ich die mit und ja ich passe drauf auf!“ Ich gebe ihm die Sachen und bedanke mich, dass er mir die Sachen abnimmt damit ich sie nicht den ganzen Abend lang rumschleppen muss. Danilo und ich bleiben an der Bar sitzen und reden über die Schule und was für Abenteuer wir früher erlebt haben. Nach einiger Zeit fragt Dani mich, ob er auch kurz zu dem Tisch gehen dürfte und ich stimme ihm natürlich zu. An den Leuten vorbei quetschend, zwänge ich mich zu der Bühne und gucke Jana und ihrer Freundin ein wenig zu. Ich feure sie an und johle ihnen begeistert zu. Jana lacht und grinst mich belustigt an. Heute habe ich wirklich Lust zum feiern!

Sichtwechsel
Danilo erscheint schließlich auch an unserem Tisch und begrüßt Niko und Flo mit einem Handschlag. Er setzt sich zu uns und erzählt ihnen, dass Evelyn wieder zurück in der Stadt ist. Apropos! Wo ist sie? Ich recke den Hals und entdecke sie in der Menge mit einem Typen tanzen. Sie ist wieder ganz die alte! Ich grinse und trinke einen Schluck von meinem Bier. Auch die beiden anderen Jungs sind aus unserer Schulzeit und so wie die meisten von uns in dieser Stadt hängen geblieben. Evelyn ist weggegangen, doch wie man sieht findet jeder den Weg wieder hierher zurück. Die Beiden sind begeistert von dieser Neuigkeit und gucken sich nun auch um. In dem Moment kommen vier Mädchen auf uns zu. Alle davon diese typische Art von Bitches, die sich an jeden möglichen Typen ranmachen. Ich habe jetzt schon keine Lust darauf! Die anscheinende Anführerin stellt sich direkt in meinen Blickwinkel und guckt mir in die Augen.
„Dürfen wir uns zu euch setzten?“ Ich frage mich ob sie in Lehm gefallen ist oder sich absichtlich ihre Haut mit Make-Up zu gespachtelt hat. Ohne eine Antwort abzuwarten setzen sich die Hyänen zu uns und ausgerechnet die Anführerin pflanzt sich neben mich auf die Bank. Ich atme ihren Geruch ein und kriege kurz keine Luft mehr, da dieses Mädchen wohl nicht nur in Lehm gefallen ist, sondern auch in dem Parfüm ihrer Oma gebadet hat! Sie legt eine Hand auf meinen Oberschenkel und lächelt mich zuckersüß an. Also sie denkt, dass es zuckersüß aussieht… Ich werfe Danilo einen Blick zu, der auch mit einem Mädchen kämpft, sichtlich angeekelt. Das Mädchen neben mir labert mich mit irgendwelchem Schrott zu und anscheinend heißt sie Chanty. Ich hasse diese Art von Mädchen! Richtige Barbies.
„Du Schätzchen ich muss wieder rüber.“ Ich widme mich wieder dem Gesicht neben mir zu und deute in die Menge.
„Wieso das denn? Bleib hier!“ Sie guckt mich enttäuscht an und zieht einen Schmollmund.
„Meine Freundin sucht mich bestimmt schon.“ Hoffentlich glaubt sie die Ausrede.
„Deine Freundin?!“, fragt sie spöttisch, das viel zu arrogant klang. Zu meinem Glück kommt Evelyn in dem Moment zu unserem Tisch und grinst uns an.
„Ah! Da bist du ja, Babe. Ich wollte dich gerade suchen gehen!“ Ich lächle sie an und hoffe, dass sie mich versteht und mitspielt.
„Oh… Ja ich hab mich schon gefragt wo du bleibst, Honey. Kommst du jetzt tanzen?“ Sie weiß, dass ich nicht so scharf drauf bin zu tanzen aber das schulde ich ihr wohl.
„Okay ich komme! Dani kommst du mit?“ Ich gucke zu ihm rüber und er dankt mir mit einem Nicken für die Erlösung. Ich stehe auf und gebe Flo Evelyns Tasche und Mantel. Jetzt ist er dran mit aufpassen. Ich stelle mich neben Evelyn und lege besitzergreifend mein Arm um ihre Hüfte. Doch Evelyn schüttelt ihn ab und einen Moment dachte ich sie lässt mich hängen, doch sie geht nur zu Flo und umarmt ihn glücklich. Ich atme erleichtert aus und lächle Chanty schadenfroh an. Auch Niko bekommt eine Umarmung, bevor sie sich wieder neben mich stellt. Danilo schließt sich uns an und zusammen schlendern wir zur Tanzfläche. Auf dem Weg dorthin steckt Eve ihre Hand in meine Arschtasche damit die Hyänen auch glauben, dass sie meine Freundin ist. Naja in echt sind wir es ja nicht. Ich werfe Eve einen dankbaren Blick zu, doch sie grinst nur zurück und als wir außer Sichtweite sind zieht sie ihre Hand wieder aus meiner Hose.
„Du schuldest mir diesen Tanz das weißt du, Arschloch!“ Ich ergebe mich und gehe mit ihr in die Menge. Dani setzt sich an die Bar und ich sehe gerade noch wie Flo und Niko sich zu ihm gesellen, ehe andere Leute mir die Sicht versperren. Anscheinend sind die Hyänen abgezogen. Wir bleiben an einer freien Stelle stehen und fangen an zu tanzen.

Sichtwechsel
Luca ist aber auch ein fieser Junge! Mir tut das Mädchen schon fast leid, dass sie von ihm belogen wurde. Aber auch nur fast! Außerdem bin ich echt geschockt, dass es noch so billige Bitches gibt, die so auffällig und anhänglich flirten. Das ich mich als Freundin von Dani oder Luca ausgegeben habe ist nichts neues, da ich ihnen auch früher öfters mal den Arsch retten musste. Ich spiele immer mit, da ich es echt belustigend finde, wie die Schlampen uns dann immer neidisch hinterher starren. Ich muss grinsen und lege Luca meine Hände in den Nacken. Er legt seine Hände an meine Taille und grinst zurück. Ausgerechnet jetzt spielt der DJ ein ruhiges Lied, weshalb mein Kopf an seiner Brust lehnt. Luca hasst tanzen und ruhige Lieder am meisten. Noch ein Grund mehr ihn gerade jetzt mit einem Tanz zu foltern!
„Ist das sein Ernst! Grade jetzt wenn ich tanze!“ Er verflucht den DJ und ich muss schadenfroh lachen.
„Das ist nicht witzig Eve! Das ist die Hölle für mich!“, murmelt er und saugt unauffällig den Duft von meinen Haaren ein. Also zumindest denkt er es sei unauffällig! Ich muss mir ein Lachen verkneifen.
„Glaub ich dir sofort. Tanzen mit mir ist ja so schlimm.“
„Glaub mir, du bist unerträglich, Eve! Da wäre ich lieber bei dieser Bitch geblieben!“ Sein Satz tropft nur so von Ironie! Endlich erklingt ein ordentliches Lied und wir lösen uns voneinander. Danilo ist auch mit einem Mädchen zu uns gestoßen und tanzt nun mit ihr. War klar, dass er bei solchen Liedern ankommt! Ich mache mit Luca eine Bodywelle und wieder einmal fühle ich mich wie früher.
„Wow Eve! Ich dachte schon du hast sowas in deinem Kaff verlernt!“
„Hallo? Erstens ist das kein Kaff und zweitens kann die Königin nichts verlernen, was sie ihren Schülern gelehrt hat!“ Ich grinse ihn über die Schulter an und er erwidert es nachdem er verstanden hat, was ich meinte.
„Achso! Ich soll also dein Schüler sein!“ Es folgen zwei Bodywellen und ich fange an zu lachen.
„Anfängeeeeer!“, schreie ich ihm neckend zu und provoziere ihn mit einem Kneifen in sein Hinterteil.
„Okay ich gebe auf!“, lacht er und ich tausche mit dem Mädchen von Danilo.

„Aloha, Dani!“ Ich grinse ihn an und lege ihm meine Hände auf die Schultern. Er legt seine so wie Luca auf meine Hüfte und wir bewegen uns zu der Musik.
„Na bist du eingerostet?“
„Sogar der liebe Danilo zweifelt an seiner Königin?!“ Ich ziehe spöttisch meine Augenbrauen hoch und ziehe die Stirn kraus.
„Hör auf so zu gucken Eve, nachher bleiben die Falten noch so!“ Ich gehorche ihm und wir reden ein wenig über die Geschichte mit Lolli. Ich erzähle ihm von dem Familientreffen und davon, dass sie ihn anscheinend auch toll findet. Dafür wird sie mich töten! Oh Gott hab erbarmen! Nach dem Lied gehen wir zu einem vier Personen Tisch und lassen uns auf die Bank fallen.

Nach kurzer Zeit kommen die anderen drei Jungs und setzen sich zu uns. Da wir eine Person zu viel sind, quetsche ich mich zwischen Dani und Flo auf die Bank und Luca sitzt mir mit Niko gegenüber auf den Stühlen.
„Jetzt weiß ich was du mit Königin meintest, Eve!“ Luca ist außer Puste und Niko bestellt bei einem Kellner eine Runde Cola.
„Dieses Mädchen kann einfach keine Welle! Das geht einfach nicht! Was ist nur mit der Menschheit passiert?“ Der ganze Tisch fängt an zu grinsen und Flo fügt lachend hinzu: „Tja, Eve! Du bist der Traum jedes Jungen. Die Königin der Bewegungen!“ Ich gucke ihn belustigt und gleichzeitig verwirrt an. Ist das sein verdammter Ernst!? Es gibt viel krassere Mädchen die sich echt unglaublich verrenken können! Die Jungen johlen und ich muss hier mal etwas klarstellen. Ich fange an zu reden, doch jetzt, wo die Jungs schon mal mit dem Thema Bodywelle angefangen haben, folgt das Thema vom dreckigen Tanz und man kann sie nicht stoppen. Sie hören mir nicht mehr zu! Ich schreie einmal laut. Sofort ist der ganze Tisch ruhig und die Jungs gucken mich überrascht an. Schreien löst nicht jedes Problem aber hilft definitiv um Aufmerksamkeit zu erlangen. Zum Glück ist die Musik so laut, dass nur mein Tisch den Schrei gehört hat, denn sonst wäre es etwas peinlich geworden…
„Also Jungs! Erstens bin ich zwar die Königin vom dreckigen Tanzen aber nicht von den krassesten Verrenkungen und zweitens, Jungs! Sucht euch Hobbys…oder Weiber!“ Ich schüttle belustigt den Kopf und trinke von meinem Glas, das mir gerade von dem Kellner hingestellt wurde. Die Jungs grinsen und prosten mir zu. Das sind aber auch Idioten!
„Ihr seid einfach so hohl! Geht wieder zurück zu euren Barbies.“, lache ich und gucke auf mein Handy. Es ist gleich halb zehn. Inzwischen fangen die Jungs an über Auto zu reden.

„Ähm Jungs? Wer von euch kann noch fahren?“ Sie hören auf zu reden und gucken mich grüblerisch an.
„Ich habe nur Cola getrunken also…“, Flo guckt mich freundlich an.
„Okay kannst du mich dann gleich nach Hause bringen?“
„Klar, will noch jemand mitkommen?“, er nickt einverstanden und guckt in die Runde.
„Ich fahre gleich mit Jana nach Hause. Bleibt von euch zweien noch jemand hier?“, Luca wendet sich fragend an Danilo und Niko.
„Äh ich fahre glaube auch mit Flo. Sorry Mann!“, antwortet Niko und Dani stimmt ihm zu.
„Okay Jungs, dann feiern wir am Wochenende bei mir. Kommst du auch Eve!?“
„Ah die begehrten Hauspartys von Luca existieren also noch?“, frage ich spöttisch und ziehe eine Augenbraue hoch.
„Aber sicherlich, eure Hoheit! Werden sie auch dort sein?“, meint Luca und verbeugt sich belustigt vor mir.
„Ich bedaure, Arschloch. Aber meine Termine sind an diesen Tagen bedauerlicher Weise schon vergeben.“, spiele ich mit und grinse ihn an.
„Also jetzt ernsthaft sorry Jungs bin raus. Ich bin das Wochenende bei meinen Eltern.“ Die Jungs stöhnen enttäuscht. Danilo lächelt mich an, da er weiß wie viel mir dieser Besuch bedeutet. Flo und Niko gucken mich verständnisvoll an und Luca gibt mir einen Handkuss und bettelt um Vergebung, weil er ja in meine Privatsphäre eingeschritten sei. Ich soll ihm vergeben und ihn laufen lassen, ohne ihn in den Kerker zu werfen. Ich unterdrücke ein Lachen und gewähre ihm eine Minute, um mir aus den Augen zu gehen. Luca verschwindet wirklich für einen Augenblick, ehe er wieder zurück gehetzt kommt.

„Scheiße Leute! Chanty hat mich gesehen! Flo wir müssen Plätze tauschen!“ Flo versteht, springt auf und setzt sich auf Lucas Stuhl, während Luca sich neben mich setzt und mich mit einem Arm an sich zieht. Ich muss mir mal wieder ein Lachen verkneifen, denn in dem Augenblick kommt Chanty an den Tisch. Ich lege ein Bein über Lucas Schoß und lege meine Arme um seinen Nacken, dann gleite ich ganz auf seinen Schoß mit dem Rücken zu Chanty und wir täuschen vor, dass wir uns küssen würden. In echt grinse ich Luca nur schadenfroh an, doch da Chanty nur meinen Hinterkopf sieht und meine Haare Lucas Kopf verdecken, sieht sie nur einen Kuss von einem Pärchen. Luca raunt mir leise etwas zu, was nur ich verstehen konnte. „Hör auf zu grinsen, Eve! Sie muss das glauben!“ Leise antworte ich ihm.
„Sie ist sogar hohler als du! Also hallo? Sie glaubt es!“ Für diese Bemerkung kneift er mich in die Hüfte, bevor er seine Hände zärtlich in meine Haare gräbt. Chanty rastet bestimmt richtig aus! Ich grabe meine Hände in sein Haar und beuge mich weiter über ihn um das schwerverliebte Pärchen etwas beschäftigter wirken zu lassen. Luca reckt den Hals und seine Hände wandern von meinen Haaren wieder zurück auf meine Taille. Nach einem Augenblick rutsche ich wieder von seinem Schoß auf die Bank und gucke Luca verliebt an. Chanty guckt nur zickig zu mir herüber und flirtet schon wieder mit Luca. Naja ihre Blicke hat sie wohl aus tausenden Liebesfilmen geklaut, denn die sind so billig, dass Danilo schon spöttisch zu mir herüber guckt. Der Blick den sie mir zuwirft strahlt eine große Macht von Arroganz aus und ihr Blick wandert immer wieder ungläubig von mir zu Luca hinüber.
Ich strecke mein Kinn und lege mein eines Bein wieder besitzergreifend über sein Knie. Ich weiß was sie an ihn findet, denn hübsch ist er wirklich. Doch Luca und ich wissen, dass dieses Spiel nie Ernst werden kann und wird. Dafür kennen wir uns zu gut und zu lange.
„Ist irgendwas?!“, wende ich mich jetzt hochnäsig lächelnd an Chanty. Oh mein Gott, wenn man mich nicht kennen würde, könnte man echt denken ich wäre auch eine von den Bitches. Meine Schauspielkünste sind einfach viel zu gut!
„Äh…Nein alles ist in Ordnung ich habe mich nur am Tisch geirrt.“ Jetzt sucht sie auch schon Ausreden! Ist ja niedlich.
„Dann kannst du ja jetzt wieder gehen!“ Ich gucke ihr nach, wie sie mit wackelndem Hintern abzischt.
Ich atme erleichternd aus und setzte mich wieder ordentlich auf meinen Platz.
Alle Jungs starren mich an und Luca lächelt mir dankbar zu.
„Kein Ding, Arschloch. Ach und Jungs von wem soll ich jetzt die Freundin spielen?“, frage ich in die Runde und grinse. Flo und Niko heben begeistert die Hand.
„Sag ich doch! Alle Jungs begehren sie!“, wirft Flo ein und alle fangen wieder an zu lachen.

„Lolli?“, rufe ich fröhlich, als ich den Flur betrete.
„Im Wohnzimmer!“, ertönt eine vertraute Stimme.
„Bin ich zu früh?“, frage ich verwirrt.
„Nein, nein! Komm rein, ich will dir meinen Bruder vorstellen.“ Ich strecke meinen Kopf grinsend um die Ecke und winke.
„Raven, das ist Eve, meine Mitbewohnerin.“ Neben Lolli sitzt ein leider sehr hübscher Junge, der mich mit seinen wunderschönen Augen ansieht. Er steht auf, geht auf mich zu und schüttelt mir lächelnd die Hand. Ich erwidere das Lächeln und drücke sanft seine Hand. Evelyn es ist Lollis Bruder! Und Übrigens! Atmen nicht vergessen…
„Schön dich kennen zu lernen, Mini hat mir so viel von dir vorgeschwärmt.“, sagt Raven jetzt grinsend und ich gucke ihn misstrauisch an.
„Stimmt gar nicht!“, höre ich noch vom Sofa doch das nehme ich gar nicht richtig wahr.
„Ach, so viel gibt es über mich ja nicht zu erzählen.“, meine ich und mein Blut strömt heiß durch meine Adern. Ich merke wie ich anfange an meinen Locken zu spielen und presse meine Hand wieder runter. Mein Flirtmodus zeigt wohl noch auf Disko… Ein Räuspern erklingt und ich zwinge meine Hand dazu seine loszulassen, die ein Kribbeln auf meiner Handfläche auslöst. „Ähm, ja…“, stottert Raven.
„Genau…“, stimme ich zu und schüttle verwirrt den Kopf. Also Eve! Er ist einer der Jungs, die nicht deine Kumpels sind, denen du den Arsch rettest. Er macht mich schwach und wieder besteht die Gefahr zu brechen. Wie ich mich verabscheue für das was hier gerade passiert. Für alles was früher passiert ist und das ich jetzt wieder daran zurück denke.
„Es ist schon spät, kleines, und ich habe noch eine Stunde Fahrt vor mir, ich sollte langsam zur WG zurück.“, holt Raven mich wieder in die Realität zurück und auch er scheint ziemlich benebelt zu sein. Er drückt seine Lider immer wieder zusammen, als würde er nicht glauben was hier geschieht.
„Schade!“, mault Lolli traurig.
„Ich weiß, nächstes Wochenende komme ich wieder. Versuch in der Zeit keinen Unsinn zu machen.“ „Sicher! Und Eve passt ja auch auf mich auf.“, er schaut mich wieder so an. Sanft, liebevoll, verwirrt und hauptsächlich völlig besessen von etwas, was ich nicht richtig deuten kann. Ich erwidere seinen Blick eisig, doch er wird immer weicher. Mein Blick zerfließt wie Eis zu Wasser. Ich flüchte schnell in die Küche und lehne mich an die Wand, an der ich langsam herunter rutsche. Schließlich sitze ich wieder auf dem Boden und atme stoßend ein und aus. Als ich höre, dass Philomena die Haustür schließt, hetze ich schnell zum Tisch und verschlinge unsere Pizzareste.

„Netter Bruder.“, sage ich möglichst kalt, doch wie erwartet zittert meine Stimme fast unmerklich. Hoffentlich hat Philomena nichts gemerkt. Doch natürlich! Sie grinst mich scheinheilig an.
„Ja, der ist echt zum anbeißen.“ Ich verschlucke mich vor entsetzen und Lolli klopft mir lachend auf den Rücken. Sie hat es gemerkt! Sie ist nun einer der wenigen Menschen, die mein wahres Ich kennen. Ein schwaches Mädchen, das sich einredet alles überstanden zu haben. Als wäre alles vorbei! Daher zerreißt der Schmerz sie innerlich. Irgendwann kommt alles aus ihr heraus und sie wird der zerbrechlichste Mensch der Welt sein. Ich habe vor nichts Angst, noch nicht mal vor dem Tod, doch das gebrechlich sein ist die größte Furcht von mir. Völlig wehrlos wie ein kleiner Vogel ohne Flügel.
„Spaß!“, meint Lolli, doch ich bleibe stumm und wir räumen gemeinsam die Küche auf. Nach einer beruhigenden Weile platzt Lolli mit einer Frage raus.
„Hast du mich gestern Abend umgezogen?“ Ich denke wieder an die Geschichte und zum Glückt drängt diese meine Gedanken zurück in die Dunkelheit.
„Ja, Dani hat dich im Wald auf einer Bank gefunden und du hast geschlafen.“
„Hm, ich war sehr müde, es war doch anstrengender als gedacht.“
„Kann ich verstehen, aber du kannst doch nicht einfach so im Wald schlafen! Was da hätte passieren können!“, ich drehe mich zu ihr um, werfe mir das Trockentuch, mit dem ich gerade Geschirr abgetrocknet habe, über die Schulter und stemme die Hände in die Hüften.
„Tut mir Leid, Eve. Ich weiß auch nicht was los war…“
„Naja, passiert ist passiert, man kann es nicht mehr ändern. Bereite mir aber bitte nie wieder solche Sorgen!“, ich habe mir echt Sorgen um sie gemacht.
„Versprochen! Und wie war dein Tag? Ich habe dich ja gar nicht zu Gesicht bekommen.“ Ich erzähle ihr wie toll Bassira heute gelaufen ist und dass wir uns immer besser verstehen. Sie ist mein Engel, den ich nie mehr loslassen werde. Sie gehört zu mir und zu keinem sonst! Dann berichte ich ihr von der Disko und sie lacht bei den Stellen, an denen ich „Lucas Freundin“ war. Lollis Augen sind klein geworden und es liegt ein kleiner Glanz in ihnen, an dem ich erkenne, wie müde sie geworden ist.
„Lass uns schlafen gehen, es ist schon spät.“, sage ich also und zusammen torkeln wir die Treppe rauf. Sie torkelt wegen der Müdigkeit…ich wegen dem Alkohol. Es war zwar nur ein Glas, doch ich habe lange nicht mehr getrunken und somit muss mein Körper sich erst wieder daran gewöhnen. Ich setzte sie auf ihrem Bett ab und schleppe mich schließlich auch in mein Zimmer.

#2 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Philomena 07.01.2015 21:02

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Irgendwie finde ich deine Berichte immer lustig, ich weiß auch nicht wieso ;D Generell gefällt mir der Schreibstil irgendwie immer besser und Evelyn ist einfach einen Charakter, den man nur liebhaben kann! Aber ich denke, dass weißt du alles schon von mir ^^ Bassira finde ich übrigens sehr niedlich und generell alles! Ja, ich hatte den schon vor ein paar Tagen gelesen, war aber auch wieder zu faul um etwas zu schreiben ^^ Kennt man ja sicherlich :D Jedenfalls freue ich mich auf weiteres!

#3 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Evelyn 19.01.2015 17:15

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Oh wie süß danke Lolli ^^ Voll lieb von dir kann ich alles nur gerne zurück geben :D

#4 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Lucy 19.01.2015 21:28

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Oh ein neuer Bericht... Juhui! Nur leider kann ich ihn nicht gleich lesen. Wir aber gemacht, sobald ich kann! :D

#5 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Evelyn 20.01.2015 20:28

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Alles klar :D

#6 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Lucy 20.01.2015 20:54

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Finde ihn ein guter Beri. Du bist wohl die "Henne im Korb".
Schön ausführlicher Bericht. Lässt sich gut lesen, obwohl ich zwischendurch ein Chaos beim Lesen bekam, wer nun Danilo und wer Luca ist.

#7 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Evelyn 21.01.2015 20:21

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Ja sry ich weiß es ist etwas verwirrend wenn man mit so vielen schreibt... :D
Aber danke ^^

#8 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Lucy 21.01.2015 20:51

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Punkte bekommst du von mir (oder vielleicht ist Lisa schneller...) wenn ich mal am PC bin - kann aber noch was dauern, da ich ab FR für eine Woche bei meiner Oma bin.

#9 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Evelyn 26.01.2015 17:45

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Okay kein Problem ^^ Achja und Danke :D

#10 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Lucy 04.02.2015 06:16

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Ausführlichkeit: 28/50
Personen: 15/30
Schicksal des aktuellen Monats: 20/20
Aufgabe des aktuellen Monats: 10/10
Handlung: 37/50
Gesamt: 110/160

Level 2: Du erhälst ein Kleid aus der Boutique
Neue Punktzahl: 273

#11 RE: 3. Alte Bekannte... :D von Evelyn 04.02.2015 16:48

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Danke für die Bewertung ^^

Achja und ich würde dann gerne das Kleid "short'n sexy" (bordeaux) nehmen

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